Moderne Architektur in Skandinavien

Sonntag, 4. September 2011
Oper und Ballet in Oslo, Foto: Dalbera

Oper und Ballet in Oslo, Foto: Dalbera

In den Nordischen Botschaften in Berlin ist noch bis Mittwoch eine sehr interessante Ausstellung über Bauprojekte in den skandinavischen Ländern zu sehen. Gemeinsam ist den sechs Gebäuden, dass sie für kulturelle Zwecke genutzt werden sollen und architektonisch so besonders sind, dass sie als Wahrzeichen ihrer Heimatstadt fungieren sollen. Einige sind bereits gebaut worden, andere in Planung.

Die sechs Gebäude sind im einzelnen:

- Nationaloper und Ballett in Oslo

- Nationalgalerie Grönland in Nuuk (geplant)

- Konzert, Kongress und Hotelanlage in Malmö (geplant)

- Musikzentrum in Helsinki

- Schauspielhaus in Kopenhagen

- Konzerthalle und Konferenzzentrum Harpa in Reykjavik

Harpa in Reykjavik, Foto: pjt

Harpa in Reykjavik, Foto: pjt

Zwei der Gebäude wurden in diesem Sommer eröffnet: zum einen das Musikzentrum in Helsinki und das Konzert- und Konferenzzentrum “Harpa” in Reykjavik. Harpa sticht vor allem durch seine von dem isländischen Künstler Olafur Eliasson kreierte Glasfassade hervor. Die Fassade ist wie ein Mosaik aufgebaut, in dem ein Teil der Glasstücke bunte Farben haben. Der Bau des imposanten Gebäudes wurde bereits vor der Finanzkrise beschlossen, ansonsten wäre es vermutlich nicht realisiert worden.

Sehr schön ist auch die 2008 eröffnete Oper in Oslo. Wie die meisten der sechs Gebäude ist es direkt am Wasser gebaut worden. Die so genannte Snøhetta spielt aber besonders mit ihrer Umgebung. Vor allem im Winter sieht die Oper sehr beeindruckend aus. Vom Dach des Gebäudes könnte man in der dunklen Jahreszeit mit einem Schlitten direkt auf das hoffentlich zugefrorene Meer schlittern. Der Bau war mit über 500 Millionen Euro Kosten bisher der teuerste der sechs Bauten. Aber die Norweger können sich das mit ihren großen Erdölvorkommen ja leisten. Zum Vergleich: Das deutsche Prestigeobjekt, die Hamburger Elbphilarmonie, liegt derzeit bei Kosten von etwa 350 Millionen Euro weiter lesen »

Abgelegt in Schweden, Skandinavien

Offene Türen bei den Nordischen Botschaften

Sonntag, 22. November 2009

Gestern luden die Nordischen Botschaften in Berlin zu einem Tag der offenen Tür. Anlass war das zehnjährige Jubiläum des gemeinsamen Botschaftsgeländes. Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden haben sich nach dem Fall der Mauer entschieden, sich in Berlin in direkter Nachbarschaft anzusiedeln. Das Ergebnis ist ein architektonisch sehr schöner Gebäudekomplex, den Besucher gestern auch von innen ansehen konnten.

Felleshus (rechts) und finnische Botschaft Foto: We make money not art

Felleshus (rechts) und finnische Botschaft (Foto: We make money not art)

Da Botschaften immer Hoheitsgebiete eines Landes sind, hat jedes Land sein eigenes Gebäude. Darüber hinaus gibt es das Felleshus, welches alle Botschaften gemeinsam nutzen. Hier gibt es einen Vortrags- und Kinosaal, Tagungsräume, eine Kantine, Platz für Ausstellungen und allgemeine Informationen zu den Botschaften. Dieser Teil ist für Besucher stets zugänglich. In die Kantine können nach 13 Uhr auch ganz normale Besucher. Es gibt nicht immer, aber sehr häufig nordisches Essen und lecker ist es auch. Freunde zuckersüßer Getränke in schrillen Farben kommen ebenfalls auf ihre Kosten.

Die Botschaftsanlage steht heute an der Stelle in der Nähe des Tiergartens, an der 1939-1943 die finnische und schwedische Botschaften lagen. Im Zweiten Weltkrieg wurden diese zerbombt. Den Entwurf für die Botschaftsanlage reichte das österreichisch-finnische Architektenduo Alfred Berger und Tiina Parkkinen ein. Die Botschaften sind so zueinander angeordnet, wie sie auf einer Landkarte zu sehen sind. Kleine mit Wasser gefüllte Gräben sollen die Meere zwischen den Ländern symbolisieren. Ein Kupferband verbindet alle Gebäude miteinander und soll den nordischen Zusammehalt symbolisieren.

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