Archiv für November 2008

Der Globen

Donnerstag, 27. November 2008

Es wird mal wieder Zeit über Stockholm im Speziellen zu schreiben. Die Vorteile der Stadt habe ich ja noch gar nicht zu genüge dargestellt. Dabei hat Stockholm noch einige Besonderheiten zu bieten. Zum Beispiel an Gebäuden. Ein sehr markantes Bauwerk steht im Süden Stockholms. Es sieht aus, als hätte jemand einen überdimensionierten Golfball in die Stadt gesetzt. Die Rede ist vom Globen. Dieser kann schon beinahe als Wahrzeichen bezeichnet werden. Neben Stadshuset, dem Schloss und einigen anderen Bauwerken schmückt er nämlich beispielsweise die Sitzbezüge vieler U-Bahn-Sitze. Aber auch auf Stadtkarten, Souvenirs und anderem Material ist er häufiges Motiv. Der Wiedererkennungseffekt ist ja auch nicht zu bestreiten.

Globen, Foto: Benoit, flickr.com

Globen, Foto: Benoit, flickr

Ein paar technische Details. Der Globen ist 85 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 110 Metern. Eingeweiht wurde er 1989 und entworfen hat ihn das Architekturbüro Berg Arkitektkontor AB.Bei Sportveranstaltungen passen etwa 13.000 Zuschauer in die Arena, bei Konzerten bis zu 16.300. Da Stockholm in Skandinavien die größte Stadt ist, kommen alle großen Band nach Stockholm und dort meist in den Globen, weil ein vergleichbar großes Veranstaltungszentrum nicht existiert. Es gibt allerdings nicht nur die Kuppel, sondern auch noch den Annex für kleinere Konzerte.

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Abgelegt in Schweden, Stockholm

Es werde Licht!

Montag, 17. November 2008

Nicht zu beneiden sind zur Zeit alle sich im Norden aufhaltenen Lebewesen. Um neun Uhr wird es hell und um vier Uhr dunkel. Tendenz: negativ. Bis 21. Dezember wird die tägliche Dosis Licht kürzer und kürzer. Zudem wird es kälter und nässer: Zeit für Depressionen und schlechte Laune. Auch viele Schweden werden natürlich von diesen Stimmungstiefpunkten erwischt. Kein Wunder. Im letzten Jahr beschränkte sich z.B. in der südschwedischen Stadt Växjö der Sonnenschein im Monat Dezember auf gerade einmal 20 Minuten! Nur ausgewiesene Optimisten können da von der Niedergeschlagenheit verschont bleiben.

Das Problem ist jedoch altbekannt, weshalb sich bestimmte Maßnahmen etabliert haben, um die Laune der Schweden zu steigern. Zentral dabei natürlich das elektrische Licht. Im ganzen Haus soll es leuchten. Dabei wird meist jeder Gedanke an Energiesparen über Bord geworfen (worauf die Schweden ansonsten ja viel Gewicht legen).

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Abgelegt in Schweden, Stockholm

Schwedische Spezialitäten I

Dienstag, 11. November 2008

Köttbullar mit Lingon-marmelade und Sahne- soße, Foto: heipei, Flickr

Dank Ikea ist in Deutschland die Kenntnis weit verbreitet, dass die Schweden gerne Köttbullar (sprich: Chöttbullar) essen. Diese runden Hackbällchen gehören zum Standardrepertoire in beinahe jeder schwedischen Küche. Sie sind vergleichbar mit Frikadellen bzw. Buletten, haben jedoch durch den Einsatz von Sahne oder Milch noch einen etwas anderen Geschmack. Außerdem sind sie kleiner als in Deutschland. Waren die Köttbullar lange Zeit ein Grund, sich auf das Ikea-Restaurant zu freuen, ist es heute möglich, sich günstiger an ihnen satt zu essen. Der Discounter Plus hat sie nämlich in sein Standardsortiment aufgenommen. Maggi und/oder Knorr bieten außerdem Fix-Pulver für die Hackbällchen an. Wobei das Rezept dazu so einfach ist, dass diese Hilfsmittel sicher nicht nötig sind. Echt Schwedisch wäre es, sie mit Lingonmarmelade zu essen, die hierzulande vermutlich schwer zu bekommen ist.

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Hightech-Nation

Montag, 3. November 2008

Schweden hat zwar im europäischen Vergleich eine große Landesfläche, aber relativ wenige Einwohner. Da sollte man meinen, dass die Versorgung mit Internet und Mobilfunknetzen sich schwieriger gestaltet als in unserem dicht besiedelten Land. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. In Sachen Mobilfunk und Internet ist Schweden Weltspitze!

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Foto: prasan naik, Flickr

Das World Wide Web gehört zur Standardausrüstung schwedischer Haushalte. Und von den Geschwindigkeiten lässt sich in den deutschen Landen nur träumen. Das Breitband ist weit verbreitet und wohl nur in den kleinsten Dörfern noch nicht vorhanden. 8-16 mbit/s gibt es in Schweden zu Preisen, für die wir hier vielleicht DSL 1000 bekommen. Auch DSL 100.000 ist zu haben, wenn man etwas (!) tiefer in die Taschen greifen möchte. Der Renner 2008 war und ist das mobile Breitband. Soll heißen, der Laptop oder PC wird mit einem Stick ausgerüstet und schon gibts im Zug, auf der Arbeit im Wohnzimmer oder auf dem Spielplatz Internet. Je nachdem, wo man sich befindet, ist die Verbindung schnell oder weniger schneller. Da die Schweden große Segelfans sind und die Sommer gerne in ihren Ferienhäusern in den Wäldern und die Winter in den Bergen verbringen, ist der Empfang für das mobile Internet auch hier weitreichend gewährleistet. Da kann man als Dorfbewohner in Deutschland nur neidisch in den Norden schauen, gibts doch hier zahlreiche Gegenden, in denen es keinen DSL-Anschluss gibt oder dieser nur über einen Vertrag mit der Telekom zu haben ist (von wegen Liberalisierung des Telefonmarktes).

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