Très chic – Modetrends

H&M-Frühlingsmode in Schweden

H&M-Frühlingsmode 2008 in Schweden

Wie in jeder Großstadt ist es auch in Stockholm spannend, sich die verschiedenen Menschen anzusehen. Besonders geeignet dazu sind natürlich Plätze, die von vielen Menschen passiert werden. Somit in Stockholm T-Centralen (Hauptbahnhof) mit dem Stresstunnel (dem Weg zur Tunnelbana, der U-Bahn, der in der Rushhour wirklich von Tausenden Gestressten genutzt wird), Slussen und Södermalm.

Bei genauerer Betrachtung lassen sich gewisse Modekategorien und Trends erkennen. Es gibt alles: von extrem chic bis zum Schlabberlook. Besonders die jüngeren Schweden zeichnen sich dadurch aus, dass sie versuchen, sich einem bestimmten Stil anzupassen. Oder einen Stil prägen – je nach Sichtweise.

Schön beispielsweise der Schlabberlook. Sprich: Die modisch getragene Jogginghose, gerne grau oder schwarz, eine besondere Marke ist nicht wichtig. Konsequent aber das Tragen von Turnschuhen dazu. Häufig anzutreffen ist dabei, dass die (Sport-)socken über den Hosensaum gehen. Was im Winter wenigstens noch praktische Gründe hat, da ansonsten die Hose in den Pfützen oder im Schnee landen würde, sieht im Sommer dann eher dämlich aus. Überraschend wahrscheinlich die Tatsache, dass vor allem Mädchen und Frauen sich auf diese Weise kleiden. Viele mit Migrationshintergrund, aber nicht nur.

Der Trend zu weiten Kleidern ist aber weiter verbreitet. Sehr häufig zu sehen die Kombination aus hautenger Hose oder extrem kurzem Rock und dazu ein weites Oberteil. Tailliert ist out, ab Brusthöhe werden die Kleidungsstücke breiter. Vielleicht ein Zugeständnis an die vielen Schwangeren in Schweden (laut Stastitik zumindest). Trend 2008 waren zudem lange T-Shirts, die über das Gesäß gehen. Häufig dann aber nur mit einer Strumphose getragen (wenn überhaupt – die Schwedinnen gehen offensiv mit ihrem Körper um). Dazu Ballettschühchen in Pastellfarben. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.

Typische Rocklänge und Röhrenhose

Schwedische Männer fallen bei vielen Nicht-Schweden durch das Tragen von engen Röhrenhosen (meist in Jeansform) auf. Dank der Tatsache, dass Männer im Allgemeinen einen weniger ausgeprägten Hintern haben, hängt dann die Hose zuweilen in den Kniekehlen. Muss aber nicht, kann auch gut aussehen. “In” sind auch Mützen und Hüte, zum Beispiel im Stile von Justin Timberlake (der Vergleich resultiert aus meiner mangelnden Modekenntnis – bitte um Verzeihung). Jeans- und Lederjacken werden auch häufig getragen.

Stilecht auch der Rockerlook. Rocker im Sinne von 80er-Jahre Guns n? Roses oder Metallica-Fans mit langer wilder Matte. Dazu halt die Jeans- oder Lederjacke mit einer Masse an Aufnähern (auch hier ist mir der Fachterminus entfallen). Stiefeln oder Docs und – ganz grausig – Stirnbänder, um die Mähne zu bändigen.

Im krassen Gegensatz dazu tragen viele schwedische Jungen und Männer kurzes sehr glatt gestyltes blondes Haar. Dies kommt auch häufiger bei den schwedischen Jungreichen vor, von denen es in Östermalm nur so wimmelt. Teurer Mantel und gegelte Haare sind hier Statussymbole.

Allgemein gelten die Schweden als ein “gut” gekleidetes Volk. “Gut” im Sinne von Designern und Modekennern. Aber wie oben geschildert, gibt es auch hier ein buntes Potpourri an Menschen und Stilen. Wäre ja auch langweilig sonst…


Ein Kommentar zu “Très chic – Modetrends”


  1. Oberflächlich wie ich bin, war und immer sein werde, habe ich den Text noch nicht ganz gelesen, aber das Foto gefällt mir. Hammer! Da ärgere ich mich jetzt doch, dass wir in Stockholm nur zum Tanken waren ;-) P.S.: Ich meine das Foto mit der “typischen Rocklänge”/ wo ihr Frauen doch immer drauf achtet. Viel auffälliger sind doch die ewig langen Beine. Die stechen mal gleich ins Auge.

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