Archiv für die Kategorie 'Schweden'

IKEA macht sich unbeliebt

Dienstag, 31. Januar 2012
Cloetta in Schweden, Foto: mangan2002

Cloetta in Schweden, Foto: mangan2002

Aus verschiedenen Gründen halte ich nicht viel von IKEA und bin nicht häufig dort. Vor ein paar Tagen war es aber mal wieder so weit und ich musste mit Erschrecken feststellen, dass es in dem Shop nach den Kassen keine schwedischen Produkte mehr gibt. Dort werden jetzt nur noch die Produkte der IKEA-Gruppe verkauft. Das heißt es gibt weder Vasa-Knäckebrot, noch Cloetta-Schokoriegel, Ballerina-Kekse, Bregott-Margarine oder Daim-Torte in den Regalen. Pech für alle Auslandsschweden und Schwedenfreunde, die das Land nicht nur aufgrund von Kitsch-TV-Serien mögen.

IKEA verkauft jetzt nur noch die Produkte, für die sie selbst die Rezepte und Rechte besitzen. Dass die Lebensmittel in Schweden produziert werden, erscheint mir dabei sehr unwahrscheinlich. Warum sollte es bei den Keksen anders sein als bei den Möbeln? Es geht ja doch nur ums Geld.

In Berlin hat man zum Glück gute Alternativen, z.B. einen schönen kleinen Schweden-Shop in Wilmersdorf. Ansonsten muss man auf Internetversand umsteigen oder selbst nach Schweden reisen. Früher hat man sich auf den Urlaub in einem bestimmten Land auch gefreut, weil es nur da diese eine leckere Besonderheit gab. Und Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

 

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Lust und Frust bei den Weltmeisterschaften

Sonntag, 18. Dezember 2011

Ende des Jahres standen für die Schwedinnen wieder wichtige internationale Meisterschaften auf dem Programm. In der Schweiz fand die Weltmeisterschaft im Floorball (schwedisch Innebandy) statt. In Brasilien endete heute die Weltmeisterschaft im Damen-Handball. Während die Floorballerin ihrer Favoritenrolle gerecht werden konnten, flogen die Handballerin enttäuscht in die Heimat zurück. Bereits im Achtelfinale verloren sie mit 23:26 gegen Frankreich. Dass bereits im Achtelfinale ein so starker Gegner auf das schwedische Team wartete, ist Resultat einer mittelmäßigen Gruppenphase. In der Gruppe D landete man hinter Dänemark und Kroatien auf Platz 3. Das ist besonders ärgerlich, da die Schwedinnen jeweils nur mit einem Tor Unterschied gegen diese Mannschaften verloren haben.
Weltmeister sind immerhin die Nachbarinnen aus Norwegen geworden. Diese schlugen im Finale souverän Frankreich mit 24:32. Geschlagen geben musste sich hingegen Dänemark im Spiel um Platz 3 gegen Spanien.

Floorball

Floorball

Im Floorball waren die Schwedinnen in schweizerischen St. Gallen eine Klasse für sich. Ungeschlagen holten sich die Schwedinnen mit einem unglaublichen Torverhältnis von 102:5 Toren den Titel. Wieder einmal zeigte sich, dass nur Schweden und Finnland in einer Liga spielen und alle anderen Teams weit abgeschlagen sind. So war immerhin das Finale spannend. Finnland lag zunächst 0:2 zurück, konnte dann den Rückstand minimieren und lange Zeit dagegen halten und gestaltete das Spiel somit spannend. Letztendlich verteidigten die Schwedinnen jedoch ihre Führung und konnten kurz vor Spielende durch das 4:2 den Endstand sichern.

Im Vorfeld waren die Schweizerinnen und Tschechinnen als Geheimfavoriten gehandelt worden. Diese konnten jedoch die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Im Spiel um Platz 3 mussten sich die Gastgeberinnen, die viele gerne im Finale gesehen hätten, dann sogar der Mannschaft aus Tschechien geschlagen geben. Für Schweden war es der insgesamt fünfte Titel bei der achten Weltmeisterschaft im Damen-Floorball. Die nächsten Weltmeisterschaften finden 2013 in Tschechien statt. Es wäre schön, wenn das Niveau sich weiter anpassen würde, damit der nächste Titelkampf weniger einseitig wird.

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Prinsessan – Süße Köstlichkeiten in Hamburg

Sonntag, 4. Dezember 2011

[leider ist die Desserterie mittlerweile geschlossen, siehe Kommentar]
Es wird früh dunkel und so (ganz) langsam auch etwas kühler und ungemütlicher. Manche lassen sich davon runterziehen, aber man sollte das Ganze positiv sehen. Winterzeit heißt Zeit für genussvolles Essen. Und Anfang Dezember ist der beste Zeitpunkt für Süßes, Sahniges, Schokoladiges, weil man das Süße noch nicht über hat. Dafür gibt es in Hamburg genau das passende Restaurant: Das Prinsessan.

Süße Köstlichkeiten (Foto: puck777)

Süße Köstlichkeiten (Foto: puck777)

Das Prinsessan ist eine Desserterie, d. h. der Schwerpunkt des Restaurants liegt auf Süßspeisen. Wir sprechen hier nicht von Kugeleis und Tiefkühltorten, sondern von Speisen auf höchstem Niveau. Die drei Inhaber Roman Witt, Matthias Althaus und Pascal Nagel wollten eine Nische in der Gastronomie schließen. Vermutlich sind sie nicht das erste Nachspeisenrestaurant der Welt, aber vielleicht in Deutschland.

Die Karte bietet Nachspeisen, bei denen einem schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen läuft: Flüssiger Schokoladenkuchen, Bratapfelparfait, Teemouse und gebrannte Creme von der Passionsfrucht. Wer sich vollständig verwöhnen möchte, nimmt das Drei-Gänge-Menü und bekommt als Dessert der Desserts Petits Fours. Die Karte wechselt natürlich je nach Saison und bietet im Sommer vermutlich auch leichtere Kost. Die Preise sind Hamburger Niveau, allerdings muss man ja auch bedenken, dass die Köstlichkeiten aufwändig in der Herstellung sind.

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Klartext im schwedischen Radio

Freitag, 25. November 2011

Eine schöne schwedische Einrichtung wurde in diesem Jahr mit einem Preis belohnt: Det Lätta Priset 2011 ging an die Sendung Klartext des schwedischen Radioprogramms P4. Klartext ist eine Nachrichtensendung, die werktags täglich von 18.00 – 18.10 Uhr ausgestrahlt wird. Das Besondere an der Sendung ist, dass sie in einfachem Schwedisch produziert wird. Sie richtet sich somit an Personen, die (noch) nicht über ausreichend Schwedischkenntnisse verfügen, um herkömmliche Nachrichten zu hören oder an diejenigen, die sich allgemein schwertun mit den Begrifflichkeiten und geschilderten Zusammenhängen in einer Nachrichtensendung.

Behandelt werden in der Sendung des öffentlichen schwedischen Rundfunks innenpolitische, außenpolitische, Wirtschafts- und Sportthemen. Die Anzahl an Beiträgen und deren Länge wird dabei bewusst kleingehalten. Wie in “normalen” Nachrichten werden O-Töne von Interviewten ausgestrahlt. Diese sind vielleicht nicht ganz so leicht zu verstehen wie der Rest. Ansonsten wird darauf geachtet, dass die Nachricht langsam vermittelt und mit einfachen Worten komplizierte Sachverhalt erklärt werden.

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Aus dem Leben eines Fußballstars – die Autobiografie von Zlatan I.

Mittwoch, 9. November 2011

Nun also auch Zlatan. Personen des öffentlichen Lebens scheinen sich geradezu nach noch mehr Aufmerksamkeit zu sehnen. Anders ist wohl kaum zu erklären, warum Sportler und andere Berühmtheite bereits während ihrer aktiven Karriere mit Autobiografien um sich werfen und dabei allzu Privates vor der Öffentlichkeit entblößen. Heute erschien “Jar är Zlatan Ibrahimovic” (Ich bin Zlatan Ibrahimovic) in Schweden und – natürlich – sorgt das Werk für Aufregung.

Die nakten Zahlen: Laut Dagens Nyheter ist die erste Auflage des Werks bereits vergriffen, immerhin 100.000 Exemplare. Weitere 100.000 befinden sich im Druck. Und beim schwedischen Buchversand Bokus gab es mehr Vorbestellungen als bei Harry Potter. Das steigert sicher schon einmal das Ego des Stars. Dass sich ein Spieler, der schon beim FC Barcelona und dem AC Mailand unter Vertrag stand, die Mühe aus finanziellen Gründen macht, ist so wahrscheinlich wie Schnee im Juli (vielleicht im Gegensatz zum Musterknaben Philipp Lahm).

Es läuft wie es immer läuft: Man sucht sich einen Koautor, der das was man sagen will publikumswirksam verfasst (siehe Dieter Bohlen – Katja Kessler). Zlatan Ibrahimovic hat dafür die Hilfe des schwedischen Journalisten und Autors David Lagercrantz in Anspruch genommen. Der Stockholmer hat in seinen Werken bereits mehrere Biografien beschrieben. Jetzt geht es aber nicht um fiktionale Geschichten, sondern um das wahre Leben. Das fing bei Zlatan nicht so rosig an. Seine Eltern kamen als Flüchtlinge des Balkankriegs nach Schweden und lebten mit ihren fünf Kindern in Malmö. Die Schilderung seiner Kindheit ist Zlatan scheinbar wichtig. Und sicher ist es gut, wenn die Schweden und Westeuropäer vor Augen geführt bekommen, dass Menschen auch in ihrer Gesellschaft trotz Arbeit hart an der Armutsgrenze leben.

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Schwedische Headliner zum Tag der Deutschen Einheit

Dienstag, 4. Oktober 2011
Mando Diao in Berlin 2011

Mando Diao in Berlin 2011

Nach langer Durststrecke fiel mal wieder ein Feiertag auf einen Wochentag. Und wenn auch viele Deutsche sich nicht unbedingt darum scheren, warum sie frei haben, so gibt es doch auch viele, denen dieser Tag wichtig ist. Nichts Geringeres als die deutsche Wiedervereinigung wurde gestern gefeiert. Traditionell findet die offizielle Feier dazu in dem Bundesland statt, welches gerade den Vorsitz im Bundesrat innehat. In diesem Jahr war das die ehemalige Hauptstadt der BRD Bonn. Allerdins liegt Bonn nicht gerade im ehemaligen Grenzgebiet zur DDR, somit ist der Tag dort nicht unbedingt mit großen Emotionen verbunden. Ganz anders natürlich in Berlin, wo ehemalige Ost- und Westdeutsche auf engstem Raum wohnen. Millionen von Touristen strömen außerdem jedes Jahr in die neue Hauptstadt und alle fragen zuerst “Wo ist die Mauer?”. Komisch, dass ein Symbol der Teilung eine so große Faszination ausübt. Noch 21 Jahre nach dem Mauerfall können in vielen Geschäften “Mauerreste” in verschiedenen Variationen gekauft werden. Das Geschäft mit sowjetischen Uniformen, Abzeichen und Medaillen brummt. Trabi-Fahren ist eine (teure) Touristenattraktion.

Da in Berlin somit generell viel Ost-/Westromantik herrscht, muss am Tag der Deutschen Einheit Besonderes geboten werden. Ein mehrtägiges Volksfest am Brandenburger Tor mit Buden, Riesenrad und Showprogramm muss her. Da gibt es die ewigen Nörgler, die meinen, dass die Menschen nur wegen der Bratwurst kommen. Selbst auf Demos gehen aber schon viele nicht mehr aufgrund politischer Überzeugung, sondern wegen des Eventcharakters. Besser die Leute kommen, weil sie eine gegrillte Wurst haben möchte, als wenn sie ganz zu Hause bleiben und die Veranstaltung mangels Interesse eingestellt wird.

Hur som helst. Back to Sweden.

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Moderne Architektur in Skandinavien

Sonntag, 4. September 2011
Oper und Ballet in Oslo, Foto: Dalbera

Oper und Ballet in Oslo, Foto: Dalbera

In den Nordischen Botschaften in Berlin ist noch bis Mittwoch eine sehr interessante Ausstellung über Bauprojekte in den skandinavischen Ländern zu sehen. Gemeinsam ist den sechs Gebäuden, dass sie für kulturelle Zwecke genutzt werden sollen und architektonisch so besonders sind, dass sie als Wahrzeichen ihrer Heimatstadt fungieren sollen. Einige sind bereits gebaut worden, andere in Planung.

Die sechs Gebäude sind im einzelnen:

- Nationaloper und Ballett in Oslo

- Nationalgalerie Grönland in Nuuk (geplant)

- Konzert, Kongress und Hotelanlage in Malmö (geplant)

- Musikzentrum in Helsinki

- Schauspielhaus in Kopenhagen

- Konzerthalle und Konferenzzentrum Harpa in Reykjavik

Harpa in Reykjavik, Foto: pjt

Harpa in Reykjavik, Foto: pjt

Zwei der Gebäude wurden in diesem Sommer eröffnet: zum einen das Musikzentrum in Helsinki und das Konzert- und Konferenzzentrum “Harpa” in Reykjavik. Harpa sticht vor allem durch seine von dem isländischen Künstler Olafur Eliasson kreierte Glasfassade hervor. Die Fassade ist wie ein Mosaik aufgebaut, in dem ein Teil der Glasstücke bunte Farben haben. Der Bau des imposanten Gebäudes wurde bereits vor der Finanzkrise beschlossen, ansonsten wäre es vermutlich nicht realisiert worden.

Sehr schön ist auch die 2008 eröffnete Oper in Oslo. Wie die meisten der sechs Gebäude ist es direkt am Wasser gebaut worden. Die so genannte Snøhetta spielt aber besonders mit ihrer Umgebung. Vor allem im Winter sieht die Oper sehr beeindruckend aus. Vom Dach des Gebäudes könnte man in der dunklen Jahreszeit mit einem Schlitten direkt auf das hoffentlich zugefrorene Meer schlittern. Der Bau war mit über 500 Millionen Euro Kosten bisher der teuerste der sechs Bauten. Aber die Norweger können sich das mit ihren großen Erdölvorkommen ja leisten. Zum Vergleich: Das deutsche Prestigeobjekt, die Hamburger Elbphilarmonie, liegt derzeit bei Kosten von etwa 350 Millionen Euro weiter lesen »

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Per Olov Enquist – Schwedischer Schriftsteller und Intellektueller

Montag, 8. August 2011
Per Olov Enquist 2009

Per Olov Enquist 2009

Es muss ein wenig Unbehagen bereiten, sich in Schweden als Schriftsteller zu bezeichnen. Zumindest dann, wenn man sein Geld nicht damit verdienen möchte, Gruselszenarien von axtschwingenden Chinesen in nordschwedischen Dörfern zu ersinnen. Denn leider wird die schwedische Literatur hierzulande als reine Krimiwelt wahrgenommen. Aber es gibt auch in Schweden andere Genres und Autoren mit anderer Intention beim Schreiben. Per Olov Enquist ist so jemand, der in Deutschland weit weniger bekannt ist als Henning Mankell. Dennoch ist er einer der erfolgreichsten schwedischen Schriftsteller und Intellektuellen der Gegenwart.

Enquist wurde 1934 in der Nähe von Skellefteå in Nordschweden geboren. Sein Vater war Holzfäller und starb mit 32 Jahren bereis kurz nach Enquists Geburt. Seine Mutter Maja war Lehrerin und gehörte der christlichen Pfingstbewegung an. Nach seinem Schulabschluss in einem schwedischen Internat studierte Enquist von 1955 -1964 in Uppsala Literaturwissenschaften. Während des recht lang gewordenen Studiums betätigte er sich bereits als Schriftsteller und Literaturkritiker u.a. für das Svenska Dagbladdet und den Expressen. Auch politisch war er aktiv. Wie sein Vater war (und ist) er überzeugter Sozialdemokrat. Den kommunistischen Ideen der 68er konnte er nichts abgewinnen.

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Nils Holgersson als Fernsehstar

Sonntag, 17. Juli 2011

1907 schrieb die schwedische Lehrerin und Literatur-Nobelpreisträgerin Selma Lagerlöff den Roman Nils Holgerssons underbara resa genom Sverige (dt.: Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden). Im Jahr 2011 wird die Story neu verfilmt und soll in der Weihnachtszeit auf der ARD zu sehen sein. Die deutsch-schwedische Koproduktion wird als Zweiteiler für die Zuschauer aufbereitet. Mal sehen, ob Lagerlöffs Ziel, Kindern alle Landschaften Schwedens vorzustellen, weiterhin verfolgt wird.

Als kleine Gedächtnisstütze ein Überblick über die Geschichte. Nils Holgersson ist 14 Jahre und lebt in Südschweden. Er ist ganz Michel-like ein Schelm und führt gerne Streiche aus. Seine Eltern halten ihn deshalb für faul und bösartig. Irgendwann wird er wegen eines Streichs in einen Däumling (im schwedischen eher verbreitet als tomte) verwandelt. Dann gibts da noch die Hausgans Martin, die sich den Wildgänsen anschließen will, die nun mal immer über Südschweden nach Nord bzw. Süd fliegen. Nils will ihn zwar daran hindern, schafft es nicht und schließlich fliegen Martin und Nils mit einer Truppe Wildgänsen durch das Land in Richtung Lappland. Damit es die Kinder interessiert, erleben sie verschiedene Abenteuer. Gleichzeitig wird ihnen aber auch über Landschaft und Kultur der verschiedenen schwedischen Landschaften  berichtet. 50 Kapitel hat das Werk insgesamt. Die beiden fliegen einmal hoch nach Lappland und setzen sich auf dem Weg nach Süden in ihrer Heimat wieder ab.

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Fußball-WM: Schwedinnen legen vor

Mittwoch, 29. Juni 2011

Wie immer im Frühsommer können Fußballfans sich über stundenlange Fernsehübertragungen ihres Lieblingssports freuen. Wobei der Enthusiasmus sich bei vielen noch in Grenzen hält, sind ja schließlich “nur” Frauen, die spielen. Das Eröffnungsspiel der Frauen-Weltmeisterschaft haben aber immerhin fast 15 Millionen deutsche Zuschauer gesehen. Dabei ist die Erfolgsbilanz der Frauen deutlich besser als die der Herren. Und je erfolgreicher deutsche Sportler sind, desto mehr Fans gibt es für gewöhnlich im eigenen Lande. Trotzdem gibts nichts annähernd so viele Deutschlandfähnchen an den Autos wie 2006 oder 2010. Und hat man schon mal jemand gesehen, der ein Nationaltrikot einer deutschen Spielerin trägt? Gibt es sowas überhaupt? Vielleicht steigert sich das Mitfiebern ja aber noch während des Turniers.

Vielleicht ist die Begeisterung in Schweden größer. Die Schwedinnen haben auch gute Chancen auf Medaillenplätze. 1984 waren die Schwedinnen Sieger bei der ersten Europameisterschaft der Frauen. Drei Mal konnten sie seitdem das Finale einer EM erreichen. Gewonnen hat allerdings immer der Gegner (meist Deutschland). 2003 waren sie sogar im Endspiel der Weltmeisterschaft, welches Deutschland knapp durch Golden Goal gewann. Aber was lange währt, währt endlich gut. Schweden wird 2011 durchaus als Titelkandidat gehandelt.

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