Schwedische Spezialitäten II – Kuchen und Gebäck
Nein, nicht nur die Österreicher können fantastische Torten und Kuchen zaubern, sondern auch die Schweden. In einem Land, in dem das Fika (Kaffee trinken) einen derartig hohen Status einnimmt, ist dies aber auch kein Wunder. Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, gibt es mehrmals am Tage “Fika”. Man trifft sich mit Freunden im Café und kann dort gut und gerne einige Stunden verbringen. Angesichts dieser Tatsache verwundert es vielleicht auch nicht so sehr, dass ein Cappucino meist so um die 3,50 Euro kostet und Kuchen/Torte sich in ähnlichen preislichen Sphären befinden. Das Sitzfleisch der Gäste muss für die Cafébetreiber schließlich irgendwie von nutzen sein. Die Schweden sind auf jeden Fall in der Liga der eifrigsten Kaffeetrinker der Welt (Deutsche liegen noch deutlich dahinter).
Zum Fika auf der Arbeit wird meist ein kleiner Snack eingenommen, z.B. Kaffebröd. Kaffebröd ist ein Hefegebäck, gefüllt mit Pudding, Marmelade oder nur mit Zucker bestreut. Es kommt der berühmten Kanelbulle sehr nahe. Dies ist eine Art Zimtschnecke: Hefeteig mit einer Zucker-Zimt-Füllung und Hagelzucker als Belag. Ein unschlagbarer Genuss, auch wenn man sonst kein großer Freund von Hefeteig ist (ein Rezept findet sich hier ).
Generell werden in Cafés eher Kuchen angeboten als Torten. Eine Ausnahme ist die auch in deutschen Supermärkten vermehrt anzufindenden Princesstorte. Sie sieht mit ihrer grünen Marzipandecke etwas giftig aus, ist ansonsten eine Kuppeltorte mit hellem Rührteig , Sahne und ein wenig Marmelade. Ansonsten bedeuten Torten in Schweden leider meist etwas Teig, viel Sahne und ein paar Früchte.


