Archiv für Dezember 2010

Exilant in Schweden: Kurt Tucholsky

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Am 21.12. war der 75. Todestag von Kurt Tucholsky. Tucholsky war Schriftsteller, Journalist und Mitherausgeber der Weltbühne. Für viele war er einer der wichtigsten Publizisten im 20. Jahrhundert. In einer politisch unruhigen Zeit engagierte er sich gegen den alles beherrschenden Nationalsozialismus. Was viele vielleicht gar nicht wissen: Gestorben ist Tucholsky mit nur 45 Jahren 1935 in Göteborg. Seit 1930 lebte er in Hindås, einem Vorort Göteborgs.

Kurt Tucholsky 1928 in Paris

Geboren ist Tucholyks 1890 in Berlin Moabit als Sohn eines jüdischen Bankkaufmanns. Er wuchs ohne Geldprobleme auf, allerdings nicht in Berlin, sondern in Stettin. Zunächst studierter er Jura, war aber bereits während seines Studiums häufig als Journalist tätig. Seine Passion wurde zum Beruf. Die Zeiten brachten es mit sich, dass ihm der Stoff niemals ausging.  Nebenbei wuchs auch sein Interesse am Schriftstellertum. Vorbild war ihm der große Vormärz Schriftsteller, Satiriker und Publizist Heinrich Heine. Mit seiner Erzählung “Rheinsberg. Bilderbuch für Verliebte” und später “Schloss Gripsholm” fand er Beachtung, an Heines literarische Größe kam er jedoch nicht ganz heran.

Wichtiger als sein literarisches Schaffen war seine Umtriebigkeit im Bereich des Journalismus und der Publizistik. Tucholsky sympathisierte erst mit den Sozialdemokraten, war dann Mitglied der USPD (damals die linken Sozialdemokraten) und stand später der KPD nahe. Seine Artikel waren von einem dementsprechenden Tenor geprägt. Berühmt ist sein Aussprach “Soldaten sind Mörder”, der noch heute (trotz zweier Weltkriege) viele Gemüter erhitzt (Tucholsky war selbst Soldat im Ersten Weltkrieg gewesen, wenn auch nicht im Schützengraben).

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Vizemeister Schweden

Sonntag, 19. Dezember 2010

Das Jahr klingt sportlich aus. Bevor die dicken Braten auf den Tisch kommen, quälen sich Sportler noch durch lange Wettkämpfe. Im Falle der Handballwelt sind es die Damen, die ihren Europameister ausgespielt haben. Heute ist das Turnier mit einem traumhaften Ergebnis für Schweden ausgegangen: Vizeeuropameister sind sie geworden. Völlig überraschend. Vor Turnierbeginn hätte man Schweden maximal eine Platzierung im Mittelfeld zugetraut. Zwischen Platz neun und zwölf bewegte man sich bei vergangenen Meisterschaften. Aber die Schwedinnen waren gut drauf und zogen verdientermaßen in das Finale ein. Seriensieger Norwegen konnte zwar nicht bezwungen werden, aber trotzdem können die Schwedinnen zufrieden nach Hause fahren.

Bereits in der Hauptrunde hatten sie nämlich die Norwegerinnen geschlagen. Im Finale hat dies leider nicht noch einmal geklappt. Zur Halbzeitpause führten sie noch knapp mit 11:10 und haben sich sehr gut präsentiert. Die Abwehr arbeitete wie in den Spielen zuvor engagiert und die schwedische Torfrau konnte viele Bälle zu fassen kriegen. Dann kam allerdings die Pause. Die Mannschaften wirkten wie ausgewechselt in den zweiten 30 Minuten. Die Schwedinnen konnten ihr flüssiges Spiel nicht mehr fortsetzen. Beide Teams machten unnötig viele Fehler. Letztendlich siegten die Norwegerinnen, die die bessere Bank und mehr Routine hatten. Außerdem die besseren Indivualspielerinnen, allen voran Gro Hammerseng. Die 30jährige Rückraumspielerin zählt zu den besten Handballspielerinnen der Welt. Verdient führte sie ihre Mannschaft zum Sieg.

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Floorball-Weltmeisterschaft in Helsinki

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Zur Vorweihnachtszeit ein Plädoyer für Randsportarten. Derzeit findet in Finnland die Weltmeisterschaft im Floorball (Schwedisch: Innebandy) statt. Wie immer gehört das schwedische Team zu den Topfavoriten. Derzeit sind die Vorrundenspiele und wie es der Zufall will ist Schweden in derselben Gruppe wie Deutschland. Was die erwartete haushohe Schlappe für das deutsche Team am heutigen Tage bedeutete: 21:1 Sieg für den amtierenden Vizeweltmeister. Trotzdem war das deutsche Team zufrieden mit seiner Leistung.

Gegen Australien haben die Schweden immerhin noch fast doppelt so oft getroffen, nämlich 39:1. Als nächstes sollten für die Schweden mal echte Gegner kommen: Finnland, Schweiz und Tschechien beispielsweise. Zunächst geht es am Donnerstag im Viertelfinale gegen Nachbar Norwegen. Das Finale steigt dann am Samstag um 16 Uhr. Wobei natürlich viele Schweden von einem Finalsieg gegen Gastgeber Finnland träumen. Deutschland darf sich bis dahin in der Trostrunde vergnügen und trifft dort auf Italien.

Wer sich die spannenden Spiele mal ansehen möchte und keine Angst davor hat, den Ball vor Schnelligkeit nicht erkennen zu können, kann dies im Internet tun. Es empfiehlt sich auch immer, diesen schönen Sport selbst einmal auszuprobieren. Er ist nicht teuer, man kann sich prima auspowern und ist geeignet für Groß, Klein, Dick, Dünn, Frau, Mann, Alt oder Jung.

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