Vaxholm: Ausflugsziel vor den Toren Stockholms

Sonntag, 4. Juli 2010

Im Gegensatz zu anderen Großstädten ist Stockholm relativ grün und weniger hektisch. Trotzdem möchte die Stockholmerin oder der Stockholmer in der schönen Sommerzeit auch mal ins Grüne fahren. Und da bietet sich ein Ausflug ins nahe gelegene Vaxholm an. Vaxholm ist sowohl eine Gemeinde (11.000 Einwohner) als auch eine Stadt (knapp 5.000 Einwohner) und setzt sich aus 70 Inseln zusammen, von denen 57 bewohnt werden.

Vaxholm ist ein bedeutender Vorort 35 km nördlich von Stockholm. Aufgrund seiner relativ zentralen Lage in den Schären halten hier eine Vielzahl der Fähren der Umgebung. Viele Touristen und Ausflügler nutzen die Chance in Stockholm einzusteigen und sich bequem per Boot in den Urlaubsort bringen zu lassen. Wer es günstiger möchte, kann auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Vaxholm reisen. Mit der U-Bahn bis Danderyds Sjukhus und dann in den Bus. Auch dies dauert nur eine Stunde.

An der Einwohnerzahl lässt sich leicht erkennen, dass Vaxholm nicht der Ort für vergnügungssüchtige Touristen ist. Kleinstadtflair bestimmt den Ort. Für Besucher gibt es Fisch in verschiedenen Variationen. Oder man kann das Kastell Vaxholm besuchen. Kastellet ist eine Festung, die es seit dem 16. Jahrhundert gibt und die in der folgenden Zeit stetig verstärkt wurde. Es galt der Verteidigung des Seeraums rund um Stockholm. Zwischenzeitlich wurde es auch als Gefängnis benutzt. Dies bietet sich insofern an, als dass Kastellet auf einer kleinen Insel liegt, die 10-20 Meter von der Vaxholmer Hauptinsel entfernt liegt. Heutzutage kann die Festung nur im Sommer besucht werden. Eine Ausstellung über die Festung und den Küstenschutz der Region ist dort zu sehen. Und vor einigen Jahren wurde die Anlage als Gefängnis-Kulisse für eine Pippi-Langstrumpf-Verfilmung genutzt.

Wenn es auch keinen aufwendigen Freizeitpark oder Shoppingzentren in Vaxholm gibt, so kann man doch die verschiedensten Sportarten ausprobieren: natürlich im Bereich Wassersport: Wasserski, Rudern, Kanufahren, Segeln. Ansonsten Golf oder für den kleineren Geldbeutel auch Minigolf, Reiten, Tennis, Schwimmen, Wandern und Fußball. Und natürlich gibt es die vor allem bei deutschen Touristen so beliebten Holzhäuser in roten Farben. Typisch für die Küstenregion sind jedoch eher die Pastelltöne, welche somit auch betrachtet werden können. Und wenn man sich an der Kleinstadtidylle satt gesehen hat, kann man sich in die nächste Fähre nach Stockholm setzen und den Tag bei bei leichtem Seegang angenehm ausklingen lassen.

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Jubiläum des Eishotels

Dienstag, 13. Oktober 2009
Eingang Eishotel (Foto: Paul Mannix)

Eingang Eishotel (Foto: Paul Mannix)

Es wird kälter und kälter die letzten Tage. Nachts kommt der erste Frost und in zwei Wochen werden schon die Uhren auf Winterzeit umgestellt. Für viele beginnt nun die trostlosesten Zeit des Jahres. Etwas anders werden das die Bewohner von Jukkasjärvi in Nordschweden sehen. Für sie geht Trubel und Arbeit jetzt erst los und man freut sich auf eine neue Hotelsaison.

Derzeit liegen die Temperaturen in Nordschweden um den Gefrierpunkt. Es dauert nicht mehr lange, dann bleibt das Thermometer konstant unter Null und der Aufbau des diesjährigen Eishotels kann beginnen. Und dieses Jahr wird es etwas Besonderes, denn das Hotel feiert 2010 seinen 20. Geburtstag.

Jukkasjärvi ist sowohl ein See als auch ein Dorf ca. 15 km östlich von Kiruna. Etwa 520 Einwohner hat der Ort, der aufgrund seines speziellen Bauwerks weltweit Bekanntheit erlangte. 1990 gründete Ynvgve Bergkvist im dünn besiedelten Lappland sein Unternehmen und baute das erste vollständige Gebäude aus Eis auf. In den ersten Jahren umfasste es 60 Quadratmeter, heute hat es etwa 5500 Quadratmeter. Die Idee zum Eishotel ist Berkvist gekommen als er verschiedene Regionen der Welt besuchte, die vom Klima und den Lichtverhältnissen ähnlich sind. Natürlich haben ihn die Leute zu Beginn schief angesehen, als er von seinem Vorhaben berichtete. Aber der Erfolg gibt ihm Recht. Das Hotel aus Eis ist möglich und sieht fantastisch aus.

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Schwedens Norden eine Reise wert

Freitag, 31. Juli 2009

Jedes Jahr fahren Tausende von deutschen Touristen nach Schweden. Tausende von Deutsche fahren zudem ein- oder mehrmals im Jahr in ihre eigene Blockhütte mitten in der schwedischen Natur. Wir sind überall. Dementsprechend werden auch Witze gemacht, da die „Überfremdung“ im Sommer schon auffällt und bei diesen Gelegenheiten alljährlich alle Klischees über deutsche Touristen erfüllt werden (Sportsocken in Sandalen, dicke Autos und maue Fremdsprachenkenntnisse).

Landschaft in Nordschweden (Foto: Talaakso)

Landschaft in Nordschweden (Foto: Talaakso)

Die wenigsten deutschen Touristen schaffen es allerdings, bis in den Norden Schwedens vorzudringen. Dabei ist Norrland im Vergleich mit Svea- (Mittelschweden) und Gotaland (Südschweden) viel größer und bietet – z.T. am Polarkreis gelegen – eine ganz andere Landschaft. Etwa 59% der Landesfläche Schwedens zählt zu Norrland. Dabei liegt die Bevölkerungsdichte bei 2 Personen pro Quadratkilometer. Sollte jemand Interesse an absoluter Einsamkeit haben, so mache er oder sie sich auf den Weg in Europas Norden. Robust bei jedem Wetter sollte man sein, denn die Temperaturen schwanken im Jahr zwischen 30 Plusgraden und 30 Minusgraden. Angeblich ist die Kälte dabei noch trockener (und somit angenehmer) als in Stockholm und erst recht als in den südlicheren Regionen Schwedens.

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Schmuckes Sigtuna

Dienstag, 21. Juli 2009
Marktplatz Sigtuna

Marktplatz Sigtuna

Ganz in der Nähe von Stockholm befindet sich eine der ältesten Städte Schwedens: das nur 7.000 Einwohner große Sigtuna. Ein schöner Ort für einen Tagesausflug entweder aus Uppsala oder Stockholm und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Eine wechselhafte Geschichte hat das schmucke Städtchen durchgemacht. Nachdem die Bedeutung des Wikingerstandorts Birka im 10. Jahrhundert abgenommen hat, wurde Sigtuna ein wichtiger Standpunkt für die Region. 980 n. Chr. soll sie von dem König Erik Segersäll gegründet worden sein. Kurze Zeit später wurden hier die ersten schwedischen Münzen geprägt. Mitte des 11. Jahrhunderts wurde der Ort im Zuge der zunehmenden Christianisierung sogar Bischofssitz. Der Aufstieg hielt an und weitere Kirchen und sogar ein Kloster wurden gebaut.

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Birka – Handelsstützpunkt der Wikinger

Dienstag, 5. Mai 2009

Der Mai ist gekommen und damit die Ausflugszeit. Ein guter Zeitpunkt, die schwedische Natur zu genießen. Um so besser, wenn es zeitgleich möglich ist, sich kulturell zu bilden. Möglich ist diese Kombination bei einem Ausflug zum Weltkulturerbe Birka/Hovgården nahe Stockholm.

Wunderschöne Aussicht auf den Mälaren

Wunderschöne Aussicht auf den Mälaren

Birka und Hovgården liegen auf zwei Inseln im Mälaren. Zwischen dem 8. und 10. Jahrhundert, und somit in der Zeit der Wikinger, war Birka der wichtigste Handelsplatz Skandinaviens. Sie gilt zuweilen auch als erste Stadt Schwedens (das es aber damals noch nicht gab). Hovgården hingegen war sowohl Königssitz als auch Königsfriedhof mit seinen Hügelgräbern. Aufgrund seiner optimalen Lage wurde Birka ein bedeutendes Handelszentrum. Birka lag an der Ostsee, allerdings etwas geschützter in einem Gebiet, das damals noch als Bucht des Meeres galt. Gleichzeitig führte der Mälaren zu wichtigen Wasserwegen bei Stockholm und Södertälje. Dadurch, dass der Ort umgeben von Wasser ist, war er leicht gegen Feinde zu verteidigen, die aufgrund des guten Ausblicks schnell entdeckt wurden.

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Reiseziel Åland

Samstag, 11. April 2009
Die Flagge Alands

Die Flagge Ålands

Osterzeit ist Urlaubszeit. Und Urlaub bedeutet für Schweden entweder in die Sommarstuga im eigenen Land zu fahren oder aber ab in den Flieger in die Sonne von Thailand oder den Kanarischen Inseln. Aber auch die Nachbarländer profitieren von den schwedischen Touristen, die auf der steten Suche nach Erholung sind. Die Inselgruppe Åland hat sich nämlich steuerliche Sonderregelungen bezüglich des Europäischen Wirtschaftsraums gesichert. Während das zollfreie Einkaufen zwischen den meistern älteren Mitgliedstaaten der EU nicht mehr möglich ist, dürfen die Schweden auf den Fähren nach Åland voll zuschlagen.

Die Einwohner

Ungewohntes Kennzeichen

Eine gute und günstige Möglichkeit nach Åland zu kommen ist die Fähre der Eckerölinjen. Diese fährt ab Stockholm, Uppsala und Norrtälje mit Bussen zum Hafen in Grisslehamn, nördlich von Stockholm. Hin- und Rückreise sind für läppische 60 SEK zu haben. Auf der zweistündigen Fahrt kann eingekauft werden, in den Restaurants gegessen oder an den Spielautomaten gedaddelt werden (sehr beliebt, da in Schweden nicht erlaubt). Aufgrund der schwedischen Alkoholpolitik reisen viele Gäste gleich mit Sackkarren an und fahren mit der Fähre direkt zurück nach Schweden, ohne sich  länger als die gesetzlich geforderten 15 Minuten auf Åland aufgehalten zu haben.

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