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	<title>Das Leben ist kein Ponyhof &#187; Stockholm</title>
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	<description>von Kanelbullen, Zlatan und Stockholm</description>
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		<title>Fotografiska: Fotomuseum Stockholm</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Aug 2010 20:47:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stockholm ist seit diesem Jahr um eine Attraktion reicher. Nur wenige Gehminuten vom Slussen entfernt findet man jetzt das Fotografiska museet, das Fotografiemuseum. Ein Besuch lohnt sich schon alleine deshalb, da der Ausblick aus der Cafetaria hervorragend ist. Aber auch die aktuellen Fotoausstellungen enttäuschen nicht.
Das Fotografiska beherbergt in einem alten Industriegebäude direkt am Hafen eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stockholm ist seit diesem Jahr um eine Attraktion reicher. Nur wenige Gehminuten vom Slussen entfernt findet man jetzt das Fotografiska museet, das Fotografiemuseum. Ein Besuch lohnt sich schon alleine deshalb, da der Ausblick aus der Cafetaria hervorragend ist. Aber auch die aktuellen Fotoausstellungen enttäuschen nicht.</p>
<div id="attachment_1622" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/08/100_8916.jpg"><img class="size-medium wp-image-1622 " title="Fotografiska museet im Hafen" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/08/100_8916-300x225.jpg" alt="Fotografiska museet im Hafen" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Fotografiska museet im Hafen</p></div>
<p>Das Fotografiska beherbergt in einem alten Industriegebäude direkt am Hafen eine Vielzahl von Ausstellungs- und Konferenzräumen. Das Gebäude wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Die Fassade ist aus Ziegelsteinen (Verklinkerte Gebäude gewinnen scheinbar in Schweden an Beliebtheit) und noch im Original enthalten. Renoviert werden mussten jedoch die Innenräume des alten Zollgebäudes. Noch sind nicht alle Räume des Museums fertig gestellt und als Ausstellungsfläche in Benutzung. Vier Ausstellungen finden aktuell jedoch schon Platz und Zuschauer. Welcher Künstler seine Bilder ausstellen darf, wird von einem siebenköpfigen Rat entschieden. Dies haben die Gründer des Museums Jan und Per Broman so festgelegt.</p>
<p>Zugpferd des Museums ist eine Ausstellung der Werke der Amerikanerin Annie Leibovitz. Darüber hinaus werden Fotos von Lennart Nilsson über die Entstehung des Menschen gezeigt. Also eine Art Ausstellung von Ultraschallbildern. Der schwedische Fotograf Anders Petersen nennt seine Zusammenstellung &#8220;From Back Home&#8221;. Er hat in den 80er Jahren in Värmland, der traditionsreichen Region in Schwedens Westen, Fotos vom Alltagsleben seiner Mitmenschen gemacht. Hauptaugenmerk ist dabei das Bestreben der Menschen mit anderen in Kontakt zu treten. Eine schöne Sammlung von Fotos, die viel über die damalige Zeit zum Ausdruck bringt.</p>
<p><span id="more-1617"></span></p>
<p>Wie sollte es in Schweden anders sein: Eine Ausstellung besteht uasschließlich aus Kinderfotos. Die Mädchen und Jungen wurden von der australischen Künstlerin Vee Speers in Rollen und Kostüme gesteckt. Das ist weder sonderlich innovativ noch von großer Aussagekraft. Gewöhnunsbedürftig ist auch die Reihe &#8220;Bodies&#8221; von Joel-Peter Witkin. Es werden eine Reihe von nackten Menschen gezeigt. An sich nichts Schlechtes, aber die Motive wurden in mystische und Gewalt demonstrierende Umgebungen gesetzt. Die Bilder gehen ein bißchen in Richtung Fantasyworld, das muss man wohl mögen.</p>
<p>Am meisten Raum nehmen die etwa 200 Fotos von Annie Leibovitz ein. Leibovitz ist vor allem als Portraitfotografin berühmt geworden. Ihre Objekte sind meist berühmter als sie: von Georg Bush über Nicole Kidman bis zu Patti Smith. Die Fotos gewinnen ihre Intensität dadurch, dass sie die weltberühmten Stars als relativ normale Menschen mit Stärken und Schwächen darstellt. Sehr bekannt ist zum Beispiel ein Nacktfoto der schwangeren Demi Moore. Das Bild wurde Titelbild der Vogue, was damals in den 80ern ein mutiger Schritt war. Unter den Portraitierten sind eine ganze Reihe Schauspieler: Al Pacino, Robert de Niro, Brad Pitt, Johnny Depp oder Musiker wie Johnny Cash und Mick Jagger. Am meisten beeindruckt war ich von dem Foto von Queen Elizabeth II. Das Foto zeigt eine stolze Frau, die in ihrer Robe auch den königlichen Hintergrund repräsentiert. Gleichzeitig wird sie so herzlich und menschlich dargestellt, wie man es bei einer Frau in dieser Position und von diesem Ruf nicht für möglich gehalten hätte.</p>
<p>Neben den Portraits berühmten Menschen sind auch Aufnahmen der Familie von Annie Leibovitz zu sehen. Ebenso von ihrer Lebensgefährtin Susan Sontag, der amerikanischen Schriftstellerin, die 2004 an Krebs starb. Auch Fotos der sterbenskranken Sontag und des kranken Vaters von Leibovitz sind zu sehen. Die privaten Fotos sind etwas zusammenhangslos zwischen den Portraits zu sehen. Sie können nur schwer zwischen diesen Aufnahmen wirken, da sie vom Format meist nicht größer als 11&#215;15 cm sind. Einen guten Einblick in das Leben der Künstlerin geben sie aber natürlich.</p>
<p>Die aktuellen Ausstellungen laufen noch bis zum September. Wer sie noch sehen möchte, sollte sich also ranhalten. Für mich gehört das Fotografiska museet auf jeden Fall zu den interessantesten Museen in Stockholm.</p>
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		<title>Stockholm trägt Schwarz</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 21:01:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Wochenende war Stockholm in Metaller-Hand. Wo man auch hinsah in der Stadt: mindestens jeder 100 Passant war in Schwarz gekleidet, tatöwiert, trug Leder, Nieten, Bart und ein Band-T-Shirt wahlweise mit Totenkopf, Waffen, Teufel oder sonstigen Wesen. Und sie hatten guten Grund dazu: das Sonisphere-Festival lockte die Massen an. Beim Anblick des Festival-Line-Ups musste man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende war Stockholm in Metaller-Hand. Wo man auch hinsah in der Stadt: mindestens jeder 100 Passant war in Schwarz gekleidet, tatöwiert, trug Leder, Nieten, Bart und ein Band-T-Shirt wahlweise mit Totenkopf, Waffen, Teufel oder sonstigen Wesen. Und sie hatten guten Grund dazu: das Sonisphere-Festival lockte die Massen an. Beim Anblick des Festival-Line-Ups musste man sich einmal über die Augen wischen, um zu prüfen, ob man sich wirklich nicht verguckt hat. Es klang wie das Who is Who des Heavy Metal: Slayer, Hammerfall, Mötley Crüe, Anthrax, Alice Cooper und nicht zuletzt Iron Maiden. Dazu mit Iggy Pop eine weitere Rock-Ikone, wenn auch nicht ganz so hart besaitet wie der Rest der Truppen. Die Nackenschmerzen des nächsten Tages waren somit vorprogrammiert.</p>
<div id="attachment_1603" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/08/sonisphere_matteo077.jpg"><img class="size-medium wp-image-1603 " title="Sonisphere-Festival 2010 (Schweiz) Foto: matteo077" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/08/sonisphere_matteo077-300x225.jpg" alt="Sonisphere-Festival 2010 (Schweiz) Foto: matteo077" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Sonisphere-Festival 2010 (Schweiz) Foto: matteo77</p></div>
<p>Dass diese großen Bands sich nun ausgerechnet nach Stockholm verirrt haben, resultiert aus der Tatsache, dass die schwedische Hauptstadt eine der Stationen der Sonisphere-Tour war. In elf europäischen Ländern traten die Bands in diesem Sommer jeweils für ein Tagesfestival gemeinsam auf. Deutschland war nicht dabei, aber hier gibt es mit dem Wacken-Festival ja eh eines der größten Metal-Festivals. Außerdem lagen die Termine so, dass Iron Maiden bequem aus Norddeutschland weiter nach Schweden reisen konnte.</p>
<p>In Schweden kostete das Ticket ungefähr 90 Euro. Bei den heutigen Konzertpreisen ist das ein absolut fairer Preis. Etwas ins Schmunzeln kommt man natürlich, wenn man sich Gedanken über das Durschschnittsalter der Künstler macht. Geschätzt auf jeden Fall zwischen 50 und 60 Jahren. Werden ja alle nicht jünger die Herren. Einige begehen wie Alice Cooper (62 Jahre) schon komplett neue Wege und geben sich für die fragwürdigen Werbestrategen großer Elektronikketten her&#8230; War wohl das Geld knapp (warum man nun ausgerechnet Alice Cooper genommen hat, würde mich noch interessieren. Die gewöhnliche Zielgruppe &#8211; Menschen zwischen 15 und 40 Jahren &#8211; kennt ihn kaum noch. Da wäre eher Marilyn Manson eine Option gewesen)</p>
<p><span id="more-1598"></span></p>
<p>Das erhöhte Alter der Künstler hat natürlich auch zur Folge, dass die Zuschauer von 13 bis 70 gemischt waren. Ich habe einige Gruppen gesehen, bei denen der Vater mit Klappstuhl seine aufgeregten Söhne begleitet hat. Ungefähr 47.000 Menschen kamen insgesamt zusammen. Ausverkauft war das Festival, das in der Nähe der Uni stattgefunden hat, somit nicht. Aber gut, in Schweden sind (die schier endlosen) Sommerferien. Viele sind im Urlaub oder verdienen sich in Norwegen ihr Geld für das nächste Semester. Außerdem verursachten die vielen gotteslästerlichen T-Shirts der Besucher beim Wettergott Migräne. Ab 12 Uhr regnete es in einer Tour bis zum Main Act durch. Wer da noch guten Mutes war, muss ein wahrer Fan sein. Dabei hatten die Schweden im Gegensatz zu den Finnen noch Glück. Bei diesen brach am Sonntag Nachmittag ein Sturm los, verwüstete das Gelände zerstörte Band-Equipment und sorgte leider auch für Verletzte unter den Zuschauern. Das Mötley Crüe-Konzert musste abgesagt werden, Iggy Pop spielte nur unplugged und Iron Maiden spielte mit Verspätung. Dann lieber Dauerregen&#8230;</p>
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		<title>August Strindberg &#8211; Ein echter Künstler</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jul 2010 10:14:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sieht man mal von Astrid Lindgren ab, so fällt sicher der Name August Strindberg als erstes, wenn man danach gefragt wird, welche großen schwedischen Schriftsteller es gab. Und da es von dieser Spezies in Schweden naturgemäß nicht ganz so viele gab wie im viel größeren Deutschland, wird ihm in Schweden ausgiebig Beachtung geschenkt. Die erhält [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1595" class="wp-caption alignright" style="width: 221px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/07/August_Strindberg2.jpg"><img class="size-medium wp-image-1595" title="August Strindberg" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/07/August_Strindberg2-211x300.jpg" alt="August Strindberg" width="211" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">August Strindberg</p></div>
<p>Sieht man mal von Astrid Lindgren ab, so fällt sicher der Name August Strindberg als erstes, wenn man danach gefragt wird, welche großen schwedischen Schriftsteller es gab. Und da es von dieser Spezies in Schweden naturgemäß nicht ganz so viele gab wie im viel größeren Deutschland, wird ihm in Schweden ausgiebig Beachtung geschenkt. Die erhält er von eher literaturfernen Personen gleichermaßen, da er ein echter Künstler war und somit Sex, Drugs and Rock n&#8217; Roll gelebt hat. Und das interessiert dann doch alle.</p>
<p>Strindberg ist 1849 im Herzen Stockholms geboren. Sein Vater war eine Art selbständiger Schiffskaufmann, seine 12 Jahre jüngere Frau arbeitete als Haushaltsangestellte, bis sie selbst acht Kinder zu versorgen hatte. Strindberg war Nummer drei davon und wuchs im mittelständischen Haushalt auf. Innerhalb von Stockholm ist er häufig umgezogen, lebte teilweise auf Norrmalm, Riddarholm und in Vasastaden. Während seiner Jugend starb die Mutter an Tuberkolose. Der Vater tröstete sich schnell mit der 22jährigen Erzieherin seiner Kinder, die er schnell heiratete. Vater und Sohn hatten eine schwierige Beziehung, was den Filius zunehmend religiöser werden ließ.</p>
<p>1867 begann er in Uppsala Ästhetik und Sprachen zu studieren, zwischenzeitlich hatte er auch ein Medizinstudium angefangen. Das alles lief aufgrund mangelnden finanziellen Ressourcen nicht so richtig rund. Er versuchte sich nebenbei Geld zu verdienen als Lehrer, Jagdhelfer und als Statist am Dramatischen Theater in Stockholm. Auch dies war nicht das Gelbe vom Ei. 1873 zog er zurück nach Stockholm und arbeitete kurzfristig als Redakteur bei Dagens Nyheter. Von 1974 bis 1882 hatte er einen Posten als Sekretär in der Königlichen Bibliothek, die es ihm erlaubte, sich schriftstellerisch zu betätigen. In dieser Zeit entstand eines seiner bekanntesten Werke: Mäster Olof (Meister Olof). 1779 erfolgte dann der Durchbruch als Schriftsteller mit der Gesellschaftssatire Röda Rummet (Das rote Zimmer).</p>
<p><span id="more-1583"></span></p>
<p>Strindberg beließ es allerdings nicht dabei, sich über seine Mitmenschen zu mokieren, sondern kritisierte auch staatliche Autoritäten. Diese waren naturgemäß nicht so glücklich darüber. Irgendwann war Strindberg die Kritik leid und zog nach Nord-Frankreich. Weitere Station war die Schweiz, bis er 1889 zurück nach Stockholm ging. Hier ließ er sich von seiner ersten Frau Siri scheiden, um anschließend nach Berlin zu gehen. Dort traf er eine österreichische Journalisten, die er auf der Nordseeinsel Helgoland heiratete. Dies allerdings nur ein einjähriges Intermezzo, bis es ihn zu weiteren Frauen zog.</p>
<p>Von 1895 bis 1897 durchlebte er, was viele Künstler quer durch Europa während der so genannten belle époque durchlebten: eine würzige Mischung aus Alkoholismus, Depressionen, Schreibblockade und Ablehung von jedem und allem. Getränk der Stunde war der Absinth. Die grüne Modedroge stand in Veruf Halluzinationen hervorzurufen. Wie jeder Alkohol trübt er zumindest die Sinne. Da während der Zeit zusätzlich noch billiger Alkohol hinein gemischt wurde, war es ein weit verbreitetes Getränk und der Begriff des Wermutbruder entstand (Wermut ist die Pflanze, auf die der hochprozentige Likör beruht).</p>
<p>Im Gegensatz zu anderen Künstlern kam Strindberg recht schnell aus diesem Tief wieder raus und trat in seine produktivste Phase ein. Generell war Strindberg ein fleißiger Stückeschreiber. Ab 1907 hatte er mit dem Intimen Theater seine eigene Wirkungsstätte, in der er sich als Dramaturg und Regisseur voll ausleben konnte. In dieser Zeit legte er seinen Fokus wieder aus gesellschaftskritische Stücke, was ihm Bewunderung von Seiten der erstarkenden Arbeiterbewegung einbrachte. Auch wenn er nicht in Geld schwamm, so konnte er doch gut von seiner Arbeit leben und zog in den berühmten Blauen Turm in der Drottningsgatan in der Mitte von Stockholm. In diesem Gebäude ist heute das kleine Strindberg-Museum untergebracht, in dem man seine damaligen Einrichtungsstücke und alte Schriften ansehen kann.</p>
<p>Gestorben ist Strindberg mit 62 Jahren an Magenkrebs. Begleitet von einem 60.000köpfigen Trauerzug wurde er auf dem Nordfriedhof begraben. Strindberg war nicht nur für Schweden ein bedeutender Dichter, sondern beeinflusste auch Autoren in anderen europäischen Ländern. Er hatte Kontakt zu den großen Köpfen seiner Zeit, darunter Friedrich Nietzsche, Max Reinhard und Edvard Munch. Neben der Schriftstellerei widmete er sich auch der Malerei und Fotografie. Sowohl sein Verhältnis zu Frauen als auch zur Religion ist höchst ambivalent und beschäftigt Wissenschaftler seit mehreren Jahrzehnten. Sicherlich war er kein einfacher Charakter, litt er doch zeit seines Lebens an psychischen Problemen. Eindeutig war August Strindberg eine bedeutende Persönlichkeit und brachte in seinen Stücken die Probleme der Zeit zum Vorschein.</p>
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		<title>Vaxholm: Ausflugsziel vor den Toren Stockholms</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 15:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Gegensatz zu anderen Großstädten ist Stockholm relativ grün und weniger hektisch. Trotzdem möchte die Stockholmerin oder der Stockholmer in der schönen Sommerzeit auch mal ins Grüne fahren. Und da bietet sich ein Ausflug ins nahe gelegene Vaxholm an. Vaxholm ist sowohl eine Gemeinde (11.000 Einwohner) als auch eine Stadt (knapp 5.000 Einwohner) und setzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Gegensatz zu anderen Großstädten ist Stockholm relativ grün und weniger hektisch. Trotzdem möchte die Stockholmerin oder der Stockholmer in der schönen Sommerzeit auch mal ins Grüne fahren. Und da bietet sich ein Ausflug ins nahe gelegene Vaxholm an. Vaxholm ist sowohl eine Gemeinde (11.000 Einwohner) als auch eine Stadt (knapp 5.000 Einwohner) und setzt sich aus 70 Inseln zusammen, von denen 57 bewohnt werden.</p>
<p>Vaxholm ist ein bedeutender Vorort 35 km nördlich von Stockholm. Aufgrund seiner relativ zentralen Lage in den Schären halten hier eine Vielzahl der Fähren der Umgebung. Viele Touristen und Ausflügler nutzen die Chance in Stockholm einzusteigen und sich bequem per Boot in den Urlaubsort bringen zu lassen. Wer es günstiger möchte, kann auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Vaxholm reisen. Mit der U-Bahn bis Danderyds Sjukhus und dann in den Bus. Auch dies dauert nur eine Stunde.</p>
<p>An der Einwohnerzahl lässt sich leicht erkennen, dass Vaxholm nicht der Ort für vergnügungssüchtige Touristen ist. Kleinstadtflair bestimmt den Ort. Für Besucher gibt es Fisch in verschiedenen Variationen. Oder man kann das Kastell Vaxholm besuchen. Kastellet ist eine Festung, die es seit dem 16. Jahrhundert gibt und die in der folgenden Zeit stetig verstärkt wurde. Es galt der Verteidigung des Seeraums rund um Stockholm. Zwischenzeitlich wurde es auch als Gefängnis benutzt. Dies bietet sich insofern an, als dass Kastellet auf einer kleinen Insel liegt, die 10-20 Meter von der Vaxholmer Hauptinsel entfernt liegt. Heutzutage kann die Festung nur im Sommer besucht werden. Eine Ausstellung über die Festung und den Küstenschutz der Region ist dort zu sehen. Und vor einigen Jahren wurde die Anlage als Gefängnis-Kulisse für eine Pippi-Langstrumpf-Verfilmung genutzt.</p>
<p>Wenn es auch keinen aufwendigen Freizeitpark oder Shoppingzentren in Vaxholm gibt, so kann man doch die verschiedensten Sportarten ausprobieren: natürlich im Bereich Wassersport: Wasserski, Rudern, Kanufahren, Segeln. Ansonsten Golf oder für den kleineren Geldbeutel auch Minigolf, Reiten, Tennis, Schwimmen, Wandern und Fußball. Und natürlich gibt es die vor allem bei deutschen Touristen so beliebten Holzhäuser in roten Farben. Typisch für die Küstenregion sind jedoch eher die Pastelltöne, welche somit auch betrachtet werden können. Und wenn man sich an der Kleinstadtidylle satt gesehen hat, kann man sich in die nächste Fähre nach Stockholm setzen und den Tag bei bei leichtem Seegang angenehm ausklingen lassen.</p>
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		<title>Tyska Kyrkan &#8211; Gamla Stans Spitze</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 19:55:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kirche]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Gamla Stan ist die Altstadt Stockholms. Im Sommer streifen Tausende von Touristen täglich durch die schmalen Gassen und etlichen Butiken und Geschäfte vor Ort. Was viele dabei vermutlich nicht wissen: Das höchste Gebäude der Altstadt ist mit 96 Metern wie so oft eine Kirche. Allerdings keine originär schwedische, sondern die Tyska Kyrka, die deutsche Kirche. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1562" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/06/764px-Tyska_kyrkan_2009x.jpg"><img class="size-medium wp-image-1562" title="Tyska Kyrkan, Foto: Holger Ellgaard" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/06/764px-Tyska_kyrkan_2009x-300x235.jpg" alt="Tyska Kyrkan, Foto: Holger Ellgaard" width="300" height="235" /></a><p class="wp-caption-text">Tyska Kyrkan, Foto: Holger Ellgaard</p></div>
<p>Gamla Stan ist die Altstadt Stockholms. Im Sommer streifen Tausende von Touristen täglich durch die schmalen Gassen und etlichen Butiken und Geschäfte vor Ort. Was viele dabei vermutlich nicht wissen: Das höchste Gebäude der Altstadt ist mit 96 Metern wie so oft eine Kirche. Allerdings keine originär schwedische, sondern die Tyska Kyrka, die deutsche Kirche. In der auch deutsche Gottesdienste abgehalten werden. Das bedarf einer Erklärung:</p>
<p>Das Kirchengebäude entstand um 1570 in den Hochzeiten der Hanse. Die Hanse war damals eine der wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Vereinigungen. Ihr Einflussgebiet erstreckte sich damals auch über Schweden. Auch wenn im schwedischen Raum eher Handel mit der Stadt Ystad auf Gotland erfolgte, war das aufstrebende Stockholm nicht zu vernachlässigen. So gründeten deutsche Kaufmänner mit Erlaubnis des damaligen schwedischen Königs Johan III. ein Gildehaus im damaligen Zentrum Stockholms. Doch noch im 16. Jahrhundert erfolgte der Umbau zur Kirche. Hier zog die 1571 gegründete St. Gertruds Versammlung ein. Im 17. Jahrhundert wurden noch einmal Baumaßnahmen ergriffen, um die Kirche zu vergrößern. Ein Großbrand in der schwedischen Hauptstadt erforderte den Neuaufbau des Turmes. Das war 1886 in Zeiten als Deutschland sich als Großmacht aufspielen wollte. Prompt wurde der Turm 96 Meter hoch und überragte alle angrenzenden schwedischen Gebäude.</p>
<p><span id="more-1556"></span></p>
<p>Noch heute gibt es evangelischen deutschsprachigen Gottesdienst in der Kirche. Gedacht für deutschsprachige Stockholmer und die älteste deutsche Auslandsgemeinde. Der jeweilige Pfarrer oder die jeweilige Pfarrerin werden aus Deutschland für einen Zeitraum von sechs Jahren entsandt. Trotzdem gehört das Gebäude und die Versammlung zur schwedischen Kirche. Geboten wird hier das übliche Kirchenprogramm aus Taufe, Hochzeit, Beerdigung und Gesprächskreisen. Allerdings darf nicht jeder dieser Gemeinde beitreten. Die 2000 derzeitigen Mitglieder müssen aus einem deutschsprachigen Land kommen oder wenigstens Vorfahren haben, die das von sich behaupten können.</p>
<p>Über die Aktivitäten innerhalb des Gebäudes möge jeder selbst urteilen. Für Stockholm gehört aber die in seinem Herzen gelegene Kirche zu den Wahrzeichen der Stadt.</p>
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		<title>T-Centralen: Knotenpunkt Stockholms</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 20:21:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt Orte, die hasst man und liebt man zugleich. Bahnhöfe sind solche Orte. Kommt man müde von der Arbeit, gibt es nichts Nervigeres als einen trubeligen Bahnhof, in dem man sich mit Tausenden von anderen Menschen durch die schmalen Gänge schiebt und sich darüber ärgert, den direkten Anschlusszug nicht bekommen zu haben. Gleichzeitig ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1452" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/03/t-centralen_Michell_Zappa.jpg"><img class="size-medium wp-image-1452 " title="Spottkoppen (Foto: Michell Zappa)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/03/t-centralen_Michell_Zappa-300x200.jpg" alt="Spottkoppen Foto: Michell Zappa" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Spottkoppen (Foto: Michell Zappa)</p></div>
<p>Es gibt Orte, die hasst man und liebt man zugleich. Bahnhöfe sind solche Orte. Kommt man müde von der Arbeit, gibt es nichts Nervigeres als einen trubeligen Bahnhof, in dem man sich mit Tausenden von anderen Menschen durch die schmalen Gänge schiebt und sich darüber ärgert, den direkten Anschlusszug nicht bekommen zu haben. Gleichzeitig ist ein großer Bahnhof ein fantastischer Ort, um sich seine Mitmenschen oder auch den Querschnitt der Bewohner eines anderen Landes anzusehen. Am Bahnhof treffen sich Menschen jeden Alters, jeder Weltanschauung und jeder Schicht.</p>
<p>In Stockholm setzt sich der Hauptbahnhof zusammen aus Stockholm Centralstation (Stockholm C) für den Zugverkehr, T-Centralen für den U-Bahnverkehr und Cityterminalen für den Busverkehr. Sie liegen aber direkt neben- und untereinander, so dass man meist nicht genau weiß, in welchem Teil des Bahnhofs man sich jetzt eigentlich befindet. Neben der Eisenbahn hält hier auch die S-Bahn (der so genannte Pendeltåg), Stadtbusse, Flughafenbusse und der Arlanda-Express (ein Schnellzug vom Flughafen Arlanda zum Hauptbahnhof, der ca. 20 Minuten für die Strecke benötigt). Da verwundert es nicht, dass man die Anlage einige Mal durchquert haben muss, um sich nicht mehr zu verlaufen und dort rauszukommen, wo man auch wirklich hinwollte. Schätzungsweise 450.000 Menschen tummeln sich Tag für Tag in den Gängen und Hallen des Hauptbahnhofs.</p>
<p><span id="more-1451"></span></p>
<p>Aufgrund der Größe des Komplex muss man zum Teil für das Umsteigen recht weite Wege auf sich nehmen. Am tiefsten in der Erde liegt die blaue U-Bahnlinie. Von dieser zum Pendeltåg oder &#8211; noch schlimmer &#8211; zu den Flughafenbussen vergehen einige Meter Fußweg. Im so genannten Stresstunnel zwischen den U-Bahnlinien und den S-Bahn-Schienen rauschen die Menschen nur an einem vorbei. Gemächlicher geht es da schon in der großen Eisenbahnhalle zu. Diese wurde 1925 bis 1927 umgebaut. Die seit der Eröffnung des Bahnhofs 1871 (die Eisenbahn kam recht spät nach Schweden) benutzten Hallen wurde zu diesem Zweck wieder abgerissen. Die neue Wartehalle ist 119 Meter lang und 13 bzw. 28 Meter breit und hat ein ellipsenartiges Dach. Im Gegensatz zu manch deutschem Bahnhof gibt es eine Reihe von Sitzgelegenheiten und auch ausreichend Geschäfte, um sich die Wartezeit zu vertreiben. Beliebter Treff- und Aussichtspunkt ist der Spottkoppen. Von der großen Wartehalle kann man hier ein Stockwerk tiefer schauen in die Ebene der Stockholmpendler. Und besonders originell: Für die Blaublüter gibt es sogar einen eigenen Raum im südöstlichen Teil des Bahnhofs, die königliche Wartehalle.</p>
<p>1958 wurde an den Hauptbahnhof der T-Centralen rangebaut. Das T steht für das schöne Wort Tunnelbana, so wird die U-Bahn in Stockholm genannt. T-Centralen ist die einzige Station, an der sich alle drei U-Bahnlinien treffen. Die blaue Linie ist die jüngste (1972 eingeweiht) und die tiefste, da sie 32 Meter unter der Erde liegt. Wie die anderen Stockholmer U-Bahnstationen haben auch die Plattformen ein besonderes Design. Weniger aufregend ist das von der grünen und roten Linie. Die blaue Linie wurde aber schmuck in Szene gesetzt. Es lohnt sich also nach ganz unten zu fahren.</p>
<p>Über der U-Bahnstation ist sowohl die Klara Kirche als auch das große Kaufhaus Åhléns. In Richtung Stadt kommt man direkt vor dem Kulturhuset und dem Sergels Torg raus und ist mitten in der City. Die oft als hässlich kritisierte &#8220;Platte&#8221; bietet die ersten Shops für Kaufsüchtige, die am liebsten ein Dach über dem Kopf haben. Eine zentrale Lage hat der Bahnhof somit unbestreitbar. Und er bietet viele Reise- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Ein Hoch auf den öffentlichen Verkehr.</p>
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		<title>Tummelplatz Kungsträdgården</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 10:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalfeiertag]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtkultur]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Woche gabs den ersten Schneeregen in Berlin. Die Temperaturen lagen in etwa auf derzeitigem schwedischen Niveau. Der tristeste Monat zeigt sich von seiner bekannten Seite. Um ihn zu überbrücken, fahren die Städte Unterhaltungsangebote für die Bevölkerung auf. Auf dem Potsdamer Platz wurde eine Winterwelt geschaffen mit einer Schneerampe, die man auf Snowtubes (etwa: Gummireifen) runterdüsen kann sowie einigen Buden und einer Schlittschuhfläche. In Stockholm eröffnen derzeit ebenfalls die ersten Eisbahnen, darunter diejenige an prominenter Stelle im Kungsträdgården.</p>
<div id="attachment_1270" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/11/kungstraedgarden_plassen.jpg"><img class="size-medium wp-image-1270" title="Eisbahn im Kungsträdgården (Foto: Plassen)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/11/kungstraedgarden_plassen-300x217.jpg" alt="Eisbahn im Kungsträdgarden (Foto: Plassen)" width="300" height="217" /></a><p class="wp-caption-text">Eisbahn im Kungsträdgården (Foto: Plassen)</p></div>
<p>Der Kungsträdgården liegt im Zentrum Stockholms auf der Insel Norrmalm. Gleich in der Nähe ist das große Kaufhaus NK (Nordiska Kompaniet), in dem vor einigen Jahren Anna Lindh ermordet wurde. Sergels Torg und das Königliche Schloss sind ebenfalls dicht bei. Auch das Sverigehuset mit der Touristeninformation befindet sich am Rande des Platzes. Und natürlich Maxburger, die schwedische Fastfoodkette, die Qualitätsburger anbieten möchte.</p>
<p><span id="more-1264"></span></p>
<p>Kungsträdgård bedeutet in etwa Königlicher Garten. Unter einem Garten stellen sich allerdings viele Menschen etwas anderes vor. Auch der Begriff Park trifft es meiner Meinung nach nicht so genau, da zuviel Beton im Spiel ist. Es ist eher ein Platz mit versprengten Bäumen. Trotzdem nicht unattraktiv. Sein Aussehen hat er allerdings in den über 280 Jahren seines Bestehens stark verändert. Zunächst war es ein Lustgarten für die Adeligen der Stadt und somit nicht für die Allgemeinheit geöffnet. Irgendwann wollten die Adeligen mehr Licht und ordneten die Entfernung von Bäumen an. Immerhin fielen wenig später auch die Mauern des Areals.</p>
<p>Noch heute liegt der Platz in exponierter Lage. Die großen Banken siedelten sich hier an, das Grand Hotel als eines der teuersten Hotels der Stadt liegt in Sichtweite, Oper, Schloss und Reichstag sind ebenfalls in der Nähe. Nördlich des Kungsträdgården beginnt außerdem das Viertel der Reichen, Jungen und Schönen: Östermalm. Hier finden sich teure Kleidungsstücke, Möbel, Accessoires und ein McDonalds mit Lederstühlen. Den Stadtteil beim Besuch auf keinen Fall auslassen, repräsentiert er doch einen Teil der schwedischen Bevölkerung und Kultur.</p>
<p>Der Kungsträdgården hingegen ist für alle da. Hier werden das ganze Jahr über Attraktionen und Veranstaltungen geboten. Aktuell wie bereits erwähnt die Eisbahn. Diese ist rund und umrahmt eine der beiden Karl-Statuen (die beiden Gründer des Parks). Stockholmer zieht es hier so gut wie nicht hin. Die meisten Schlittschuhläufer sind Touristen aus aller Welt. Der Anteil Südländer, die zum ersten Mal auf Schlittschuh stehen, ist relativ hoch, also wachsam fahren und nicht nervös werden, wenn sich jemand an deine Jacke hängt.</p>
<p>Ende November beginnt außerdem der Weihnachtsmarkt, wobei ich an anderer Stelle schon einmal darauf hingewiesen habe, dass man <a href="http://www.mikado-82.de/weihnachtmaerkte/">seine Erwartungen nicht zu hoch</a> stecken sollte. Weihnachtsmärkte in Stockholm sind sehr überschaubar. Im Sommer gibt es viele Festivals und Liveveranstaltungen. Rund um die Anlage finden sich Restaurants, die für gewöhnlich sehr stark frequentiert werden. Und am Nationalfeiertag, dem 6. Juni, gibt&#8217;s Gaudi und Papierflaggen in gelb-blau für alle. Kurzum: Wer in Stockholm wohnt oder es besucht, kommt an dieser Ecke nicht vorbei.</p>
<p>Nicht verpassen sollte man übrigens auch die U-Bahnstation Kungsträdgården. Die Endstation der blauen Linie gehört nämlich zu den am schönsten gestalteten Stationen der Stadt. Wer Großstadtflair haben möchte, sollte auch die eine Station bis zum Hauptbahnhof per Tunnelbana fahren und kann dann die Rollbänder bestaunen und begehen. Um den relativ weiten Weg zu den anderen U-Bahnlinien zu verkürzen, wurden hier eine Art Fließbänder mit leichter Steigung installiert. Auf denen hat man ein wenig das Gefühl zu schweben und besonders dynamisch zu gehen, bis man dann zurück auf den harten Boden geschubst wird.</p>
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		<title>Stockholms inoffizielle Hymne</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 19:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja, sie singen gerne, die Schweden. Während bei uns jeder Happy Birthday-Song nur genuschelt und eifrig aufs Textblatt gelugt wird, weil man sich plötzlich nicht mehr an den Text erinnert, ertönen fröhliche Töne aus schwedischen Kehlen. In Schweden ist man froh, wenn man singen darf. Beispielsweise an den ganzen Feiertagen. Lucia (Lichterfest am 13.12.) und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, sie singen gerne, die Schweden. Während bei uns jeder Happy Birthday-Song nur genuschelt und eifrig aufs Textblatt gelugt wird, weil man sich plötzlich nicht mehr an den Text erinnert, ertönen fröhliche Töne aus schwedischen Kehlen. In Schweden ist man froh, wenn man singen darf. Beispielsweise an den ganzen Feiertagen. Lucia (Lichterfest am 13.12.) und Weihnachten sind ohne Singen schlicht undenkbar. Vermutlich weil es gleichzeitig ein gemeinsamer Akt ist, ein Akt der Besinnung und Ausdruck der Freude.</p>
<p>Was liegt da näher als seiner geliebten Heimatstadt ein Lied zu widmen.  1961 schrieb Beppe Wolgers einen schwedischen Text zum internationalen Hit &#8220;Walking my baby back home&#8221;. Heraus kam &#8220;Sakta vi gå genom stan&#8221;, eine Ode an das schöne Stockholm, die große Popularität erlangte. Pop- und Schlagerstar Charlotte Perrelli (vormals Nilsson) sang diesen Hit beim Allsång-Fest im Freilichtmuseum Skansen. Wie man im Video sehen kann, regt das Lied viele Menschen zum Schunkeln und Träumen an.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/kkP1X69Ie0g&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/kkP1X69Ie0g&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><span id="more-1235"></span></p>
<p>Text und Melodie sind zugegebenermaßen sehr simpel gehalten. Sakta vi gå genom stan bedeutet in etwa &#8220;Wir gehen langsam/bedächtig durch die Stadt&#8221;. Dann wird beschrieben, wie grün und ruhig die Stadt ist. Außerdem die entspannte Atmosphäre geschildert, wenn man nachts alleine durch Stockholm flaniert, während man auf dem Weg nach Hause ist. Ein Mann in einem Boot und die Västerbron, eine große von der Innenstadt sichtbare Brücke, werden ebenfalls erwähnt. Wie so oft wird nur das Stockholm im Sommer gelobt, weil die meisten Schweden die Stadt im Winter am liebsten schnell verlassen und ab in den warmen und hellen Süden fliegen würden. Dabei kann es natürlich auch im Winter sehr schön sein.</p>
<p>Der Erfolg des Liedes beruht wohl auf dem Wiedererkennungseffekten und der Rede von &#8220;mein Stockholm&#8221;. Lokalpatriotismus spielt eine weitere Rolle, der im Falle der Perle des Nordens aber ja auch gerechtfertigt ist. Musikalisch ist das Lied sicher keine Meisterleistung, aber es erfüllt seinen Zweck. Es gelingt ihm, viele Menschen zu verbinden und ihnen bewusst zu machen, in was für einer schönen Stadt sie leben.</p>
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		<title>Schmuckes Sigtuna</title>
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		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 15:42:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Wikinger]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz in der Nähe von Stockholm befindet sich eine der ältesten Städte Schwedens: das nur 7.000 Einwohner große Sigtuna. Ein schöner Ort für einen Tagesausflug entweder aus Uppsala oder Stockholm und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.
Eine wechselhafte Geschichte hat das schmucke Städtchen durchgemacht. Nachdem die Bedeutung des Wikingerstandorts  Birka  im 10. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_908" class="wp-caption alignright" style="width: 226px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/07/sigtunaa.jpg"><img class="size-medium wp-image-908" title="Marktplatz Sigtuna" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/07/sigtunaa-300x225.jpg" alt="Marktplatz Sigtuna" width="216" height="162" /></a><p class="wp-caption-text">Marktplatz Sigtuna</p></div>
<p>Ganz in der Nähe von Stockholm befindet sich eine der ältesten Städte Schwedens: das nur 7.000 Einwohner große Sigtuna. Ein schöner Ort für einen Tagesausflug entweder aus Uppsala oder Stockholm und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.</p>
<p>Eine wechselhafte Geschichte hat das schmucke Städtchen durchgemacht. Nachdem die Bedeutung des Wikingerstandorts <a href="http://www.mikado-82.de/birka"> Birka </a> im 10. Jahrhundert abgenommen hat, wurde Sigtuna ein wichtiger Standpunkt für die Region. 980 n. Chr. soll sie von dem König Erik Segersäll gegründet worden sein. Kurze Zeit später wurden hier die ersten schwedischen Münzen geprägt. Mitte des 11. Jahrhunderts wurde der Ort im Zuge der zunehmenden Christianisierung sogar Bischofssitz. Der Aufstieg hielt an und weitere Kirchen und sogar ein Kloster wurden gebaut.</p>
<p><span id="more-904"></span></p>
<div id="attachment_910" class="wp-caption alignleft" style="width: 168px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/07/sigt-x.jpg"><img class="size-medium wp-image-910" title="Runenstein" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/07/sigt-x-225x300.jpg" alt="Runenstein" width="158" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Runenstein</p></div>
<p>Im 12. Jahrhundert entstanden allerdings mächtige Konkurrenten für den kleinen Ort: Uppsala und Stockholm, welche stetig wuchsen. Konsequenz war der schrittweise Bedeutungsverlust. Mitte des 12. Jahrhunderts wurde der Bischofssitz ins angrenzende Uppsale verlegt. Zu Zeiten der Reformation wurde das Kloster abgerissen und die Kirchen dem Verfall ausgesetzt. Von diesen sind heute nur noch Ruinen zu sehen.</p>
<p>Der Aufschwung kam erst wieder im 20. Jahrhundert. Neue Schulen steigerten das Ansehen des Örtchens. Beliebt wurde Sigtuna auch bei Menschen, die in Stockholm arbeiten, aber lieber ganz im Grünen leben wollten. Und nicht zuletzt der Flughafenbau im nahe gelegenen Arlanda um 1960 gab wichtige Impulse.</p>
<div id="attachment_915" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/07/sigt-iii.jpg"><img class="size-medium wp-image-915" title="Im Ortskern" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/07/sigt-iii-300x225.jpg" alt="Im Ortskern" width="210" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Im Ortskern</p></div>
<p>Heute ist Sigtuna ein idyllischer &#8211; fast schon kitschiger &#8211; Touristenort mit einem Ortskern bestehend aus verschieden buntgemalten Holzhäuschen und kleinen Handwerks- und Souvenirläden. Trotz der frühen Christianisierung sind auch noch viele Runensteine und Überreste der ausklingenden Wikingerzeit zu besichtigen. Im Sommer gibt es viele Feste, im Stil des 19. Jahrhunderts verkleidete Menschen und Touristenangebote. Ein Museum erzählt von der Geschichte des Ortes und den sehr erfolgreichen archäologischen Grabungen von 2006. Und ansonsten lässt sich auch ganz einfach die schöne Natur am Wasser genießen.</p>
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		<title>Birka &#8211; Handelsstützpunkt der Wikinger</title>
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		<pubDate>Tue, 05 May 2009 20:02:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
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		<category><![CDATA[Wikinger]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mai ist gekommen und damit die Ausflugszeit. Ein guter Zeitpunkt, die schwedische Natur zu genießen. Um so besser, wenn es zeitgleich möglich ist, sich kulturell zu bilden. Möglich ist diese Kombination bei einem Ausflug zum Weltkulturerbe Birka/Hovgården nahe Stockholm.
Birka und Hovgården liegen auf zwei Inseln im Mälaren. Zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert, und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Mai ist gekommen und damit die Ausflugszeit. Ein guter Zeitpunkt, die schwedische Natur zu genießen. Um so besser, wenn es zeitgleich möglich ist, sich kulturell zu bilden. Möglich ist diese Kombination bei einem Ausflug zum Weltkulturerbe Birka/Hovgården nahe Stockholm.</p>
<div id="attachment_724" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/05/100_5174x.jpg"><img class="size-medium wp-image-724" title="Wunderschöne Aussicht auf den Mälaren" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/05/100_5174x-300x225.jpg" alt="Wunderschöne Aussicht auf den Mälaren" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Wunderschöne Aussicht auf den Mälaren</p></div>
<p>Birka und Hovgården liegen auf zwei Inseln im Mälaren. Zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert, und somit in der Zeit der Wikinger, war Birka der wichtigste Handelsplatz Skandinaviens. Sie gilt zuweilen auch als erste Stadt Schwedens (das es aber damals noch nicht gab). Hovgården hingegen war sowohl Königssitz als auch Königsfriedhof mit seinen Hügelgräbern. Aufgrund seiner optimalen Lage wurde Birka ein bedeutendes Handelszentrum. Birka lag an der Ostsee, allerdings etwas geschützter in einem Gebiet, das damals noch als Bucht des Meeres galt. Gleichzeitig führte der Mälaren zu wichtigen Wasserwegen bei Stockholm und Södertälje. Dadurch, dass der Ort umgeben von Wasser ist, war er leicht gegen Feinde zu verteidigen, die aufgrund des guten Ausblicks schnell entdeckt wurden.</p>
<p><span id="more-715"></span></p>
<p>Eine Fahrt von Stockholm (Abfahrt neben dem Stadshuset mit <a href="http://www.stromma.se/sv/Skargard/Stromma-Kanalbolaget/dagsutflykter/"> Strömma) </a> dauert mit dem Ausflugsschiff etwa 1 1/2 bis 2 Stunden und führt vorbei an idyllischen Ufern und teuren Villen und Ferienhäusern. Aber auch auf der Insel wird den Besuchern einiges geboten. Es gibt ein Museum zum Ort, ein Restaurant und Führungen über Björko auf Schwedisch und auf Englisch. Die Führungen werden von kompetenten Führern und Archäologen angeboten, welche einige Vorurteile über die Wikinger berichtigen können. Beispielsweise war nur ein verschwindend geringer Anteil der Wikinger auf Beute- und Raubzügen: unter 10% der damaligen Bevölkerung. Wie in anderen Regionen auch, lebte man von Landwirtschaft und Handel. Handelsgüter waren vermutlich hauptsächlich Eisen, Pelze oder Bernstein. Auch die Klischeehelme mit Hörner gab es damals nicht, sondern sind eine Erfindung deutscher Operregisseure im 19. Jahrhundert.</p>
<div id="attachment_725" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/05/100_5177.jpg"><img class="size-medium wp-image-725" title="Landschaft Birkas mit Hügelgräbern" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/05/100_5177-300x225.jpg" alt="Landschaft Birkas mit Hügelgräbern" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Landschaft Björkos mit Hügelgräbern</p></div>
<p><a href="http://www.stromma.se/sv/Skargard/Stromma-Kanalbolaget/dagsutflykter/"> </a>Die Archäologen arbeiten natürlich nicht nur als Reiseführer, sondern graben auch noch auf den Inseln. Da sie von der schwedischen Regierung jedoch mit schwankenden Geldsummen bedacht werden, sind die Aktivitäten mal mehr mal weniger stark. Derzeit werden außerdem rekonstruierte Hütten und Arbeitsstätten aufgebaut und ein Dutzend Menschen wohnt tatsächlich noch an diesem entlegenen Ort. Unklar ist bis heute, warum genau Birka ab dem 10. Jahrhundert an Bedeutung verloren hat. Seine Rolle als wichtigstes Handelszentrum hat es an Sigtuna, einem netten Ort nahe Uppsala, verloren. Aber das ist eine andere Geschichte und ein weiterer lohnenswerter Ausflug ins Umland von Stockholm.</p>
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