Dörfliches Leben auf dem Vormarsch

Sonntag, 6. März 2011

In Berlin findet Mitte Mai eine interessante Veranstaltung statt. Die Rosa-Luxemburg-Stiftung lädt zur Internationalen Dorfkonferenz. Da stutzt man als Leser gleich mehrfach. Was soll eine Dorfkonferenz sein? Was soll sie bezwecken? Warum findet eine Dorfkonferenz ausgerechnet in Deutschlands größter Stadt statt und wo ist der thematische Zusammenhang zwischen der Rosa-Luxemburg-Stiftung (die der Partei Die Linken nahe steht) und dem Thema dörfliches Leben, das traditionell mit der CDU und heute vielleicht noch mit den Grünen in Zusammenhang gebracht wird?

Kurious, kurios. Der Untertitel der Konferenz hilft bei den oben aufgetretenen Fragen vielleicht schon weiter. Er lautet: “Die Kraft der dörflichen Gemeinschaften und der Dorfbewegung.” Es geht dabei also um eine Bewegung von unten, die auf Dorfebene stattgefunden hat. Und das laut Veranstalter in mindestens 20 europäischen Ländern. Möchte man es optimistisch formulieren, könnte man sagen, dass die international auftretende Politikverdrossenheit dadurch geschmälert werden soll, dass man den Bürger und die Bürgerin ernst(er) nimmt und ihr auf der (eher unbedeutenden) Dorfebene mehr Gestaltungsspielraum lässt. Und da der Bürger hier dankend annimmt, wird dies als Bewegung bezeichnet.

Der Begriff Dorfbewegung scheint mir zum jetzigen Zeitpunkt noch arg hochgegriffen. Bewegungen brauchen ein gemeinsames Ziel und besser noch einen gemeinsamen Gegner. Was soll das gemeinsame Ziel von Dorfbewohnern aus 20 europäischen Ländern sein? Und welche mittel- und langfristigen Ziele können in einer Region verfolgt werden?

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Olof Palme – unbequeme Politikerlegende

Sonntag, 13. Februar 2011
Olof Palme Anfang der 70er Jahre (Foto: Oiving)

Olof Palme Anfang der 70er Jahre (Foto: Oiving)

Mal wieder ein Jubiläum. Allerdings kein schönes. Vor 25 Jahren, am 28.02.1986, wurde der Sozialdemokrat und Ministerpräsident Olof Palme in Stockholm auf offener Straße ermordet. Eine Tat, die Schweden in eine Schockstarre versetzte. Der beliebte Politiker war – wie in Schweden üblich – ohne Bodyguard auf dem Weg vom Kino nach Hause. Kurz darauf wurde er aus nächster Nähe erschossen. Bis heute ist der Täter nicht identifiziert oder bestraft worden. Vielleicht nicht gerade mit dem Attentat auf J.F. Kennedy vergleichbar, aber doch eine nationale Tragödie mit vielen Mutmaßungen um Schlampereien bei Polizei und Sicherheitsbehörden.

Olof Palme war Vollblutpolitiker. 1927 in Stockholm geboren, wuchs er in einer großbürgerlichen konservativen Familie mit Wohnsitz Östermalm auf. Nach dem Abitur ging er zur schwedischen Kavallerie und begann später mit einem Jura-Studium an der Stockholm Högskola. Hier trat er bereits in die Sozialdemokratische Studentenschaft ein, ehe er von 1953-1954 Vorsitzender der Schwedischen Hochschülerschaft wurde. Bereits 1949, im Alter von 22 Jahren, ging er eine Scheinehe mit der Tschecheslowakin Jelena Rennerova. Diese wollte aus politischen Gründen ihr Heimatland verlassen. 1956 folgte die zweite Ehe – dieses Mal aus klassischen Motiven – mit der Psychologin Lisbet Beck-Friis.

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Sieger der Herzen: Schwedens Handballherren

Montag, 31. Januar 2011

Sportereignisse im eigenen Land scheinen die Schweden überdurchschnittlich zu beflügeln. Der schwedische Handball galt in den letzten Jahren eher als Sorgenkind, da man lange Zeit den Erfolgen der späten 90er Jahre nachtrauerte. In diesen Jahr war alles anders: Schweden hat die Weltmeisterschaft mit einem hervorragenden vierten Platz abgeschlossen. Gratulation dazu.

Die Veranstalter können mit der Weltmeisterschaft insgesamt zufrieden sein. Langweilig ist zwar, dass die Franzosen sich mal wieder den Titel geholt haben. Ihre Finalgegner, die starken Dänen, haben es den amtierenden Europa-, Weltmeister und Olympiasieger allerdings besonders schwer gemacht. Der Sieg für Frankreich fiel mit 35:37 denkbar knapp aus und konnte auch erst in der Verlängerung erreicht werden. Die Dänen haben eine sehr gute Weltmeisterschaft hingelegt und vor allem im Vorrundenspiel gegen Kroatien wunderschönen modernen Handball gespielt. Mit Mikkel Hansen haben sie einen neuen Star im Team, der mit 23 Jahren Torschützenkönig des Turniers wurde. Noch spielt der sympathische Athlet in Dänemark, bis er nach Spanien oder Deutschland wechselt scheint aber nur noch eine Frage von Monaten zu sein.

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Schwedisches Trockenmittel: Tork

Montag, 17. Januar 2011

Kannst du mir ein Tempo geben? Reichst du mir den Uhu? Das versteht in Deutschland jeder. Um den Beitrag mit Schlaumeierei zu beginnen: Diese Begriffe nennt man Deonyme. Wir wissen, dass Uhu und Tempo jeweils nur ein Markenname sind. Aber diese Marken haben sich so sehr etabliert, dass der Sprecher sich zu 90% sicher sein kann, dass der Empfänger der Botschaft weiß, dass es um einen Klebestift bzw. um ein Papiertaschentuch handelt.

In Schweden sagt man: Kannst du mir ein Tork geben? Und der Zuhörer wird dem Sprecher ein Papiertuch reichen. Tork ist eine Top-Marke einer der größten schwedischen Konzerne: SCA Svenska Cellulosa AB. Das Unternehmen stellt Verpackungen, Papier- und Hygienartikel her. Wir Deutschen kennen die Marke Tork vermutlich vor allem von öffentlichen Toiletten. Es geht um diese grauen oder hellgrünen Papiertücher, die ein wenig an Schleifpapier erinnern.

Wir erinnern uns: Schweden hat einen großen Vorrat an Wald und Bäumen. Früh begann man, Produkte aus diesem Rohstoff herzustellen. Und so gründete sich 1929 das Unternehmen. Bis 1949 fokussierte sich die Firma auf die Produktion von Papiermasse, in den 50ern erweiterte man das Segment um die Herstellung von Zeitungspapier. Ab 1975 beschäftigte man sich mit dem Bereich Hygienartikel, bei dem man durch kontinuierliche Expansion 1990 die europäische Marktführerschaft erreichte. Seit 2007 arbeitet SCA in einem Nebengeschäft mit der norwegischen Statkraft zusammen, um sechs Windparks mit etwa 450 Windrädern in Nordschweden zu bauen.

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Exilant in Schweden: Kurt Tucholsky

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Am 21.12. war der 75. Todestag von Kurt Tucholsky. Tucholsky war Schriftsteller, Journalist und Mitherausgeber der Weltbühne. Für viele war er einer der wichtigsten Publizisten im 20. Jahrhundert. In einer politisch unruhigen Zeit engagierte er sich gegen den alles beherrschenden Nationalsozialismus. Was viele vielleicht gar nicht wissen: Gestorben ist Tucholsky mit nur 45 Jahren 1935 in Göteborg. Seit 1930 lebte er in Hindås, einem Vorort Göteborgs.

Kurt Tucholsky 1928 in Paris

Geboren ist Tucholyks 1890 in Berlin Moabit als Sohn eines jüdischen Bankkaufmanns. Er wuchs ohne Geldprobleme auf, allerdings nicht in Berlin, sondern in Stettin. Zunächst studierter er Jura, war aber bereits während seines Studiums häufig als Journalist tätig. Seine Passion wurde zum Beruf. Die Zeiten brachten es mit sich, dass ihm der Stoff niemals ausging.  Nebenbei wuchs auch sein Interesse am Schriftstellertum. Vorbild war ihm der große Vormärz Schriftsteller, Satiriker und Publizist Heinrich Heine. Mit seiner Erzählung “Rheinsberg. Bilderbuch für Verliebte” und später “Schloss Gripsholm” fand er Beachtung, an Heines literarische Größe kam er jedoch nicht ganz heran.

Wichtiger als sein literarisches Schaffen war seine Umtriebigkeit im Bereich des Journalismus und der Publizistik. Tucholsky sympathisierte erst mit den Sozialdemokraten, war dann Mitglied der USPD (damals die linken Sozialdemokraten) und stand später der KPD nahe. Seine Artikel waren von einem dementsprechenden Tenor geprägt. Berühmt ist sein Aussprach “Soldaten sind Mörder”, der noch heute (trotz zweier Weltkriege) viele Gemüter erhitzt (Tucholsky war selbst Soldat im Ersten Weltkrieg gewesen, wenn auch nicht im Schützengraben).

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Vizemeister Schweden

Sonntag, 19. Dezember 2010

Das Jahr klingt sportlich aus. Bevor die dicken Braten auf den Tisch kommen, quälen sich Sportler noch durch lange Wettkämpfe. Im Falle der Handballwelt sind es die Damen, die ihren Europameister ausgespielt haben. Heute ist das Turnier mit einem traumhaften Ergebnis für Schweden ausgegangen: Vizeeuropameister sind sie geworden. Völlig überraschend. Vor Turnierbeginn hätte man Schweden maximal eine Platzierung im Mittelfeld zugetraut. Zwischen Platz neun und zwölf bewegte man sich bei vergangenen Meisterschaften. Aber die Schwedinnen waren gut drauf und zogen verdientermaßen in das Finale ein. Seriensieger Norwegen konnte zwar nicht bezwungen werden, aber trotzdem können die Schwedinnen zufrieden nach Hause fahren.

Bereits in der Hauptrunde hatten sie nämlich die Norwegerinnen geschlagen. Im Finale hat dies leider nicht noch einmal geklappt. Zur Halbzeitpause führten sie noch knapp mit 11:10 und haben sich sehr gut präsentiert. Die Abwehr arbeitete wie in den Spielen zuvor engagiert und die schwedische Torfrau konnte viele Bälle zu fassen kriegen. Dann kam allerdings die Pause. Die Mannschaften wirkten wie ausgewechselt in den zweiten 30 Minuten. Die Schwedinnen konnten ihr flüssiges Spiel nicht mehr fortsetzen. Beide Teams machten unnötig viele Fehler. Letztendlich siegten die Norwegerinnen, die die bessere Bank und mehr Routine hatten. Außerdem die besseren Indivualspielerinnen, allen voran Gro Hammerseng. Die 30jährige Rückraumspielerin zählt zu den besten Handballspielerinnen der Welt. Verdient führte sie ihre Mannschaft zum Sieg.

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Floorball-Weltmeisterschaft in Helsinki

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Zur Vorweihnachtszeit ein Plädoyer für Randsportarten. Derzeit findet in Finnland die Weltmeisterschaft im Floorball (Schwedisch: Innebandy) statt. Wie immer gehört das schwedische Team zu den Topfavoriten. Derzeit sind die Vorrundenspiele und wie es der Zufall will ist Schweden in derselben Gruppe wie Deutschland. Was die erwartete haushohe Schlappe für das deutsche Team am heutigen Tage bedeutete: 21:1 Sieg für den amtierenden Vizeweltmeister. Trotzdem war das deutsche Team zufrieden mit seiner Leistung.

Gegen Australien haben die Schweden immerhin noch fast doppelt so oft getroffen, nämlich 39:1. Als nächstes sollten für die Schweden mal echte Gegner kommen: Finnland, Schweiz und Tschechien beispielsweise. Zunächst geht es am Donnerstag im Viertelfinale gegen Nachbar Norwegen. Das Finale steigt dann am Samstag um 16 Uhr. Wobei natürlich viele Schweden von einem Finalsieg gegen Gastgeber Finnland träumen. Deutschland darf sich bis dahin in der Trostrunde vergnügen und trifft dort auf Italien.

Wer sich die spannenden Spiele mal ansehen möchte und keine Angst davor hat, den Ball vor Schnelligkeit nicht erkennen zu können, kann dies im Internet tun. Es empfiehlt sich auch immer, diesen schönen Sport selbst einmal auszuprobieren. Er ist nicht teuer, man kann sich prima auspowern und ist geeignet für Groß, Klein, Dick, Dünn, Frau, Mann, Alt oder Jung.

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Schwedisches in Berlin

Sonntag, 21. November 2010

Schweden ist kurz nach Italien das Sehnsuchtsland  Nummer eins für uns Deutsche. Aus diesem Grunde gibt es auch hierzulande viele Möglichkeiten, sich mit Land, Leute, Kultur und Sprache auseinander zu setzen. In  Berlin ist das Angebot glücklicherweise besonders groß.

Ein guter Startpunkt bei der Recherche nach Aktivitäten mit Schwedenbezug sind die Nordischen Botschaften. Zum einen der Wille nach Transparenz, zum anderen sicher der Mangel eines eigenen Kulturinstituts wie das Goethe-Institut sorgt dafür, dass die Diplomaten und Botschafter sich sehr bemühen, ihr Land vorzustellen und den etwa 1500 Schweden vor Ort einen Anlaufpunkt zu bieten. Eine gute Hilfe ist auf jeden Fall der Newsletter des Kulturhus Berlin (newsletter@kulturhus-berlin.de). Hier erfährt man von aktuellen Veranstaltungen, über Sendungen im TV mit Schwedenthemen, neuen Büchern – nicht nur von Schweden, sondern aus ganz Skandinavien.
Eine sehr schöne Einrichtung ist auch der Nordische Filmklub. In unregelmäßigen Abständen werden hier im Botschaftsgebäude Filme in Originalsprache (meist mit englischen Untertiteln) gezeigt. Die Filme sind alle relativ aktuell und repräsentieren die Filmbranche Islands, Norwegens, Dänemarks, Finnlands und Schwedens. Filmklub bedeutet, dass man nicht einmalig Eintritt zahlt (was auch geht), sondern dass man zum Beispiel für drei Monate Mitglied des Filmklubs wird und somit alle Filme in dieser Zeit ansehen kann.
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Schwedischer Energieriese: Vattenfall

Sonntag, 7. November 2010

Derzeit rollt der Castor von Frankreich nach Deutschland und wird von vielen Protesten begleitet. Die Anti-AKW-Bewegung hat in diesem Jahr ihre Anhänger wieder gut mobilisieren können. Natürlich auch aufgrund der Entscheidungen der Regierung in diesem Politikbereich. Das Thema Energie ist somit wieder brandaktuell.

In Deutschland wird der Strommarkt vor allem von wenigen Großunternehmen beherrscht, also Eon, RWE, EnBW. Dazu zählt aber auch der schwedische Vattenfall-Konzern. Der ist nicht nur in Schweden und Deutschland aktiv, sondern ebenso in Polen, Estland, Norwegen, Dänemark, Finnland und den Benelux-Ländern.

Klettern gegen Vattenfall in Hamburg (Foto: Robin Wood e.V.)

Klettern gegen Vattenfall in Hamburg (Foto: Robin Wood e.V.)

Vattenfall (schwedisch für Wasserfall) ist im Besitz der schwedischen Regierung. 1909 wurde das Kungliga Vattenfallsstyrelsen mit dem Schwerpunkt Wasserkraft gegründet. Damals war vor allem die schwedische Holz-, Wald- und Eisenbahnindustrie Kunde von Vattenfall. Später versorgte das Unternehmen auch die schwedischen Haushalte. 1992 erfolgte dann die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Nur vier Jahre später wurde der schwedische Strommarkt liberalisiert und Vattenfall begann sich auch international zu engagieren. Die 1990er Jahre waren in Europa das Jahrzehnt der Privatisierungen. Goldene Zeiten für den Konzern, der im Ausland jeweils 100%ige Tochtergesellschaften gegründet hat. In Deutschland erfolgte die Liberalisierung des Strommarkts 1998.

Der letzte große Coup für Vattenfall war die Übernahme des niederländischen Unternehmens Nuon. 2009 wurde sozusagen die erste Rate gezahlt, die Vattenfall in den Besitz von 49% der Aktien brachte. In weiteren Schritten soll die komplette Übernahme erfolgen. Damit verlässt das Unternehmen den Ostseeraum und breitet sich in Europa aus. Während man im Heimatland Schweden vor allem auf Kernkraft, Wasser- und minimal auf Windkraft setzt, soll in den Beneluxländern die Gasabteiliung des Unternehmens gestärkt werden. In Deutschland betreibt Vattenfall die drei Kohlekraftwerke Boxberg, Schwarze Pumpe und Lippendorf. Geplant ist außerdem ein neues Braunkohlekraftwerk im brandenburgischen Jänschwalde. In Schleswig-Holstein betreibt Vattenfall außerdem die beiden Atomkraftwerke Brunsbüttel und Krümmel.

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Random I am: Millencolin

Sonntag, 24. Oktober 2010
Millencollin 2008 in Örebro, Foto: Håkan Henriksson

Millencollin 2008 in Örebro, Foto: Håkan Henriksson

Musikalisch ist Schweden ja eher bekannt für sorglose Popmusik à la Abba oder Roxette, so genannten Post Punk wie Mando Diao oder The Hives oder aber Elektropop. Im Kontrast dazu gibt es seit mittlerweile fast 20 Jahren eine international bekannte schwedische Punkband, Millencolin genannt. Punk ist dabei sicher ein Oberbegriff, der die Musik nicht abschließend beschreibt. Skateboard-Punk trifft es vielleicht besser, d.h. es geht mehr in Richtung amerikanischer Punk poppiger Art als in Richtung englischer Arbeiterpunk. Aber vermutlich liegt gerade darin der Erfolg begründet.

Die Band besteht aus vier Mitgliedern: Nikola Sarcevic ist Sänger und Bassist, an der Gitarre spielen Erik Ohlsson und Mathias Färm, und das Schlagzeug bearbeitet Fredrik Larzon. 1992 traf man sich in der 100.000 Einwohner großen Stadt Örebro, im Herzen Schwedens. Zunächst hatten die vier Musiker in unterschiedlichen Bands auf Schwedisch gesungen. Relativ schnell wechselte man jedoch in die Muttersprache von Pop- und Rockmusik: Englisch. Schon mit dem zweiten aufgenommen Song bekommt die Band einen Plattenvertrag beim jungen Indie-Plattenlabel Burning Heart. Das ist 1993. Schon zwei Jahre später schaffen die vier Schweden den Durchbruch mit ihrem Album Life on a Planet. Für viele Fans bis heute eines der besten Alben der Band. In Schweden erreicht man Platz vier in den Charts. Es folgt eine Tour mit der amerikanischen Punkband Pennywise. Damit nimmt alles seinen Lauf. Ein Mitglied der Punkpioniere Bad Religion, Brett Gurewitz, wird auf die Band aufmerksam und sorgt dafür, dass die Schweden ihre Musik über sein Label auch in Übersee, sprich in den USA, verkaufen können.

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