Helden für Klein und Groß: Pettersson und Findus
Die Schweden haben Glück. Sie sind nicht nur mit den Büchern von Astrid Lindgren verwöhnt worden, sondern konnten und können auf eine ganze Reihe guter schwedischer Kinderbücher zurückgreifen. Zu den besten Kinderbuchautoren gehört sicherlich Sven Nordqvist. Kein Kinderbuch kann es meiner Meinung nach mit Pettersson und Findus aufnehmen, das ist ganz große Klasse. Ein liebenswürdiges Duo, dessen Geschichten einen auch als Erwachsenen fesseln können. In den letzten Jahren haben die beiden auch in Deutschland immer mehr Anhänger gefunden: Kinofilme, Bücher, Fernsehserien, Theater und Musicals begeistern die Fans und verschaffen dem schwedischen Autoren die wohl verdiente finanzielle Sicherheit.
Der Erfolg resultiert wie bei Astrid Lindgren aus der Natürlichkeit der Figuren. Sie sind originell, kantig und freundlich zugleich. Jede Figur hat auch ihre Schattenseiten und darf diese ausleben. Trotz kleiner Streitereien wird ein guter Umgang mit den anderen Menschen und Tieren gepriesen und gepflegt. Pettersson und Findus selbst könnten unterschiedlicher kaum sein. Pettersson ist ein älterer Mann und lebt irgendwo in den Tiefen der schwedischen Wälder recht abgeschieden vom Rest der Welt. Er ist nicht besonders auf gesellschaftlichen Kontakt aus, sondern tüftelt lieber in seiner Werkstatt an neuen Erfindungen herum. Ein paar Hühner sind ihm die einzige Gesellschaft, bis eines Tages Findus in sein Leben tritt. Der kleine Kater (Findus könnte durchaus etwas mit dem schwedischen Wort fyndig zu tun haben, was so viel wie gewitzt heißt) ist verspielt, quirlig und kann sprechen. Allerdings nur mit Pettersson und anderen Tieren. Als junger Hüpfer will er alles erkunden, streitet sich mit den Hühner und geht Pettersson mit seinen vielen Fragen und dem Schabernack zuweilen auf die Nerven. Trotzdem sind sie ein Herz und eine Seele.




