Aus dem Leben eines Fußballstars – die Autobiografie von Zlatan I.
Nun also auch Zlatan. Personen des öffentlichen Lebens scheinen sich geradezu nach noch mehr Aufmerksamkeit zu sehnen. Anders ist wohl kaum zu erklären, warum Sportler und andere Berühmtheite bereits während ihrer aktiven Karriere mit Autobiografien um sich werfen und dabei allzu Privates vor der Öffentlichkeit entblößen. Heute erschien “Jar är Zlatan Ibrahimovic” (Ich bin Zlatan Ibrahimovic) in Schweden und – natürlich – sorgt das Werk für Aufregung.
Die nakten Zahlen: Laut Dagens Nyheter ist die erste Auflage des Werks bereits vergriffen, immerhin 100.000 Exemplare. Weitere 100.000 befinden sich im Druck. Und beim schwedischen Buchversand Bokus gab es mehr Vorbestellungen als bei Harry Potter. Das steigert sicher schon einmal das Ego des Stars. Dass sich ein Spieler, der schon beim FC Barcelona und dem AC Mailand unter Vertrag stand, die Mühe aus finanziellen Gründen macht, ist so wahrscheinlich wie Schnee im Juli (vielleicht im Gegensatz zum Musterknaben Philipp Lahm).
Es läuft wie es immer läuft: Man sucht sich einen Koautor, der das was man sagen will publikumswirksam verfasst (siehe Dieter Bohlen – Katja Kessler). Zlatan Ibrahimovic hat dafür die Hilfe des schwedischen Journalisten und Autors David Lagercrantz in Anspruch genommen. Der Stockholmer hat in seinen Werken bereits mehrere Biografien beschrieben. Jetzt geht es aber nicht um fiktionale Geschichten, sondern um das wahre Leben. Das fing bei Zlatan nicht so rosig an. Seine Eltern kamen als Flüchtlinge des Balkankriegs nach Schweden und lebten mit ihren fünf Kindern in Malmö. Die Schilderung seiner Kindheit ist Zlatan scheinbar wichtig. Und sicher ist es gut, wenn die Schweden und Westeuropäer vor Augen geführt bekommen, dass Menschen auch in ihrer Gesellschaft trotz Arbeit hart an der Armutsgrenze leben.



