<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Das Leben ist kein Ponyhof &#187; Essen</title>
	<atom:link href="http://www.mikado-82.de/tag/essen/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.mikado-82.de</link>
	<description>von Stockholm und Schwedischem</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 12:21:29 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1</generator>
		<item>
		<title>IKEA macht sich unbeliebt</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/ikea-macht-sich-unbeliebt/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/ikea-macht-sich-unbeliebt/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:19:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Ikea]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=2189</guid>
		<description><![CDATA[Aus verschiedenen Gründen halte ich nicht viel von IKEA und bin nicht häufig dort. Vor ein paar Tagen war es aber mal wieder so weit und ich musste mit Erschrecken feststellen, dass es in dem Shop nach den Kassen keine schwedischen Produkte mehr gibt. Dort werden jetzt nur noch die Produkte der IKEA-Gruppe verkauft. Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2192" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2012/01/Cloetta_entre.jpg"><img class="size-medium wp-image-2192 " title="Cloetta in Schweden, Foto: mangan2002" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2012/01/Cloetta_entre-300x218.jpg" alt="Cloetta in Schweden, Foto: mangan2002" width="240" height="174" /></a><p class="wp-caption-text">Cloetta in Schweden, Foto: mangan2002</p></div>
<p>Aus <a href="http://www.mikado-82.de/ikea/">verschiedenen Gründen</a> halte ich nicht viel von IKEA und bin nicht häufig dort. Vor ein paar Tagen war es aber mal wieder so weit und ich musste mit Erschrecken feststellen, dass es in dem Shop nach den Kassen keine schwedischen Produkte mehr gibt. Dort werden jetzt nur noch die Produkte der IKEA-Gruppe verkauft. Das heißt es gibt weder Vasa-Knäckebrot, noch Cloetta-Schokoriegel, Ballerina-Kekse, Bregott-Margarine oder Daim-Torte in den Regalen. Pech für alle Auslandsschweden und Schwedenfreunde, die das Land nicht nur aufgrund von Kitsch-TV-Serien mögen.</p>
<p>IKEA verkauft jetzt nur noch die Produkte, für die sie selbst die Rezepte und Rechte besitzen. Dass die Lebensmittel in Schweden produziert werden, erscheint mir dabei sehr unwahrscheinlich. Warum sollte es bei den Keksen anders sein als bei den Möbeln? Es geht ja doch nur ums Geld.</p>
<p>In Berlin hat man zum Glück gute Alternativen, z.B. einen schönen kleinen Schweden-Shop in Wilmersdorf. Ansonsten muss man auf Internetversand umsteigen oder selbst nach Schweden reisen. Früher hat man sich auf den Urlaub in einem bestimmten Land auch gefreut, weil es nur da diese eine leckere Besonderheit gab. Und Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/ikea-macht-sich-unbeliebt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Prinsessan &#8211; Süße Köstlichkeiten in Hamburg</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/prinsessan/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/prinsessan/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 18:16:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=2111</guid>
		<description><![CDATA[[leider ist die Desserterie mittlerweile geschlossen, siehe Kommentar] Es wird früh dunkel und so (ganz) langsam auch etwas kühler und ungemütlicher. Manche lassen sich davon runterziehen, aber man sollte das Ganze positiv sehen. Winterzeit heißt Zeit für genussvolles Essen. Und Anfang Dezember ist der beste Zeitpunkt für Süßes, Sahniges, Schokoladiges, weil man das Süße noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[leider ist die Desserterie mittlerweile geschlossen, siehe Kommentar]<br />
Es wird früh dunkel und so (ganz) langsam auch etwas kühler und ungemütlicher. Manche lassen sich davon runterziehen, aber man sollte das Ganze positiv sehen. Winterzeit heißt Zeit für genussvolles Essen. Und Anfang Dezember ist der beste Zeitpunkt für Süßes, Sahniges, Schokoladiges, weil man das Süße noch nicht über hat. Dafür gibt es in Hamburg genau das passende Restaurant: Das Prinsessan.</p>
<div id="attachment_2133" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2011/12/dessert_puck777.jpg"><img class="size-medium wp-image-2133 " title="Süße Köstlichkeiten (Foto: puck777)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2011/12/dessert_puck777-300x225.jpg" alt="Süße Köstlichkeiten (Foto: puck777)" width="240" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Süße Köstlichkeiten (Foto: puck777)</p></div>
<p>Das Prinsessan ist eine Desserterie, d. h. der Schwerpunkt des Restaurants liegt auf Süßspeisen. Wir sprechen hier nicht von Kugeleis und Tiefkühltorten, sondern von Speisen auf höchstem Niveau. Die drei Inhaber Roman Witt, Matthias Althaus und Pascal Nagel wollten eine Nische in der Gastronomie schließen. Vermutlich sind sie nicht das erste Nachspeisenrestaurant der Welt, aber vielleicht in Deutschland.</p>
<p>Die Karte bietet Nachspeisen, bei denen einem schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen läuft: Flüssiger Schokoladenkuchen, Bratapfelparfait, Teemouse und gebrannte Creme von der Passionsfrucht. Wer sich vollständig verwöhnen möchte, nimmt das Drei-Gänge-Menü und bekommt als Dessert der Desserts Petits Fours. Die Karte wechselt natürlich je nach Saison und bietet im Sommer vermutlich auch leichtere Kost. Die Preise sind Hamburger Niveau, allerdings muss man ja auch bedenken, dass die Köstlichkeiten aufwändig in der Herstellung sind.</p>
<p><span id="more-2111"></span></p>
<p>Neben dem schwedischen Namen gibt es übrigens auf der Karte auch schwedische Produkte zu finden wie beispielsweise Smörgåser, schwedischer Apfel-Cider oder schwedischer Whiskey-Glögg. Der schwedische Cider ist ja bekanntlich zuckersüß und passt somit bestens ins Konzept. Außerdem hängt die gesamte schwedische Königsfamilie auf Fotos in den Räumen und die Innenräume sind mit gemütlichen Holzmöbeln versehen.</p>
<p>Für alle, die die Möglichkeit haben, vor Ort zu kosten: Mittlerweile gibt es zwei Filialen der Dessertbar: Das Prinsessan Uhlenhorst und das Prinsessan Eppendorf. Im Uhlenhorst hat man außerdem die Möglichkeit, bei der Zubereitung der Speisen zuzugucken. Und wer nicht nur Süßkram möchte: Es gibt auch verschiedene Frühstücks- und Mittagsangebote und eine Weinkarte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/prinsessan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Die Milch macht&#8217;s: Kooperative Arla</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/arla/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/arla/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 May 2010 20:46:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1526</guid>
		<description><![CDATA[Neben Kanelbullen, diversen Schokoriegeln und salziger Margarine vermisse ich in Deutschland die fantastische Arlamilch. Milch war für mich lange nur in Zusammenhang mit Corn Flakes genießbar. In Schweden habe ich mir allerdings das Trinken purer Milch angewöhnt. Ich weiß nicht, wie die schwedischen Bauern das machen, aber die Milch ist super lecker. Die richtige Milch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben Kanelbullen, diversen Schokoriegeln und salziger Margarine vermisse ich in Deutschland die fantastische Arlamilch. Milch war für mich lange nur in Zusammenhang mit Corn Flakes genießbar. In Schweden habe ich mir allerdings das Trinken purer Milch angewöhnt. Ich weiß nicht, wie die schwedischen Bauern das machen, aber die Milch ist super lecker. Die richtige Milch natürlich, also mit 3,5% Fett und nicht diese Milchversatze mit 1,5 oder sogar nur 0,5% Fett.</p>
<div id="attachment_1535" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/05/arla_steffe.jpg"><img class="size-medium wp-image-1535 " title="Berühmte Arla-Kuh (Foto: Steffe)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/05/arla_steffe-300x220.jpg" alt="Berühmte Arla-Kuh (Foto: Steffe)" width="210" height="154" /></a><p class="wp-caption-text">Berühmte Arla-Kuh (Foto: Steffe)</p></div>
<p>Und schön zu wissen, dass hinter Arla nicht ein profitgieriger Multikonzern steht, sondern 5300 schwedische und 6300 dänische Bauern. Diese haben sich in einer Kooperative zusammengeschlossen. Sie sind sowohl Lieferanten für ihr Unternehmen als auch Besitzer. Alle Mitglieder haben dabei das gleiches Stimmrecht.</p>
<p>Unterschätzen sollte man das ökonomische Verständnis der Landwirte jedocht nicht. 2000 erfolgte die Fusion zwischen der dänischen MD Foods un der schwedischen Arla. Arla besitzt  heute 19 Tochtergesellschaften in unterschiedlichen europäischen und internationalen Ländern, darunter Vietnam und China. Auch in deutschen Supermärkten sind immer mehr Arla-Produkte zu haben. Die größten Umsätze werden jedoch noch in Dänemark, Schweden und Großbritannien gemacht.</p>
<p><span id="more-1526"></span></p>
<p>Arla wurde 1915 in Stockholm gegründet. Damals hieß die Vereinigung jedoch noch Lantmännens Milkförsäljningsförening. Die Gründung wird vor allem mit dem Namen Werner Lidholm in Verbindung gebracht. Dessen Bruder Hildemar Albin hatte wiederum 1880 eine Molkerei gegründet, die später in die Milkförsäljningsförening integriert wurde. Der Name Arla trat auch erst 1974 auf, als die Firma Arla registriert wurde. Von Anfang an gab es als Erkennungssymbol jedoch die Kuh in rot und weiß. Wie uns die Milka-Kuh begleitete die <a href="http://www4.arla.se/Default____19227.aspx">Arla-Kuh</a> viele Schweden von der Kinderwiege bis ins Altersheim. Als Warenmarke eingetragen wurde sie 1949.</p>
<p>Heute ist der Hauptsitz im dänischen Århus. In Schweden gibt es Büros in Växjö und Stockholm und 12 Produktionsstätten in größeren und kleineren Orten. Die schwedische Internetseite der Vereinigung bietet eine Menge an Informationen, Ernährungstipps und Rezepten. Vereinzelt werden auch Bauern vorgestellt bzw. zumindest die Möglichkeit gegeben, zu schauen, woher nun genau die Frühstücksmilch gekommen sein kann. Für große Fans gibt es sogar Fanartikel in Form von Kuh-T-Shirts oder fesche Rezeptbücher. Für alle anderen reicht vielleicht auch das Glas Milch zur warmen Kanelbulle&#8230; Und wenn die Milch so lecker schmeckt sollte sie dem Genießer auch so viel Wert sein, dass der Bauer oder die Bäuerin vom Ertrag leben kann und nicht noch draufzahlen muss.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/arla/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schokowerkstatt Cloetta</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/cloetta/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/cloetta/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 May 2010 21:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1499</guid>
		<description><![CDATA[Schweden ist ein Land mit relativ wenigen Einwohnern. Aber diese Einwohner können sich freuen, denn ihr Heimatland ist in Sachen Schokolade bestens versorgt. Im Ausland ist Marabou am bekanntesten (gehört mittlerweile allerdings zu Kraft), in Schweden selbst ist die Firma Cloetta vermutlich ebenbürtig. Und Cloetta liegt mit seinem Kex-Riegel meiner Meinung nach ganz vorne in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schweden ist ein Land mit relativ wenigen Einwohnern. Aber diese Einwohner können sich freuen, denn ihr Heimatland ist in Sachen Schokolade bestens versorgt. Im Ausland ist Marabou am bekanntesten (gehört mittlerweile allerdings zu Kraft), in Schweden selbst ist die Firma Cloetta vermutlich ebenbürtig. Und Cloetta liegt mit seinem Kex-Riegel meiner Meinung nach ganz vorne in der Konkurrenz um den weltweit oder zumindest europaweit besten Schokoriegel. Einfach (und) lecker!</p>
<p>Ein Blick in die Firmenhistorie zeigt allerdings, dass Cloettas seine Wurzeln gar nicht in Schweden hat. Drei Schweizer Brüder,  Bernhard, Christoffer und Nutin Cloetta, gründete das Unternehmen 1872 in Kopenhagen. Die Brüder haben das Süßigkeiten-Handwerk vorher in der Schweiz und in Frankreich gelernt und diese Rezepte in den Norden Europas getragen. Aber sie stellten nicht nur Schokolade her, sondern auch Konfekt, Trinkschokolade und Karamellbonbons. Die schwedischen Leckermäule fanden schnell Gefallen an den Cloetta-Produkten, so dass die drei Brüder sich entschlossen, auch in Malmö die Schokopresse anzuwerfen. Einige Jahre später, 1901, zog das Unternehmen nach Ljungsbro, in die Nähe von Linköping, wo bis heute der Hauptsitz Cloettas liegt. Die Schweizer Geschwister konnten ab 1917 vermutlich in Geld schwimmen, da sie das erfolgreiche Unternehmen an  Svenska Chokladsfabrik AB verkauften, welches zu großen Teilen der Familie Svenfelt gehörte. Der Name Cloetta blieb jedoch.</p>
<p><span id="more-1499"></span></p>
<p>In den letzten Jahren sind die Ambitionen des Unternehmens noch einmal gestiegen. 1998 kaufte Cloetta seinen Konkurrenten Candelia AB und wurde damit das größe Süßigkeitenunternehmen Skandinaviens. 2000 folgte die Fusion mit dem finnischen Unternehmen Fazer. Die Zusammenarbeit wurde allerdings 2008 wieder beendet. Heute produziert Cloetta jährlich etwa 20000 Tonnen Süßwaren.  Die Werkstätten mit etwa 450 Beschäftigten befinden sich in Ljungsbro und in Alingsås.</p>
<p>Hervorragend ist wie schon gesagt der Schokoriegel Kex. Das ist einfach nur helle (oder seit ein paar Jahren auch in dunkler) Schokolade mit einer Waffel darin. Das absolute Flagschiff von Cloetta erfreut seit 1938 schwedische Gaumen. Noch älter ist das so genannte Guldnougat. Das haben die Cloetta-Brüder scheinbar noch mit entworfen, denn es ist seit 1913 auf dem Markt. Beliebt ist auch die Süßigkeit mit dem schönen Namen Mums-Mums, welche unserem Negerkuss ähnelt und schon seit 1933 hergestellt wird. Durch seine Einkaufstour durch die schwedischen Süßigkeitsläden bekam das Unternehmen Cloetta auch die Rechte an Plopp. Plopp ist ein Riegel mit einer Toffeefüllung. Hübsch süß und klebrig. In die ähnliche Richtung geht &#8220;Center&#8221;, welcher zudem Namensgeber war für das Cloetta Center Stadion in Linköping. Aber auch das mag sehr beliebt sein. Generell gilt: Wenn man nicht zu der Randgruppe gehört, die keine Schokolade mag, findet man vermutlich irgendeine Süßigkeit, die einen regelmäßig den Tag versüßt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/cloetta/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Irgendwie typisch schwedisch</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/typisch-schwedisch/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/typisch-schwedisch/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 21:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=634</guid>
		<description><![CDATA[Wir Menschen neigen zum Pauschalisieren. Motiv ist in vielen Fällen eine Vereinfachung der Sachlage und der Wunsch nach Ordnung. Es soll nicht viele verschiedene Umstände und  Menschen geben, sondern wir versuchen immer, diese in Schubladen zu packen. Das befriedigt auf eine gewisse Weise. Wir meinen, etwas durchschaut zu haben. Schlauer als der Rest zu sein. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir Menschen neigen zum Pauschalisieren. Motiv ist in vielen Fällen eine Vereinfachung der Sachlage und der Wunsch nach Ordnung. Es soll nicht viele verschiedene Umstände und  Menschen geben, sondern wir versuchen immer, diese in Schubladen zu packen. Das befriedigt auf eine gewisse Weise. Wir meinen, etwas durchschaut zu haben. Schlauer als der Rest zu sein. Also tappse ich auch mal in diese Falle und schildere, was ich für typisch schwedisch halte. Eine zufällige Auswahl ohne den Anspruch auf Vollständigkeit. Sicher auch keine Ansammlung der wichtigsten Eigenschaften des schwedischen Volkes. Los geht&#8217;s:</p>
<div id="attachment_1443" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/03/Haus_am_Meer_sramses1771.jpg"><img class="size-medium wp-image-1443" title="Natur und rote Häuser (Foto: sramses177)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/03/Haus_am_Meer_sramses1771-300x225.jpg" alt="Natur und rote Häuser (Foto: sramses177)" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Natur und rote Häuser (Foto: sramses177)</p></div>
<p>1) Lagom: Lagom ist ein Adjektiv, dessen direkte Übersetzung schwer fällt. Es geht in die Richtung &#8220;genau richtig&#8221;, &#8220;angemessen&#8221; oder &#8220;konsensfähig&#8221;. Nudeln können lagom zubereitet sein oder eine Entscheidung lagom sein. Die Schweden wollen sich nicht so richtig streiten und am liebsten alles im Konsens bestimmen. Dies hat zur Folge, dass Parlamentsdebatten in Schweden noch viel langweiliger sind als in Deutschland. Verbale Attacken gegen Opposition oder Regierung fallen meist äußerst harmlos aus. Politik ist hier weniger Showbühne, ja, es wird sogar dem Vorredner immer für seine &#8220;interessanten Ausführungen&#8221; gedankt. Selbst wenn der christdemokratische Vorredner gerade die Ehe von Homosexuellen als sittenwidrig abgestempelt hat.</p>
<p>2) Sicherheit wird <a href="http://www.mikado-82.de/sicherheit/">groß geschrieben</a> im Land der Elche und Trolle. Schnelles Autofahren wird genauso abgelehnt wie Rad Fahren ohne Helm. Rauchmelder sind weit verbreitet, die Herde sind ausgestattet mit Zeitschaltuhren, so dass man nicht vergessen kann, die Platte auszumachen (mehr dazu hier).</p>
<p>3) Schwedische Häuser haben oftmals eine Holzfassade. Das weiß jeder aus den Astrid-Lindgren-Büchern und Filmen. Schwedische Häuser sind zudem relativ klein. Das kennt man eher von IKEA, wo oftmals gezeigt wird, wie man auf wenig Fläche viel unterbringen kann. Schwedische Häuser haben oftmals eine offene Bauweise, es gibt also weniger Türen. Küche und Wohnzimmer gehen oft ineinander über. Merkwürdigerweise gibt es viele Häuser, bei denen mehr oder weniger im Keller noch Zimmer zum Wohnen sind. Dann gibt es nur kleine Fenster relativ hoch im Raum. Bei Kinderzimmern ist es häufig so, dass sich Kinder einen Raum teilen &#8211; zumindest in älteren Häusern. Türen sind oftmals unverschlossen, zumindest auf dem Land. Und Vorhänge sind in Schweden nicht so verbreitet wie in Deutschland. Gute Chancen für die Nachbarn etwas vom Leben nebenan mitzubekommen.</p>
<p><span id="more-634"></span></p>
<p>4) Öffentlicher Verkehr in Schweden ist sehr gut ausgebaut. In fast jedes Dorf des großen Landes fährt mehrmals täglich ein Bus. Auch nachts kann man zumindest in Stockholm gut hin- und herfahren. U-Bahn-Fahren in Stockholm ist sehr bequem, gleichzeitig kann man die unterschiedlich gestalteten U-Bahnhöfe besichtigen. Züge fahren auch in viele Ecken des Landes, kann nur leider relativ teuer werden, wenn man nicht rechtzeitig bucht. Der Preis berechnet sich hier nach Beliebtheit der Strecke und Zeitpunkt des Buchens. Oder man hat Glück und ersteigert ein Last-Minute-Zugticket.</p>
<p>5) Schweden essen gerne mit Sirup gesüßtes Brot. Das ist für deutsche Gaumen sehr gewöhnungsbedürftig. Zumal, wenn die Brote so weich sind, dass sie auf ein Zehntel der Ursprungsgröße schrumpfen können, wenn man den Daumen auf die Kruste drückt.</p>
<div id="attachment_1435" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/03/bier_filmaniac.jpg"><img class="size-medium wp-image-1435 " title="Typisch schwedisch - wässriges Bier (Foto: Filmaniac)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/03/bier_filmaniac-300x225.jpg" alt="Typisch schwedisch - wässriges Bier (Foto: Filmaniac)" width="210" height="158" /></a><p class="wp-caption-text">Typisch schwedisch: wässriges Bier (Foto: Filmaniac)</p></div>
<p>6) Schweden können unheimlich viel essen, ohne dass sie schnell dick werden. Wie das gelingt, ist mir noch schleierhaft. Zwei mal täglich Warmes zu essen, ist eher die Regel als die Ausnahme. Es gibt unendlich viele und unendliche Leckere Süßigkeiten, Kuchen, Torten, Eissorten und Godis. Im Allgemeinen scheint der Schwede aber nicht dicker zu sein als der oder die Deutsche.</p>
<p>7) Zu den architektonischen Besonderheiten Schwedens zählt auch die oftmals sehr geringe Größe von Toiletten. Sollte man größer als 1,80 m sein oder mehr als 100 kg wiegen, kriegt man vermutlich in vielen öffentlichen Toiletten Schwedens Platzangst. Da man auf Gleichberechtigung achtet, sind viele Toiletten sowohl für Männlein als auch für Weiblein. Unklar ist noch, warum die Toiletten oftmals recht vernachlässigt aussehen, um es harmlos auszudrücken. Es wäre jetzt natürlich vermessen, dies auf die Männer zu schieben. Ich kenne keine Untersuchungen dazu.</p>
<p>8)  Ein wichtiger Teil des öffentlichen Lebens: <a href="http://www.mikado-82.de/supermarkt/">Supermärkte.</a> Sollte man nie in zu dünner Kleidung betreten, da sonst die Gefahr von Frostbeulen besteht. Die Obst- und Gemüseabteilung wird gerne recht kühl gehalten. Die Abschnitte mit den Kühlregalen sind nochmals ein paar Grad kälter. Da greift man doch lieber zu, wenn an der Kasse 3 Marabou-Riegel für 10 statt 12 SEK angeboten werden und man sich dadurch wärmendes Fett anfressen kann.</p>
<p>9) Warm korv i bröd &#8211; Hierzulande denkt man ja, dass Dänemark das Mutterland des Hotdogs sei. Aber in Schweden ist dieses Fast-Food auch sehr beliebt. Und es gibt sehr interessante Sorten. Beispielsweise Wurst in Fladenbrot mit eingelegten Gurken und Kartoffelpüree darauf.</p>
<p>10) Real American: Etwas nervig ist die unendliche Begeisterung für alles, was aus den USA kommt. Das fängt bei der Sprache an, geht weiter zu Filmen und TV-Serien, Musik und Stars. Und das im Vergleich zu Deutschland noch mal  um 50% potenziert. Sogar in selbst ernannten kritischen Kreisen wird Michael Moore mit seinen platten Dokumentationen als großer Aufklärer der Menschheit gefeiert. Barak Obama ist vermutlich der neue Retter der Menschheit.</p>
<p>10 ist eine Runde Zahl, also sei an dieser Stelle Schluss. Die Liste ließe sich natürlich noch beliebig fortsetzen. Da würde mir noch die Modebegeisterung einfallen, die leider recht hohe Anzahl an Nazis oder die Naturverbundenheit. Das wird jedoch aufgeschoben.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/typisch-schwedisch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sollen sie doch Bohnen essen!</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/veganer/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/veganer/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Feb 2010 21:15:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1401</guid>
		<description><![CDATA[Zeit sich unbeliebt zu machen, Zeit für eine Polemik. Ziel des Verbalangriffs: Veganismus. Grund: Die Doppelmoral der Gutmenschen oder schlichtweg Lücken in der Beweisführung. Thematischer Zusammenhang: Gefühlt ist die Anzahl an Veganern in Schweden prozentual höher als in Deutschland. Beweis: Die schwedischen McDonalds-Lokale bieten (angeblich) einen veganen Burger an: Mc Bean. Vegan zu leben heißt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zeit sich unbeliebt zu machen, Zeit für eine Polemik. Ziel des Verbalangriffs: Veganismus. Grund: Die Doppelmoral der Gutmenschen oder schlichtweg Lücken in der Beweisführung. Thematischer Zusammenhang: Gefühlt ist die Anzahl an Veganern in Schweden prozentual höher als in Deutschland. Beweis: Die schwedischen McDonalds-Lokale bieten (angeblich) einen veganen Burger an: Mc Bean.</p>
<div id="attachment_1407" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/02/biokuh_potsdam.jpg"><img class="size-medium wp-image-1407 " title="Neugierige Kuh (Foto: Potsdam)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/02/biokuh_potsdam-300x277.jpg" alt="Neugierige Kuh (Foto: Potsdam)" width="210" height="194" /></a><p class="wp-caption-text">Neugierige Kuh (Foto: Potsdam)</p></div>
<p>Vegan zu leben heißt, kein Fleisch zu essen sowie keine tierischen Produkte zu verzehren oder als Kleidung zu tragen. Hinzu kommt bei vielen Veganern der Verzicht auf Produkte, die durch Tierversuche getestet worden sind, beispielsweise Kosmetika oder Reinigungsmittel. Laut eigenen Aussagen gibt es in Deutschland etwa 250.000 bis 460.000 Veganer, was einen Bevölkerungsanteil von 0,3% entspricht. Der Begriff wurde von dem Engländer Donald Watson, dem Gründer der Vegan Society, 1944 geschaffen und leitet sich natürlich vom Wort vegetarian ab. Wie für andere Engländer die Welt nicht genug ist, war Herrn Watson der Verzicht auf Fleischessen nicht genug. Da kann man mehr draus machen, da kann man andere Produkte für nutzen.</p>
<p>Nun spricht aus meiner Sicht gar nichts gegen den Verzicht auf Fleisch. Gute Haltungsbedingungen für Tiere sollten gleichfalls selbstverständlich sein. Hier kann man als Kunde ja schon bewusst steuern, indem man Produkte von anspruchsvollen Bioketten wie Demeter oder Neuland kauft und sich sein Essen mehr Wert sein lässt (unter Umständen muss man dann halt mal auf das iPhone oder den Superflat-Fernseher mit brillianter Hochauflösung verzichten bzw. länger draufhin sparen). Kritisch wird es dann, wenn man nicht mal die Milch der Kuh trinken bzw. das Ei essen soll. Und absurd wird es bei der Frage, ob der Verzehr von Honig wirklich vereinbar ist mit einem veganen Lebensstil. Schließlich mussten die Bienen ja schuften, um die klebrige Leckerei zu produzieren. Da stellt sich mir die Frage, ob ich auch auf das Kutsche fahren verzichten muss bzw. in der Wüste meine Wasserkanister selbst tragen muss, damit das Kamel entlastet wird. Wo soll das hinführen? Klingt auf jeden Fall stark danach, dass Mensch und Tier getrennt leben sollen.</p>
<p><span id="more-1401"></span></p>
<p>Wenn man das Argument einbringt, dass die Natur vorgesehen hat, dass wir Fleischesser sind und geschickt genug, um uns die Erzeugnisse anderer Lebewesen zu eigen zu machen, wird man vermutlich als Leugner der Evolution verurteilt. Schließlich sind wir heute weiter als die Neandertaler und können unsere Vernunft walten lassen. Die Vernunft waltet aber nicht lange. Denn statt die tierischen Produkte zu nehmen, greifen veganer auf Ersatzstoffe zurück. Sehr beliebt: Sojaprodukte. Die größten Sojaproduzenten der Welt: USA, Brasilien, Argentinien, China, Indien. Zwei Dinge sollten jedem sofort klar sein: Um die so beliebte Sojamilch trinken zu können, müssen riesige Containerschiffe zunächst die Waren um die halbe Welt schippern, damit wir verwöhnten Europäer den Latte Macchiato mit Sojamilch trinken können. Weil das so schön nussig schmeckt. Da bei weitem nicht jeder Veganer auch Umweltfreund ist, mag das noch nicht so stören.</p>
<p>Bei Soja plus USA fällt einem aber noch etwas anderes ein, was auch die reinen Menschen- und Tierfreunde beunruhigen wird: Es gibt in den USA dank Monsanto so gut wie kein Saatgut mehr, welches nicht gentechnisch verändert wurde. Obwohl damit in den USA ja schon viel früher begonnen wurde als bei uns, sind die Langzeitwirkungen der Genveränderungen nocht nicht abschließend geprüft. Möglicherweise ist also mein Soja-Käseschnitzel noch schädlicher als das Putenfleisch des Industriezuchtbetriebs.</p>
<p>Veganer haben es sicher im Alltag nicht leicht. Da bringt der Kollege Kuchen mit, den sie nicht essen dürfen. Essen gehen generell ist schwierig, da fast immer mit dem Koch diskutiert werden muss (in Schweden gibt es allerdings einige Restaurants, die auch explizit vegane Kost anbieten), Klamotten kaufen kann sich auch länger hinziehen, da man erst die genutzten Rohstoffe überprüfen muss. Diese Last kann man gerne auf sich nehmen, ist ja jedermanns eigene Entscheidung.</p>
<p>Schwierig wird es dann aber, wenn man sein Kind vegan aufzieht. Das kann nicht wie die anderen Kinder das Eis vom Eiswagen kaufen (wobei es in Schweden viel veganes Eis geben soll, aber das vermutlich eher im Supermarkt). Und irgendwie könnte man auch meinen, das dem Kind ein paar Nährstoffe fehlen, um sich richtig zu entwickeln. Regelmäßige Blutwertkontrollen sind da schon Pflicht, also ist man gleich Stammgast beim Arzt. Und vielleicht schmecken schlichtweg die Kombinationen aus Tofu, Bohnen und Gemüse dann doch irgendwann langweilig. Mit genussvollem Essen kann das eigentlich nichts mehr zu tun haben. Als Ausgleich kann ich aber meiner Umwelt ein schlechtes Gewissen bereiten, wenn ich in der Mittagspause regelmäßig mein veganes Mahl verzehre. Und kann verkünden, dass irgendein Lebensmittelkonzern mal wieder nicht auf die Tierhaltung geachtet hat bzw. wie viele süße Lämmer jedes Jahr sterben, weil sie auf unserem Teller landen. Da ist der Veganer moralisch erhoben und kann sich sagen &#8220;Siehste!&#8221;.</p>
<p>Die veganen Tierfreunde sind dann allerdings nicht immer Menschenfreunde: der Tabak für die Zigarette nach dem Essen wurde dann doch meist von Menschen gepflückt, die nicht mal einen Euro am Tag verdienen. Das ist dann aber nicht der Rede wert. Man kann sich schließlich nicht um alles kümmern&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/veganer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schwedische Spezialitäten: Schnaps</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/schnaps/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/schnaps/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Jan 2010 20:17:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Kälte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Skandinavien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1290</guid>
		<description><![CDATA[Lange Jahre haben wir gejammert, dass es gar keinen echten Winter mehr gibt in Deutschland. Ozonloch, Klimaerwärmung, Weinanbau in Hamburg&#8230; Seit vier Wochen liegt nun Schnee in Deutschland und so langsam geht einem der ewige Schneematsch auf die Nerven: Radfahren ist so gut wie unmöglich und durch den Schnee zu gehen so anstrengend wie ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Jahre haben wir gejammert, dass es gar keinen echten Winter mehr gibt in Deutschland. Ozonloch, Klimaerwärmung, Weinanbau in Hamburg&#8230; Seit vier Wochen liegt nun Schnee in Deutschland und so langsam geht einem der ewige Schneematsch auf die Nerven: Radfahren ist so gut wie unmöglich und durch den Schnee zu gehen so anstrengend wie ein Strandspaziergang, zudem eine echte Herausforderung für die Bänder des Fußgelenks. Und natürlich ist es kalt: Dagegen kann man sich generell warm anziehen. Wenn man jedoch zu den wenigen Personen gehört, die keine Jack Wolfskin Extreme Winterjacke besitzt oder einfach auch drei bis vier Lagen Kleidung nicht warmhalten, bleibt fast nur das traditionellste aller Wärmemittel: Schnaps.</p>
<div id="attachment_1362" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/01/Absolut_vodka_abelsson.jpg"><img class="size-medium wp-image-1362 " title="Schwedens berühmtester Schnaps (Foto: Abelsson)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/01/Absolut_vodka_abelsson-300x300.jpg" alt="Schwedens berühmtester Schnaps (Foto: Abelsson)" width="210" height="210" /></a><p class="wp-caption-text">Schwedens berühmtester Schnaps (Foto: Abelsson)</p></div>
<p>Wir Deutschen jammern ja schon bei Minus fünf Grad. In Schweden gibts aber ja fast jedes Jahr dieses Wetter und zudem noch viel niedrigere Temperaturen. Dies mag dazu beigetragen haben, dass in Schweden gerne auch Schnaps gebrannt wird. Klar, auf die Idee des Schnapsbrennens sind Menschen aller Länder und Regionen gekommen. Jedes Land hat aber sein eigenes Nationalgetränk: Die Griechen haben Ouzo, Schotten haben Whiskey, Kroaten haben Slivovitz usw. In Schweden haben sich zwei Getränke besonders durchgesetzt: Wodka und Aquavit.</p>
<p>Der Aquavit gilt in ganz Skandinavien als Delikatesse. In Deutschland bringt man ihn heutzutage eher mit Norwegen und Dänemark in Verbindung als mit Schweden. In Norwegen wird mit Linie einer der bekanntesten Kümmelschnäpse hergestellt. In Dänemark ist das Pendant der Jubiläums Aquavit. Das sind jedoch nicht nur zwei verschiedene Marken des Schnaps, sondern auch zwei verschiedene Produktionsprozesse und vielleicht auch Philosophien hinter der Brennerei. Der norwegische Aquavit schmeckt nach Meinung von Kennern mehr  nach den Eichenfässern bzw. Sherryfässern, in denen er gelagert wird (der Name Linie entstand übrigens, da das Getränk in Fässern über die Linie des Äquators gefahren wurde, um es in Australien zu verkaufen. Da der Vertrieb dort bankrott war, kam das Getränk zurück in sein Heimatland und wurde ein großer Renner). Außerdem ist er runder im Geschmack und nicht so stark von Kräutern dominiert. Generell wird dieser Schnaps aus Kartoffeln oder Getreide gebrannt und ist besonders rein. Destilliert wird mit Kümmel, Dillsamen und je nach Sorte auch mit Fenchel, Koriander, Zimt oder Nelken.</p>
<p><span id="more-1290"></span></p>
<p>In Schweden wird mehrheitlich die dänische Variante des Aquavits hergestellt und getrunken. Über die richtige Temperatur beim Verzehr sind sich die Skandinavier scheinbar nicht einig. Wir Deutschen halten uns eher an die dänische Variante und trinken ihn eiskalt. In Norwegen behaupten Genießer, dass der Geschmack sich erst bei Zimmertemperatur entfaltet.</p>
<p>Beim zweiten Nationalgetränk sind sich die Menschen hingegen einig: Wodka muss eiskalt getrunken werden. Ob Wodka in Schweden nun beliebter ist als in anderen europäischen Ländern, sei dahingestellt. In Russland und Polen wird vermutlich deutlich mehr davon konsumiert. Dafür haben die Schweden mit Absolut Wodka eine der bekanntesten Wodkamarken weltweit. Angeblich nach Bacardi und Smirnoff sogar die bekannteste Spiritousenmarke. Wie auch in anderen Bereichen, sind den Schweden ihre Marken und Eigenarten nicht mehr so wichtig. Sie verkaufen auch gerne mal traditionelle Produkte des schwedischen Lebens ins Ausland. Im Fall von Absolut Wodka verkaufte die konservativ-liberale schwedische Regierung in ihrem Privatisierungsrausch die Wodkafirma an das französische Unternehmen Pernord-Ricard. 5,6 Milliarden Euro sollen die Franzosen dafür überwiesen haben.</p>
<p>Absolut Wodka war bei seiner Erfindung Ende des 19. Jahrhunderts etwas ganz Besonderes. Hergestellt wird der Wodka aus Winterweizen und Wasser, das aus einer bestimmten Quelle stammt. Das alleine macht noch nicht das Geheimrezept aus. Der Erfinder Lars Olsson Smith konnte aber eine neue Brennmethode entwickeln, bei der die Fuselöle besser vom eigentlichen Wodka getrennt werden konnten. Dadurch war der Wodka reiner. Olsson Smith nannte ihn &#8220;Absolut Renat Brännvin&#8221; (Absolut Reiner Branntwein). Ab 1879 verkaufte er erfolgreich seinen Wodka und hebelte das damalige Verkaufsmonopol für Alkohol der Stadt Stockholm aus.</p>
<p>Der Aufschwung der Sozialdemokratie in Schweden verursachte auch einen anderen Umgang mit Alkohol. Das übermäßige Trinken sollte unterbunden werden. Dadurch entstand auch das Verkaufsmonopol von Alkohol des schwedischen Staates. Ab 1917 gehörte Absolut Wodka somit der schwedischen Regierung. Lange Jahre war der Wodka eher ein Ladenhüter. Richtig beliebt wurde er erst ab Ende der 70er Jahre. Erst da erfolgte die Umbenennung in Absolut Wodka. Gleichzeitig änderte sich das Design der Flasche. Markenzeiche wurde die durchsichtige Flasche ohne Etikett, bei der der Text direkt auf die Flasche gedruckt wird. Die Marketingabteilung setzte zudem vermehrt auf Design und aufwendige Werbekampagnen. Der unaufhaltsame Aufstieg des Absolut Wodkas folgte.</p>
<p>Heute gibt es den bekannten Wodka in 15 Sorten. Neben dem reinen Wodka kreierten die Schweden noch einige flavoured drinks. So ziemlich jedes Obst wurde als Geschmacksverstärke zum Wodka gegeben. Produziert wird all dies noch in Schweden, genauer gesagt im südschwedischen Åhus. Der nicht einmal 9000 Einwohner umfassende Ort in Skåne ist zudem Touristenort und beherbergt neben der Schnapsbrennerei auch eine Eisfirma. Bevor die Touristen den Strand bevölkern, werden in der dortige Eckkneipe sicher noch einige Absolut Wodkas über den Tresen gerreicht und sich von innen aufgewärmt. Wer das nicht möchte, kann das Aufwärmen natürlich auch mit heißen Fliederbeersaft oder Tee versuchen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/schnaps/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schwedische Spezialitäten &#8211; Fischgerichte</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/fischgerichte/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/fischgerichte/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 13:25:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1047</guid>
		<description><![CDATA[Ein Resultat der Globalisierung ist die Tatsache, dass es in Deutschland kein Problem mehr ist, französische Crêpes, polnisches Bigos oder die leckeren dänischen Hotdogs zu bekommen. Britische Schokoriegel, amerikanische Oreo-Kekse und japanische Sojasoßen sind ebenfalls kein Problem. Das ist einerseits praktisch, weil man nicht in teure Reisen investieren muss, um neue Geschmackserlebnisse genießen zu können. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Resultat der Globalisierung ist die Tatsache, dass es in Deutschland kein Problem mehr ist, französische Crêpes, polnisches Bigos oder die leckeren dänischen Hotdogs zu bekommen. Britische Schokoriegel, amerikanische Oreo-Kekse und japanische Sojasoßen sind ebenfalls kein Problem. Das ist einerseits praktisch, weil man nicht in teure Reisen investieren muss, um neue Geschmackserlebnisse genießen zu können. Andererseits nimmt es ein wenig den Reiz einer Auslandsreise. Und es ist schwierig, die Qualität vergleichen zu können. Trotz intensiver Suche ist es mir beispielsweise bisher nicht gelungen, in Deutschland grünes Pesto zu finden, welches ansatzweise so gut ist wie in Italien.</p>
<p><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/11/Fisch_Cartoon_Hamburger_Jung.jpg"><img class="size-medium wp-image-1287 alignleft" title="Zeichnung: HamburgerJung, flickr" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/11/Fisch_Cartoon_Hamburger_Jung-300x237.jpg" alt="Zeichnung: HamburgerJung, flickr" width="210" height="166" /></a></p>
<p>Aber auch innerhalb eines Landes gibt es Qualitätsunterschiede. Erst nach meinem Umzug in die Hauptstadt wurde mir bewusst, dass Fisch in Norddeutschland doch noch eine ganz andere Rolle auf dem Speisezettel einnimmt als im Rest des Landes. Ich vermute einfach, dass in Schweden die Unterschiede nicht ganz so groß sind, weil es mehr Gewässer im Binnenland gibt und Angeln dank des Allemansrättens nicht nur mit Angelschein möglich ist. Die schwedische Küche setzt zumindest sehr häufig auf Fisch, der gebeizt, geräuchert oder gebraten wird.</p>
<p>Zu internationaler Berühmtheit brachte es der gravad lax. Dieser ist entgegen der Annahme Vieler nicht geräuchert, sondern gebeizt. Ursprünglich wurde der rohe Lachs mit einer Salz-Zucker-Kräutermischung eingerieben und drei Tage im Erdboden vergraben (deshalb gravad). Heute kommt er eingerieben in die Kühlräume. Serviert wird gravad lax traditionell mit einer kalten Senf-Dill-Soße. Wie so viele Lebensmittel in Schweden ist die Soße süßlich gehalten.</p>
<p><span id="more-1047"></span></p>
<p>Ein weiterer wichtiger Fisch auf schwedischen Tellern ist der Hering. Wenn er zu Lebzeiten durch die Ostsee geschwommen ist, gilt er als Strömming.  Ansonsten muss er sich mit der Bezeichnung Sill begnügen. Wie jeder Besucher einer schwedischen Möbelhauskette weiß, ist Sill im Glas ein großer Hit in Schweden. Der Hering ist dabei in verschiedene Marinaden eingelegt, z.B. in Senfsoße, Kräutersoße, klassisch nur mit Zwiebeln, Knoblauch, Dill, Tomatensoße und so weiter&#8230; Eins von tausend Rezepten dazu gibt es <a href="http://www.brunnvalla.ch/schweden/essen.htm">hier</a>.</p>
<p>Interessanter, weil exotischer, ist vielleicht der Strömming. Ein schwedischer König legte im 16. Jahrhundert fest, dass alle Heringe so genannt werden sollen, die östlich einer imaginären Linie zwischen Kalmar und der polnischen Küste gefangen werden. Er unterscheidet sich vom herkömmlichen Hering unter anderem in seiner (geringeren) Größe. Außerdem ist der Salzgehalt in seinen Gewässern niedriger. Den Strömming kann man normalerweise wie Hering auch in verschiedenen Zubereitungen genießen. Man kann ihn einlegen oder braten. Ein ganz besonderer Clou ist aber der Surströmming, der saure Strömling. Das ist vermutlich nur etwas für Leute, die gerne Fisch essen und auch gerne mal gewagte Speisen zu sich nehmen mögen.</p>
<p>Im Grunde ist der Surströmming gegorener Fisch. Nach dem Fang wird ihm der Kopf entfernt  und er in ein Holzfaß mit Salz gegeben, wo er beginnt zu gären. Anschließend kommt der Fisch in handliche Konservendosen. Etwa ein halbes Jahr gärt das tote Tier, bevor es im Handel erstanden werden kann. Wenig überraschend ist der Geruch beim Öffnen der angeschwollenen Dose faulig und gewöhnungsbedürftig. Anfänger würden ihn vermutlich unverzüglich in den Müll werfen. Deshalb wird empfohlen, die Dosen im Freien zu öffnen und den Inhalt am besten auch dort zu verzehren. Abstand sollte man zu der Salzlake in der Dose halten, der Fisch selbst gilt als Delikatesse im Norden.</p>
<p>Wesentlich seltener und deshalb teurer ist der Aal. Er wird beispielsweise zum schwedischen Julbord serviert, den festlichen Weihnachtsessen. Der Aal ist allerdings stark überfischt, weshalb man am besten auf seinen Verzehr verzichtet oder ihn aus nachhaltiger Fischerei ersteht.</p>
<p>Ein schwedisches low-budget-Menü ist hingegen Janssons frestelse, sprich: Janssons Versuchung. Herr oder Frau Jansson hatte scheinbar vor allem Kartoffeln in der Vorratskammer. Diese werden roh in Stifte geschnitten, ins Wasser gelegt und anschließend in eine Auflaufform gegeben. Um dem ganzen Geschmack zu geben, kommen noch Zwiebeln und Anchovis (kleine, sehr salzige Sardellen) aus der Dose hinzu. Ein wenig Sahne, Paniermehr als Belag und ab in den Ofen. Ein absoluter Klassiker der schwedischen Küche <a href="http://www.chefkoch.de/rezepte/519231148137695/Janssons-Versuchung-Janssons-Frestelse.html">(Rezept).</a></p>
<p>Generell ist die schwedische Küche noch sehr traditionell und schwer. Es ist den Starköchen von heute noch nicht hinreichend gelungen, die klassischen schwedischen Gerichte durch neue Zutaten etwas moderner zu gestalten. Auf die Kalorien seiner Mahlzeit muss also jeder noch selbst achten. Wer in Stockholm typisch schwedisch essen möchte, kann dies beispielsweise im 1900 in der Innenstadt. Dort werden nur schwedische Produkte für die Zubereitung verwendet und dies bis hin zum Öl zum Braten eingehalten.</p>
<p>ps: Diese Woche habe ich noch ein großartiges schwedisches Wort entdeckt: Kålrabbi. Das klingt doch gleich viel appetitlicher als Kohlrabi&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/fischgerichte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schwedische Einkaufsläden</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/supermarkt/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/supermarkt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 08:40:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1048</guid>
		<description><![CDATA[Der Paradeschwede fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (oder Elektroauto) zum genossenschaftlichen Coop/Konsum-Supermarkt, kauft alle Bioprodukte und fair gehandelten Waren, die ihm das Sortiment bietet, geht noch kurz zum Konditori und ersteht eine winzige Kalorienbombe für die Familie, einen edlen Rotwein fürs Dinner gibt es im Systembolaget, dann fährt er vollbepackt wieder nach Hause, um die 19.30 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1061" class="wp-caption alignleft" style="width: 208px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/09/konsum-vargklos.jpg"><img class="size-medium wp-image-1061" title="Rekonstruktion eines Konsumladens in Skansen  (Foto: Vargklo's)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/09/konsum-vargklos-198x300.jpg" alt="Rekonstruktion eines Konsumladens in Skansen  (Foto: Vargklo's)" width="198" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Rekonstruktion eines Konsumladens in Skansen  (Foto: Vargklo&#39;s)</p></div>
<p>Der Paradeschwede fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln (oder Elektroauto) zum genossenschaftlichen Coop/Konsum-Supermarkt, kauft alle Bioprodukte und fair gehandelten Waren, die ihm das Sortiment bietet, geht noch kurz zum Konditori und ersteht eine winzige Kalorienbombe für die Familie, einen edlen Rotwein fürs Dinner gibt es im <a href="http://www.mikado-82.de/bier-korn-schnaps-und-wein/">Systembolaget, </a> dann fährt er vollbepackt wieder nach Hause, um die 19.30 Uhr Nachrichten nicht zu verpassen.</p>
<p>Schöne Story, aber weit weg von der Realität.</p>
<p>Punkt 1): Ein Schwede ist nichts ohne sein Auto. Groß muss es sein, damit beim Einkaufen auch viel reingeht. Das <a href="http://www.mikado-82.de/umweltschutz/">Elektroauto </a> gilt in Schweden als umweltfreundliche Alternative, die Meinung wird allerdings nicht von allen Umweltfreunden geteilt.</p>
<p>Punkt 2): Die Hochzeiten des Konsums sind vorbei. Auch die Schweden kaufen gerne billig, also bei der schwedischen Supermarktkette Willy:s oder beim sich stark ausbreitenden Lidl-Markt. Konsum und ICA haben das Nachsehen, sind allerdings oft auch so klein, dass man nicht alles findet und so eng, dass das Einkaufen kein Vergnügen ist. Bei Neubauten setzen deshalb jetzt auch ICA und Co. auf sehr große Gebäude und Auswahl.</p>
<p>Punkt 3): Biowaren in Schweden zu finden ist äußerst schwierig. Sich an das Klischee des umweltfreundlichen Schwedens erinnernd, ist es höchst erstaunlich, aber es gibt so gut wie keine Bioläden. Nicht mal in den Großstädten. Die Supermärkte beginnen sehr langsam, auch ökologisch angebaute Waren anzubieten. Biogerichte in Restaurants sind da fast einfacher zu finden. Faire Produkte gibt es wie so oft eher in kirchlichen Einrichtungen oder bei Lidl.</p>
<p><span id="more-1048"></span></p>
<p>Punkt 4) Wohl den meisten Schwedeninteressierten ist bekannt, dass die Zahl der Bäcker in Schweden verschwindend gering ist. Wenn dann gibt es Konditoreien. Beim Bäcker ist ein normales 500g-Brot sonst unter 5,50 Euro nicht zu haben. Die Schweden mögen es gerne weich, außerdem gibt es gewöhnungsbedürftig viel mit Sirup gesüßtes Brot.</p>
<p>Punkt 5) Noch schlechter ist die Lage bei Schlachtern/Metzgereien. Kenne ich maximal aus Supermärkten, dann aber meist auch eher kleiner. Oder in den Feinkostabteilungen von Kaufhäusern. Wenn man im Supermarkt kauft, sollte man sich zunächst angewöhnen, auf jeder Packung das Haltbarkeitsdatum zu kontrollieren. Es kommt häufig vor, dass Produkte bereits abgelaufen sind oder kurz davor stehen.</p>
<div id="attachment_1062" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/09/ica-maxi-kenny-lex.jpg"><img class="size-medium wp-image-1062 " title="Maxi-ICA (= schwedischer Supermarkt, Foto: Kenny Lex)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/09/ica-maxi-kenny-lex-300x199.jpg" alt="Maxi-ICA (= schwedischer Supermarkt, Foto: Kenny Lex)" width="240" height="159" /></a><p class="wp-caption-text">Maxi-ICA (= schwedischer Supermarkt, Foto: Kenny Lex)</p></div>
<p>Punkt 6) In Schweden gibt es schon seit 1984  Pfand auf Getränkebehälter. Trotzdem gibt es viel mehr Dosen als bei uns. Das Lättöl (Bier mit maximal 3,5%) im Supermarkt gibt es nämlich fast nur aus Dosen. Auch das als Cider titulierte weinhaltige Getränk, das Jugendliche trotz grenzwertigem Geschmack literweise trinken, wird meist in Dosen verkauft.</p>
<p>Punkt 7) Schwedische Öffnungszeiten. Eigentlich ist Schweden ein arbeitnehmerfreundliches Land. Die Einzelhandelsverkäufer wurde bei dieser Einstufung allerdings irgendwie vergessen. Supermärkte haben an sieben Tagen die Woche auf. Man kann abends bis 21 Uhr oder länger einkaufen. Natürlich auch am Sonntag. Und an Feiertagen sind nur wenige Stunden geschlossen. Heilig Abend vielleicht von 16-20 Uhr, der erste Weihnachtstag ist dann schon wieder ein ganz normaler Arbeitstag (auch sehr beliebt fürs Shoppen, da alle Bekleidungsläden offen haben).</p>
<p>Positives gibt es natürlich auch. Zigaretten und <a href="http://www.mikado-82.de/snus/">Snus</a> wird z.B. nur an den Supermarktskassen oder in speziellen Tabaksläden verkauft. Macht es dem 12jährigen etwas schwieriger an die Fluppen zu kommen. Kinder(wagen)freundlicher sind die meisten Läden ebenfalls. Dann gibt es den großen Spaß bei Marabouriegeln o.ä., dass man weniger zahlt, wenn man gleich drei Süßigkeiten kauft. Außerdem stehen in fast jedem Supermarkt die Godis-Container mit Weingummi, Lakritz usw. zum selbst zusammenstellen. Da die Schweden große Fans der kalten Erfrischung sind, gibt es auch eine große Auswahl von Eissorten.</p>
<p>Sehr zu empfehlen ist das Trinken von schwedischer Milch. Die schmeckt, warum auch immer, wesentlich besser als in Deutschland. Kostet wie alle Milchprodukte zwar auch einiges mehr als bei uns, für gute Qualität kann man das aber  gerne hinnehmen. Leider scheinen die Preise noch nicht hoch genug zu sein, denn viele schwedische Milchbauern kämpfen ums Überleben. Europäische Milchseen versauern die Preise. Eine nationale Quotenregelung für einzelne Betriebe oder die Verringerung der europäischen Milchquoten ist von der Regierung Reinfeldt nicht gewünscht (Es wird noch ca. 10-15% mehr Milch europaweit subventioniert produziert als benötigt wird.)</p>
<p>Sehr schwierig zu kaufen ist vernünftiger Saft. Der schmeckt oft wie Caprisonne oder Hubba-Bubba in flüssig. Dabei gibt es den eigentlich Fruchtsirup noch in 2,5-Liter Kanistern extra zu kaufen. Und sehr skuril: Bei Lidl gibt es Flaschen in Flachmanngröße mit einer Essenz, die den Geschmack von bestimmten Alkoholsorten haben soll. Darf ja keinen Alkohol enthalten, wenn man es im Supermarkt kaufen kann. Vermutlich wird damit der selbstgebrannte Schnaps geschmacklich optimiert.</p>
<p>Kundenkarten gibt es natürlich auch in Schweden, vermutlich noch viel mehr als bei uns. Allein als Student an der Uni bekommt man ca. sechs Chipkarten und muss sich zehn Mal irgendwo registrieren. Bezahlt wird auch viel öfter per Bank- oder Kreditkarte. Schließlich ist es <a href="http://www.mikado-82.de/sicherheit/#more-542">gefährlich, </a> Bargeld im Wert eines Supermarkteinkaufs bei sich zu haben.</p>
<p>Lange hat Schweden mit seinen nationalen Supermarkt- oder Kioskketten (Pressbyrån) der Gleichmacherei getrotzt. Seit ein paar Jahren nehmen aber leider die großen internationalen Ketten wie Lidl, Seven Eleven und McDonalds drastisch zu (dabei gibt es mit Maxburger eine zu empfehlende schwedische Burgerkette). Tante-Emma-Läden sind längst passé, aber es wäre schade, wenn auch die Coop-, ICA- und Willy:s-Läden nicht überleben würden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/supermarkt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schwedische Spezialitäten II &#8211; Kuchen und Gebäck</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/schwedische-spezialitaten/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/schwedische-spezialitaten/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 21 May 2009 15:09:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=749</guid>
		<description><![CDATA[Nein, nicht nur die Österreicher können fantastische Torten und Kuchen zaubern, sondern auch die Schweden. In einem Land, in dem das Fika (Kaffee trinken) einen derartig hohen Status einnimmt, ist dies aber auch kein Wunder. Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, gibt es mehrmals am Tage &#8220;Fika&#8221;. Man trifft sich mit Freunden im Café und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, nicht nur die Österreicher können fantastische Torten und Kuchen zaubern, sondern auch die Schweden. In einem Land, in dem das Fika (Kaffee trinken) einen derartig hohen Status einnimmt, ist dies aber auch kein Wunder. Wie an anderer Stelle bereits erwähnt, gibt es mehrmals am Tage &#8220;Fika&#8221;. Man trifft sich mit Freunden im Café und kann dort gut und gerne einige Stunden verbringen. Angesichts dieser Tatsache verwundert es vielleicht auch nicht so sehr, dass ein Cappucino meist so um die 3,50 Euro kostet und Kuchen/Torte sich in ähnlichen preislichen Sphären befinden. Das Sitzfleisch der Gäste muss für die Cafébetreiber schließlich irgendwie von nutzen sein. Die Schweden sind auf jeden Fall in der Liga der eifrigsten Kaffeetrinker der Welt (Deutsche liegen noch deutlich dahinter).</p>
<div id="attachment_752" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/05/kanelbulle_loopkid.jpg"><img class="size-full wp-image-752" title="Kanelbulle, Foto: Loopkid, flickr" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/05/kanelbulle_loopkid.jpg" alt="kanelbulle_loopkid" width="240" height="161" /></a><p class="wp-caption-text">Kanelbulle, Foto: Loopkid, flickr</p></div>
<p>Zum Fika auf der Arbeit wird meist ein kleiner Snack eingenommen, z.B. Kaffebröd. Kaffebröd ist ein Hefegebäck, gefüllt mit Pudding, Marmelade oder nur mit Zucker bestreut. Es kommt der berühmten Kanelbulle sehr nahe.  Dies ist eine Art Zimtschnecke: Hefeteig mit einer Zucker-Zimt-Füllung und Hagelzucker als Belag. Ein unschlagbarer Genuss, auch wenn man sonst kein großer Freund von Hefeteig ist (ein Rezept findet sich <a href="http://kuchen-tortem.suite101.de/article.cfm/kaffe_och_bulle"> hier </a>).</p>
<p>Generell werden in Cafés eher Kuchen angeboten als Torten. Eine Ausnahme ist die auch in deutschen Supermärkten vermehrt anzufindenden Princesstorte. Sie sieht mit ihrer grünen Marzipandecke etwas giftig aus, ist ansonsten eine Kuppeltorte mit hellem Rührteig , Sahne und ein wenig Marmelade. Ansonsten bedeuten Torten in Schweden leider meist etwas Teig, viel Sahne und ein paar Früchte.</p>
<p><span id="more-749"></span></p>
<div id="attachment_753" class="wp-caption alignright" style="width: 202px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/05/princesstorte_per_ola_wiberg.jpg"><img class="size-full wp-image-753" title="Prinzessinentorte (Foto: Per Ola Wiberg, flickr)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/05/princesstorte_per_ola_wiberg.jpg" alt="Prinzessinentorte (Foto: Per Ola Wiberg, flickr)" width="192" height="156" /></a><p class="wp-caption-text">Prinzessinentorte (Foto: Per Ola Wiberg, flickr)</p></div>
<p>Mein Tipp wäre eh, in Schweden Kuchen zu essen. Den gibt es meist mit Vanillesoße statt Sahne, was meiner Meinung nach ein absoluter Gewinn ist. Viel verkauft wird Apfelpaj oder Blaubeerpaj, der in der Mikrowelle warm gemacht (eine Unart der Schweden: <a href="http://www.mikado-82.de/umweltschutz/"> Umweltschutz </a> ) wird und dann auch jeden satt kriegen sollte. Sehr zu empfehlen auch Morotskaka, der Mohrrübenkuchen. In einem normalen Rührteig werden einfach noch Karotten hinzugegeben, was den Teig sehr saftig macht. Anschließend kommt noch eine Zitronen-Frischkäse-Glasur auf den Kuchen und je nach Geschmack noch eine Marzipanmohrrübe (<a href="http://www.abbiseite.de/rezept_mohrruebenkuchen.html"> Rezept </a>).</p>
<p>Da die Schweden gerne die Gewohnheiten von US-Amerikanern übernehmen, gibt es in Cafés oft auch Brownies, Muffins und Cookies. Klar, gibts auch hierzulande, aber nicht so weit verbreitet. Typisch schwedisch Backen heißt viel Hefeteig, Zuckerguss und Marzipan zu verwenden.</p>
<div id="attachment_754" class="wp-caption alignleft" style="width: 202px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/05/morotskaka_erik_boralv.jpg"><img class="size-full wp-image-754" title="Mohrrübenkuchen (Foto: Erik Boralv)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/05/morotskaka_erik_boralv.jpg" alt="Mohrrübenkuchen (Foto: Erik Boralv, flickr)" width="192" height="144" /></a><p class="wp-caption-text">Mohrrübenkuchen (Foto: Erik Boralv)</p></div>
<p>Kekse werden auch gerne gebacken, wobei immer wieder erstaunlich ist, wie wenig Zutaten schwedisches Gebäck benötigt, um doch lecker zu sein. Teuer wird es erst, wenn in den Hefeteig noch Safran gemengt wird, was meistens am Lichterfest Lucia im Dezember der Fall ist.</p>
<p>Von der Kaffekultur könnte sich Deutschland ruhig noch eine Scheibe abschneiden. Cafés für junge Leute sind hier längst nicht so verbreitet wie in Schweden. Dabei wäre es doch eine nette Abwechslung, sich nicht immer auf ein Bier zu treffen, sondern auch mal gemütlich im Café.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/schwedische-spezialitaten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

