Kampf den Vorurteilen!
Schweden das sind Elche, Midsommar und entlegene Seen. Dies ist zumindest das in Deutschland weit verbreitete romantische Bild des Landes. Dabei gibt es Elche nicht nur in ganz Skandinavien, sondern auch in anderen Teilen der Welt. Zudem sind die Tiere objektiv betrachtet ziemlich hässlich und werden oft als harmlos unterschätzt. Midsommar wird vor allem gefeiert, um veraltetes schwedisches Brauchtum aufrecht zu erhalten und/oder sich mehr oder weniger gepflegt zu betrinken. Und die Freude an den schönen schwedischen Seen und der Landschaft nimmt bei vielen Menschen ganz schnell ab, wenn im Sommer Millionen von Mücken das Land heimsuchen. Kurz – es ist nicht alles Gras was grün ist. Ohne Frage ist Schweden ein wunderschönes Land, aber es hat auch mehr zu bieten als der Durchschnittsdeutsche sich vorstellt.
Fragt man eine Schwedin nach ihrer Hauptstadt, so wird sie behaupten, dass Stockholm nicht typisch schwedisch sei. Wie in anderen Ländern auch sind die Hauptstadt und ihre Bewohner nicht sonderlich beliebt im Lande – werden als arrogant und oberflächlich abgestempelt (in schwedischen Filmen ein weit verbreitetes Motiv). Ich behaupte nun aber, dass Stockholm sehr wohl typisch schwedisch und zudem ein ausgezeichneter Ort zum Leben ist. Die Stadt ist jung, chic und strahlt eine unglaubliche Ruhe und Freundlichkeit aus!In den weiteren Artikeln soll es aus diesem Grunde darum gehen, meine Behauptung mit Argumenten und Anekdoten zu stützen, aufzuzeigen, ob auch andere Personen dieser Ansicht sind und der Versuch gemacht werden, die unbeugsamen deutschen Vorurteile zumindest etwas weicher zu klopfen.
