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	<title>Das Leben ist kein Ponyhof &#187; Architektur</title>
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	<description>von Stockholm und Schwedischem</description>
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		<title>Moderne Architektur in Skandinavien</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Sep 2011 19:44:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Skandinavien]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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		<description><![CDATA[In den Nordischen Botschaften in Berlin ist noch bis Mittwoch eine sehr interessante Ausstellung über Bauprojekte in den skandinavischen Ländern zu sehen. Gemeinsam ist den sechs Gebäuden, dass sie für kulturelle Zwecke genutzt werden sollen und architektonisch so besonders sind, dass sie als Wahrzeichen ihrer Heimatstadt fungieren sollen. Einige sind bereits gebaut worden, andere in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2043" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2011/09/oper_oslo.jpg"><img class="size-medium wp-image-2043" title="Oper und Ballet in Oslo, Foto: Dalbera" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2011/09/oper_oslo-300x200.jpg" alt="Oper und Ballet in Oslo, Foto: Dalbera" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Oper und Ballet in Oslo, Foto: Dalbera</p></div>
<p>In den Nordischen Botschaften in Berlin ist noch bis Mittwoch eine sehr interessante Ausstellung über Bauprojekte in den skandinavischen Ländern zu sehen. Gemeinsam ist den sechs Gebäuden, dass sie für kulturelle Zwecke genutzt werden sollen und architektonisch so besonders sind, dass sie als Wahrzeichen ihrer Heimatstadt fungieren sollen. Einige sind bereits gebaut worden, andere in Planung.</p>
<p>Die sechs Gebäude sind im einzelnen:</p>
<p>- Nationaloper und Ballett in Oslo</p>
<p>- Nationalgalerie Grönland in Nuuk (geplant)</p>
<p>- Konzert, Kongress und Hotelanlage in Malmö (geplant)</p>
<p>- Musikzentrum in Helsinki</p>
<p>- Schauspielhaus in Kopenhagen</p>
<p>- Konzerthalle und Konferenzzentrum Harpa in Reykjavik</p>
<div id="attachment_2048" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2011/09/800px-HarpaReykjavik-pjt1.jpg"><img class="size-medium wp-image-2048" title="Harpa in Reykjavik, Foto: pjt" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2011/09/800px-HarpaReykjavik-pjt1-300x179.jpg" alt="Harpa in Reykjavik, Foto: pjt" width="300" height="179" /></a><p class="wp-caption-text">Harpa in Reykjavik, Foto: pjt</p></div>
<p>Zwei der Gebäude wurden in diesem Sommer eröffnet: zum einen das Musikzentrum in Helsinki und das Konzert- und Konferenzzentrum &#8220;Harpa&#8221; in Reykjavik. Harpa sticht vor allem durch seine von dem isländischen Künstler Olafur Eliasson kreierte Glasfassade hervor. Die Fassade ist wie ein Mosaik aufgebaut, in dem ein Teil der Glasstücke bunte Farben haben. Der Bau des imposanten Gebäudes wurde bereits vor der Finanzkrise beschlossen, ansonsten wäre es vermutlich nicht realisiert worden.</p>
<p>Sehr schön ist auch die 2008 eröffnete Oper in Oslo. Wie die meisten der sechs Gebäude ist es direkt am Wasser gebaut worden. Die so genannte Snøhetta spielt aber besonders mit ihrer Umgebung. Vor allem im Winter sieht die Oper sehr beeindruckend aus. Vom Dach des Gebäudes könnte man in der dunklen Jahreszeit mit einem Schlitten direkt auf das hoffentlich zugefrorene Meer schlittern. Der Bau war mit über 500 Millionen Euro Kosten bisher der teuerste der sechs Bauten. Aber die Norweger können sich das mit ihren großen Erdölvorkommen ja leisten. Zum Vergleich: Das deutsche Prestigeobjekt, die Hamburger Elbphilarmonie, liegt derzeit bei Kosten von etwa 350 Millionen Euro<span id="more-2022"></span></p>
<p>Tiefer in die Tasche greifen muss vermutlich auch das kleinste der skandinavischen Länder. Grönland leistet sich den Bau einer neuen Nationalgalerie in Nuuk, der Hauptstadt des Landes. Die knapp 18.000 Einwohner der Stadt werden einen futuristischen Bau bekommen, der  mit der Landschaft spielt und bestens zur nationalen Identität des Landes passen soll. Die Grönländer sind bisher noch kein eigenständiger Staat, sondern werden von Dänemark verwaltet. Das Gebäude soll ein weiterer Schritt in die Unabhängigkeit sein. Das Gebäude ist in weißem Beton gehalten, der dank der rauen Seeluft schnell die Farbe ändern wird. An den Außenwänden sind keine Fenster integriert, so dass es wie eine Schutzwall gegen Eis, Schnee und Wind aussieht. Das Gebäude wird sich somit schrittweise den Gletschern anpassen, die im Hintergrund liegen. Trotzdem gibt es eine tolle Glasfassade im inneren des Gebäudes, durch die man dank des Höhenunterschieds im Gebäude direkt auf das Meer schauen kann.</p>
<p>Die Schweden bauen in Malmö ein Konferenz- und Konzertzentrum mit Hotelanlage. Bauherr ist die Skanska Sweden AB, die 2012 mit dem Bau beginnen wird. Geplant ist die Fertigstellung des Komplex bis zum Jahr 2015. Somit bekommt Malmö neben den sich in der Nähe befindlichen Turning Torso ein zweites architektonisches Wahrzeichen. 43.000 Quadratmeter Fläche werden geschaffen.  Das Gebäude wird zwischen der Altstadt von Malmö und dem modernen Universitetsholmen liegen und soll eine Verbindung zwischen den beiden Distrikten herstellen. Das besondere an dem schwedischen Bau ist, dass er noch mehr als die anderen fünf Projekten auf Energieeffizienz setzt. Das Gebäude soll zu 100% mit erneuerbaren Energien betrieben werden.  Das Gebäude ist kompakt konstruiert, vor die Glasfassade zur Südseite werden im Sommer Jalousien gefahren, damit keine Klimaanlage benutzt werden muss. Das Warmwasser wird im Sommer über Solaranlagen aufgeheizt. Die Schweden beweisen somit wieder mal ihren Wunsch in Sachen Umwelt ein Vorreiter zu sein,  auch wenn der Gebäudekomplex sicher nicht der spektakulärste ist. Trotzdem wird er zur Aufwertung des bisher eher industriell geprägten Malmös beitragen.</p>
<p>Fotos und Links zu den einzelnen Projekten finden sich <a href="http://www.nordischebotschaften.org/felleshus/veranstaltungen/ausstellungen/2011/07/0709_flagships_of_culture.php">hier.</a></p>
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		<title>Offene Türen bei den Nordischen Botschaften</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 11:40:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Skandinavien]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern luden die Nordischen Botschaften in Berlin zu einem Tag der offenen Tür. Anlass war das zehnjährige Jubiläum des gemeinsamen Botschaftsgeländes. Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden haben sich nach dem Fall der Mauer entschieden, sich in Berlin in direkter Nachbarschaft anzusiedeln. Das Ergebnis ist ein architektonisch sehr schöner Gebäudekomplex, den Besucher gestern auch von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern luden die Nordischen Botschaften in Berlin zu einem Tag der offenen Tür. Anlass war das zehnjährige Jubiläum des gemeinsamen Botschaftsgeländes. Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden haben sich nach dem Fall der Mauer entschieden, sich in Berlin in direkter Nachbarschaft anzusiedeln. Das Ergebnis ist ein architektonisch sehr schöner Gebäudekomplex, den Besucher gestern auch von innen ansehen konnten.</p>
<div id="attachment_1299" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/11/felleshus_hell_we_make_money_not_art.jpg"><img class="size-medium wp-image-1299  " title="Felleshus (rechts) und finnische Botschaft (Foto: We make money not art)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/11/felleshus_hell_we_make_money_not_art-300x225.jpg" alt="Felleshus (rechts) und finnische Botschaft Foto: We make money not art" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Felleshus (rechts) und finnische Botschaft (Foto: We make money not art)</p></div>
<p>Da Botschaften immer Hoheitsgebiete eines Landes sind, hat jedes Land sein eigenes Gebäude. Darüber hinaus gibt es das Felleshus, welches alle Botschaften gemeinsam nutzen. Hier gibt es einen Vortrags- und Kinosaal, Tagungsräume, eine Kantine, Platz für Ausstellungen und allgemeine Informationen zu den Botschaften. Dieser Teil ist für Besucher stets zugänglich. In die Kantine können nach 13 Uhr auch ganz normale Besucher. Es gibt nicht immer, aber sehr häufig nordisches Essen und lecker ist es auch. Freunde zuckersüßer Getränke in schrillen Farben kommen ebenfalls auf ihre Kosten.</p>
<p>Die Botschaftsanlage steht heute an der Stelle in der Nähe des Tiergartens, an der 1939-1943 die finnische und schwedische Botschaften lagen. Im Zweiten Weltkrieg wurden diese zerbombt. Den Entwurf für die Botschaftsanlage reichte das österreichisch-finnische Architektenduo Alfred Berger und Tiina Parkkinen ein. Die Botschaften sind so zueinander angeordnet, wie sie auf einer Landkarte zu sehen sind. Kleine mit Wasser gefüllte Gräben sollen die Meere zwischen den Ländern symbolisieren. Ein Kupferband verbindet alle Gebäude miteinander und soll den nordischen Zusammehalt symbolisieren.</p>
<p><span id="more-1295"></span></p>
<p>Die einzelnen Botschaftsgebäude wurden jeweils von nationalen Architekten entworfen und umgesetzt. Dabei wurde auf die Materialien aus den Heimatländern zurückgegriffen und nach ökologischen Gesichtspunkten gebaut. Die Fassade der finnischen Botschaft ist beispielsweise aus einer interessanten Mischung aus Glas und Holz und soll an die Kantele, ein hölzernes Musikinstrument erinnern. Das Gebäude ist die Perle der Anlage und wurde mit mehreren Architekturpreisen ausgezeichnet. In der isländischen Botschaft finden sich im Eingangsbereich Lavasteine. Schweden setzt auf eine Glasfassade, was auf Transparenz hindeuten soll und gleichzeitig Lichteinfluss begünstigt. In Richtung der norwegischen Botschaft ist die schwedische Fassade aus grob geschliffenem Kalkstein aus Gotland. Entworfen hat das schwedische Gebäude das Arkitekturkontor AB von Gert Wingårdh, welches auch das Moderna Museet in Stockholm konzipiert hat.</p>
<p>Ein Gang durch die Gebäude kann nur Neid beim Betrachter aufkommen lassen. Die Büros sind alle super modern und schön eingerichtet. Viel Licht und Ruhe zugleich. Die Gebäude strahlen eine sehr angenehme Atmosphäre aus und bieten Gemeinschaftsräume und moderne landestypische Kunst. Das I-Tüpfelchen gönnten sich die finnischen Mitarbeiter: Sie haben zwei Saunen in ihrem Gebäudekomplex. Die Dänen wiederum wurden von Bang &amp; Olufsen mit Audio- und Konferenztechnik &#8220;aus dem Hochpreissegment&#8221; ausgestattet.</p>
<p>Beim Tag der offenen Tür konnte man sich eine Comicausstellung ansehen, allerdings mit teils sehr bösem oder schwer verständlichen Humor. Natürlich konnte man in der Kantine essen, das Elchgulasch war jedoch recht schnell vergriffen. Norwegisches Bier, Cider und den nur schwer genießbaren Glögg (zuckersüßer Glühwein) gab es ebenfalls. Die Botschafter lasen aus Werken ihrer Heimatländer, es gab kleine Konzerteinlagen, Sprachkurse für Einsteiger und &#8211; natürlich &#8211; ein Gewinnspiel.</p>
<p>Besucht war die Veranstaltung sehr gut. Auch den Kindern konnte in der sonst meist eher drögen Botschaftsumgebung einiges geboten werden. Informationsmaterial zum Mitnehmen gab es zuhauf. Für die Veranstalter eine gelungene Aktion, da bei so manchem Besucher der Gedanke an den nächsten Urlaub erweckt worden ist, der vielleicht in eines der fünf wunderschönen nordischen Länder führt. Und man hat mal wieder das Gefühl bekommen, dass die nordischen Länder viel auf Volksnähe und Transparenz setzen, was man bei uns ja allzu oft vermisst&#8230;</p>
<p>PS: Sollte mal jemand in Berlin aufschlagen, noch ein Veranstaltungstipp: Es gibt einen Nordischen Filmclub. Dort werden Filme in Originalsprache mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt. Einfach mal auf der Seite der <a href="http://www.nordischebotschaften.org/veranstaltungen/">Botschaften</a> nachschauen, wann der nächste Film kommt.</p>
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