Moderne Architektur in Skandinavien
In den Nordischen Botschaften in Berlin ist noch bis Mittwoch eine sehr interessante Ausstellung über Bauprojekte in den skandinavischen Ländern zu sehen. Gemeinsam ist den sechs Gebäuden, dass sie für kulturelle Zwecke genutzt werden sollen und architektonisch so besonders sind, dass sie als Wahrzeichen ihrer Heimatstadt fungieren sollen. Einige sind bereits gebaut worden, andere in Planung.
Die sechs Gebäude sind im einzelnen:
- Nationaloper und Ballett in Oslo
- Nationalgalerie Grönland in Nuuk (geplant)
- Konzert, Kongress und Hotelanlage in Malmö (geplant)
- Musikzentrum in Helsinki
- Schauspielhaus in Kopenhagen
- Konzerthalle und Konferenzzentrum Harpa in Reykjavik
Zwei der Gebäude wurden in diesem Sommer eröffnet: zum einen das Musikzentrum in Helsinki und das Konzert- und Konferenzzentrum “Harpa” in Reykjavik. Harpa sticht vor allem durch seine von dem isländischen Künstler Olafur Eliasson kreierte Glasfassade hervor. Die Fassade ist wie ein Mosaik aufgebaut, in dem ein Teil der Glasstücke bunte Farben haben. Der Bau des imposanten Gebäudes wurde bereits vor der Finanzkrise beschlossen, ansonsten wäre es vermutlich nicht realisiert worden.
Sehr schön ist auch die 2008 eröffnete Oper in Oslo. Wie die meisten der sechs Gebäude ist es direkt am Wasser gebaut worden. Die so genannte Snøhetta spielt aber besonders mit ihrer Umgebung. Vor allem im Winter sieht die Oper sehr beeindruckend aus. Vom Dach des Gebäudes könnte man in der dunklen Jahreszeit mit einem Schlitten direkt auf das hoffentlich zugefrorene Meer schlittern. Der Bau war mit über 500 Millionen Euro Kosten bisher der teuerste der sechs Bauten. Aber die Norweger können sich das mit ihren großen Erdölvorkommen ja leisten. Zum Vergleich: Das deutsche Prestigeobjekt, die Hamburger Elbphilarmonie, liegt derzeit bei Kosten von etwa 350 Millionen Euro weiter lesen »


