Aus dem Leben eines Fußballstars – die Autobiografie von Zlatan I.

Mittwoch, 9. November 2011

Nun also auch Zlatan. Personen des öffentlichen Lebens scheinen sich geradezu nach noch mehr Aufmerksamkeit zu sehnen. Anders ist wohl kaum zu erklären, warum Sportler und andere Berühmtheite bereits während ihrer aktiven Karriere mit Autobiografien um sich werfen und dabei allzu Privates vor der Öffentlichkeit entblößen. Heute erschien “Jar är Zlatan Ibrahimovic” (Ich bin Zlatan Ibrahimovic) in Schweden und – natürlich – sorgt das Werk für Aufregung.

Die nakten Zahlen: Laut Dagens Nyheter ist die erste Auflage des Werks bereits vergriffen, immerhin 100.000 Exemplare. Weitere 100.000 befinden sich im Druck. Und beim schwedischen Buchversand Bokus gab es mehr Vorbestellungen als bei Harry Potter. Das steigert sicher schon einmal das Ego des Stars. Dass sich ein Spieler, der schon beim FC Barcelona und dem AC Mailand unter Vertrag stand, die Mühe aus finanziellen Gründen macht, ist so wahrscheinlich wie Schnee im Juli (vielleicht im Gegensatz zum Musterknaben Philipp Lahm).

Es läuft wie es immer läuft: Man sucht sich einen Koautor, der das was man sagen will publikumswirksam verfasst (siehe Dieter Bohlen – Katja Kessler). Zlatan Ibrahimovic hat dafür die Hilfe des schwedischen Journalisten und Autors David Lagercrantz in Anspruch genommen. Der Stockholmer hat in seinen Werken bereits mehrere Biografien beschrieben. Jetzt geht es aber nicht um fiktionale Geschichten, sondern um das wahre Leben. Das fing bei Zlatan nicht so rosig an. Seine Eltern kamen als Flüchtlinge des Balkankriegs nach Schweden und lebten mit ihren fünf Kindern in Malmö. Die Schilderung seiner Kindheit ist Zlatan scheinbar wichtig. Und sicher ist es gut, wenn die Schweden und Westeuropäer vor Augen geführt bekommen, dass Menschen auch in ihrer Gesellschaft trotz Arbeit hart an der Armutsgrenze leben.

weiter lesen »

Abgelegt in Schweden

Schwedischer Festivalsommer

Montag, 13. Juni 2011

Letzte Woche war Rock am Ring und damit Start in die europäische Festivalsaison. Beim Ring waren Coldplay und System of a Down Headliner. Letztere haben nach fünf Jahren Pause und angeblichen Streitereien in diesem Jahr die ersten gemeinsamen Konzerte geplant und kommen z.B. auch nach Berlin und bereits am nächsten Wochenende nach Göteborg.

Hultsfred Festival (Foto: Jonas Nilsson Lee)

Hultsfred Festival (Foto: Jonas Nilsson Lee)

In Göteborg treten sie beim zweitägigen Meltadown Festival auf. Entsprechend des schwedischen Musikgeschmacks ist das Meltadown ein Metal-Festival. System of a Down, die aufstrebende dänische Band Volbeat und die Veteranen von Korn sind dabei die bekanntesten Namen. Ansonsten sind eine ganze Menge schwedischer Bands auf dem Festival vertreten. Etwas ungewöhnlich ist, dass nur ein Tag vor dem Meltadown auf demselben Gelände das West Coast Riot-Festival stattfindet. Dieses Punk-Festival wurde vor 3 Jahren zum ersten Mal veranstaltet. In diesem Jahr findet es an nur einem Tag statt und zwar am Donnerstag, dem 16. Juni. In Schweden ist da scheinbar schon die Urlaubszeit gekommen… Auftreten werden The Gaslight Anthem, Gogol Bordello, Shelter, Sum 41 und Millencollin.

 

Vermutlich hängt diese Terminverknüpfung aber auch mit finanziellen Aspekten zusammen. 2010 ist der Veranstalter des bis dahin größten schwedische Festivals, des Hultsfred eine Woche vor der Veranstaltung Pleite gegangen. Das Festival fand deshalb nicht statt. Aber schon schnell gab es Ersatz. Das Hamburger Unternehmen FKP Scorpio hat sich die Namensrechte an dem Festival gesichert. Damit expandiert FKP Scorpio weiter im europäischen Raum. In Deutschland sind sie die Veranstalter des Southside bzw. Hurricane-Festivals (nach dem Rock am Ring mittlerweile das zweitgrößte Festival).  Außerdem organisieren sie das Highfield (Alternative), Area4 (Punk), Mera Luna (Gothic), Plage Noir (Indoor-Festival), Chiemsee Reggae, Hamburger Kultursommer, Elbjazz, Rolling Stone Weekender (Indoor-Festival) und das Greenfield-Festival in der Schweiz.

weiter lesen »

Abgelegt in Schweden

Ostseeinsel Gotland

Montag, 30. Mai 2011

Natürlich kann man auch in Schweden sehr gut Urlaub machen. Und die Schweden selbst verbringen den Sommer gerne im Heimatland. Zum Beispiel auf der Ostseeinsel Gotland. Diese liegt etwa 100 Kilometer östlich vom schwedischen Festland und noch etwas nördlich von der zweiten großen schwedischen Insel Öland. Damit liegt es fast in der Mitte zwischen Schweden und Lettland.

Raukar auf Gotland (Foto: eutrophication&hypoxia)

Raukar auf Gotland (Foto: eutrophication&hypoxia)

Gotland ist aus mehreren Gründe speziell. Zum einen gibt es auf der Insel einen besonderen Dialekt namens Gutamål (Deutsch: Gutnisch). Einige meinen, dass es sich um eine eigene Sprache handelt. Dafür spricht, dass es auch noch einen eigenen Dialekt der Insel namens Gotländisch gibt. Außerdem soll es Gutamål gegeben haben, als sich Schwedisch gerade noch entwickelt hat. Wer einen Einblick in die Sprache bekommen möchte, wird hier fündig.

Nun könnte man meinen, wenn die Insel schon Gotland heißt, wird hier Gotisch gesprochen. Heutzutage spricht aber keiner mehr diese ostgermanische Sprache. Gutamål ist außerdem eine nordgermanische Sprache. So ganz aus dem Nichts kommt der Name Gotland jedoch nicht. Laut der Gutasaga lebten die Goten auf der Insel, bevor Teile von Ihnen nach Europa zogen und große Flächen eroberten. Die Gutasaga ist allerdings nicht gerade die verlässlichste historische Quelle. Vergleichbar mit der Nibelungensage. Die Forschung hält es für eher unwahrscheinlich, dass die Goten aus Skandinavien stammen.

weiter lesen »

Abgelegt in Schweden

Kulturhauptstadt 2011: Turku

Freitag, 20. Mai 2011

Der Sommer naht mit großen Schritten und wer es noch nicht getan hat, sollte sich langsam Gedanken über seinen Sommerurlaub machen. So ein solcher zeitlich und finanziell machbar ist. Nun zieht es jedes Jahr aufs Neue Zehntausende von deutschen Touristen nach Spanien, Italien und Schweden. Aber warum nicht auch mal nach Finnland reisen? Seen und Wälder gibt es dort in Hülle und Fülle. Vielleicht sogar mehr als in Schweden. Klimatisch sollte es sich auch nicht allzu sehr von Schweden unterscheiden. Zumindest wenn man im Süden des Landes bleibt und es Sommer ist. Die Sprache könnte einige Touristen abschrecken, aber ich habe bisher keine fleißigeren Fremdsprachler als die Finnen kennen gelernt. Englisch und Deutsch sind weit verbreitet.

Gerade in diesem Jahr könnte sich eine Reise nach Finnland außerdem lohnen, da Turku (Schwedisch: Åbo) derzeit Europäische Kulturhauptstadt ist. Turku liegt im Schärengarten an der südlichen Spitze des Landes. Nach eigenen Aussagen ist sie die älteste Stadt Finnlands. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war sie außerdem die Hauptstadt des Landes. Heute leben etwa 180.000 Einwohner dort, somit ist sie die fünftgrößte Stadt der Finnen. Vor Ort gibt es zwei offizielle Sprachen: Finnisch und Schwedisch. Wobei nur jeder 20. Turkuer heutzutage noch Schwedisch als Muttersprache hat (Mitte des 19. Jahrhundert waren es ca. 50%). Die meisten Einwohner der Stadt beherrschen jedoch beide Sprachen. Die Zweisprachigkeit erklärt auch die zwei Namen der Stadt. Turku geht auf einen russischen Begriff für Marktplatz zurück. Åbo bedeutet in etwa Wohnen am Fluss. Der Fluss heißt Aurajoki und teilt die Stadt in zwei Hälften.

Turku war im Mittelalter eine wichtige Handelsstadt. Bereits im 13. Jahrhundert wurden hier ein Dom und eine Burg errichtet. Außerdem war die Stadt Bischofssitz. Mit der Hanse wurde reger Handel betrieben, die Stadt trat dieser Vereinigung aber nicht selbst bei. Viborg war die zweite bedeutende finnische Handelsstadt in den tiefen des Mittelalters. Während dieser Zeit gehörte Turku zum Königreich Schweden und war somit auch von den Machtkämpfen mit den Dänen und interne Streitigkeiten betroffen. Nach Abschluss dieser Phase wurde 1640 in Turku die erste Universität Finnlands eröffnet.

weiter lesen »

Abgelegt in Skandinavien

Schwedisches in Berlin

Sonntag, 21. November 2010

Schweden ist kurz nach Italien das Sehnsuchtsland  Nummer eins für uns Deutsche. Aus diesem Grunde gibt es auch hierzulande viele Möglichkeiten, sich mit Land, Leute, Kultur und Sprache auseinander zu setzen. In  Berlin ist das Angebot glücklicherweise besonders groß.

Ein guter Startpunkt bei der Recherche nach Aktivitäten mit Schwedenbezug sind die Nordischen Botschaften. Zum einen der Wille nach Transparenz, zum anderen sicher der Mangel eines eigenen Kulturinstituts wie das Goethe-Institut sorgt dafür, dass die Diplomaten und Botschafter sich sehr bemühen, ihr Land vorzustellen und den etwa 1500 Schweden vor Ort einen Anlaufpunkt zu bieten. Eine gute Hilfe ist auf jeden Fall der Newsletter des Kulturhus Berlin (newsletter@kulturhus-berlin.de). Hier erfährt man von aktuellen Veranstaltungen, über Sendungen im TV mit Schwedenthemen, neuen Büchern – nicht nur von Schweden, sondern aus ganz Skandinavien.
Eine sehr schöne Einrichtung ist auch der Nordische Filmklub. In unregelmäßigen Abständen werden hier im Botschaftsgebäude Filme in Originalsprache (meist mit englischen Untertiteln) gezeigt. Die Filme sind alle relativ aktuell und repräsentieren die Filmbranche Islands, Norwegens, Dänemarks, Finnlands und Schwedens. Filmklub bedeutet, dass man nicht einmalig Eintritt zahlt (was auch geht), sondern dass man zum Beispiel für drei Monate Mitglied des Filmklubs wird und somit alle Filme in dieser Zeit ansehen kann.
Abgelegt in Schweden

Stockholm trägt Schwarz

Dienstag, 10. August 2010

Am Wochenende war Stockholm in Metaller-Hand. Wo man auch hinsah in der Stadt: mindestens jeder 100 Passant war in Schwarz gekleidet, tatöwiert, trug Leder, Nieten, Bart und ein Band-T-Shirt wahlweise mit Totenkopf, Waffen, Teufel oder sonstigen Wesen. Und sie hatten guten Grund dazu: das Sonisphere-Festival lockte die Massen an. Beim Anblick des Festival-Line-Ups musste man sich einmal über die Augen wischen, um zu prüfen, ob man sich wirklich nicht verguckt hat. Es klang wie das Who is Who des Heavy Metal: Slayer, Hammerfall, Mötley Crüe, Anthrax, Alice Cooper und nicht zuletzt Iron Maiden. Dazu mit Iggy Pop eine weitere Rock-Ikone, wenn auch nicht ganz so hart besaitet wie der Rest der Truppen. Die Nackenschmerzen des nächsten Tages waren somit vorprogrammiert.

Sonisphere-Festival 2010 (Schweiz) Foto: matteo077

Sonisphere-Festival 2010 (Schweiz) Foto: matteo77

Dass diese großen Bands sich nun ausgerechnet nach Stockholm verirrt haben, resultiert aus der Tatsache, dass die schwedische Hauptstadt eine der Stationen der Sonisphere-Tour war. In elf europäischen Ländern traten die Bands in diesem Sommer jeweils für ein Tagesfestival gemeinsam auf. Deutschland war nicht dabei, aber hier gibt es mit dem Wacken-Festival ja eh eines der größten Metal-Festivals. Außerdem lagen die Termine so, dass Iron Maiden bequem aus Norddeutschland weiter nach Schweden reisen konnte.

In Schweden kostete das Ticket ungefähr 90 Euro. Bei den heutigen Konzertpreisen ist das ein absolut fairer Preis. Etwas ins Schmunzeln kommt man natürlich, wenn man sich Gedanken über das Durschschnittsalter der Künstler macht. Geschätzt auf jeden Fall zwischen 50 und 60 Jahren. Werden ja alle nicht jünger die Herren. Einige begehen wie Alice Cooper (62 Jahre) schon komplett neue Wege und geben sich für die fragwürdigen Werbestrategen großer Elektronikketten her… War wohl das Geld knapp (warum man nun ausgerechnet Alice Cooper genommen hat, würde mich noch interessieren. Die gewöhnliche Zielgruppe – Menschen zwischen 15 und 40 Jahren – kennt ihn kaum noch. Da wäre eher Marilyn Manson eine Option gewesen)

weiter lesen »

Abgelegt in Stockholm

Vaxholm: Ausflugsziel vor den Toren Stockholms

Sonntag, 4. Juli 2010

Im Gegensatz zu anderen Großstädten ist Stockholm relativ grün und weniger hektisch. Trotzdem möchte die Stockholmerin oder der Stockholmer in der schönen Sommerzeit auch mal ins Grüne fahren. Und da bietet sich ein Ausflug ins nahe gelegene Vaxholm an. Vaxholm ist sowohl eine Gemeinde (11.000 Einwohner) als auch eine Stadt (knapp 5.000 Einwohner) und setzt sich aus 70 Inseln zusammen, von denen 57 bewohnt werden.

Vaxholm ist ein bedeutender Vorort 35 km nördlich von Stockholm. Aufgrund seiner relativ zentralen Lage in den Schären halten hier eine Vielzahl der Fähren der Umgebung. Viele Touristen und Ausflügler nutzen die Chance in Stockholm einzusteigen und sich bequem per Boot in den Urlaubsort bringen zu lassen. Wer es günstiger möchte, kann auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Vaxholm reisen. Mit der U-Bahn bis Danderyds Sjukhus und dann in den Bus. Auch dies dauert nur eine Stunde.

An der Einwohnerzahl lässt sich leicht erkennen, dass Vaxholm nicht der Ort für vergnügungssüchtige Touristen ist. Kleinstadtflair bestimmt den Ort. Für Besucher gibt es Fisch in verschiedenen Variationen. Oder man kann das Kastell Vaxholm besuchen. Kastellet ist eine Festung, die es seit dem 16. Jahrhundert gibt und die in der folgenden Zeit stetig verstärkt wurde. Es galt der Verteidigung des Seeraums rund um Stockholm. Zwischenzeitlich wurde es auch als Gefängnis benutzt. Dies bietet sich insofern an, als dass Kastellet auf einer kleinen Insel liegt, die 10-20 Meter von der Vaxholmer Hauptinsel entfernt liegt. Heutzutage kann die Festung nur im Sommer besucht werden. Eine Ausstellung über die Festung und den Küstenschutz der Region ist dort zu sehen. Und vor einigen Jahren wurde die Anlage als Gefängnis-Kulisse für eine Pippi-Langstrumpf-Verfilmung genutzt.

Wenn es auch keinen aufwendigen Freizeitpark oder Shoppingzentren in Vaxholm gibt, so kann man doch die verschiedensten Sportarten ausprobieren: natürlich im Bereich Wassersport: Wasserski, Rudern, Kanufahren, Segeln. Ansonsten Golf oder für den kleineren Geldbeutel auch Minigolf, Reiten, Tennis, Schwimmen, Wandern und Fußball. Und natürlich gibt es die vor allem bei deutschen Touristen so beliebten Holzhäuser in roten Farben. Typisch für die Küstenregion sind jedoch eher die Pastelltöne, welche somit auch betrachtet werden können. Und wenn man sich an der Kleinstadtidylle satt gesehen hat, kann man sich in die nächste Fähre nach Stockholm setzen und den Tag bei bei leichtem Seegang angenehm ausklingen lassen.

Abgelegt in Stockholm

Schokowerkstatt Cloetta

Montag, 10. Mai 2010

Schweden ist ein Land mit relativ wenigen Einwohnern. Aber diese Einwohner können sich freuen, denn ihr Heimatland ist in Sachen Schokolade bestens versorgt. Im Ausland ist Marabou am bekanntesten (gehört mittlerweile allerdings zu Kraft), in Schweden selbst ist die Firma Cloetta vermutlich ebenbürtig. Und Cloetta liegt mit seinem Kex-Riegel meiner Meinung nach ganz vorne in der Konkurrenz um den weltweit oder zumindest europaweit besten Schokoriegel. Einfach (und) lecker!

Ein Blick in die Firmenhistorie zeigt allerdings, dass Cloettas seine Wurzeln gar nicht in Schweden hat. Drei Schweizer Brüder,  Bernhard, Christoffer und Nutin Cloetta, gründete das Unternehmen 1872 in Kopenhagen. Die Brüder haben das Süßigkeiten-Handwerk vorher in der Schweiz und in Frankreich gelernt und diese Rezepte in den Norden Europas getragen. Aber sie stellten nicht nur Schokolade her, sondern auch Konfekt, Trinkschokolade und Karamellbonbons. Die schwedischen Leckermäule fanden schnell Gefallen an den Cloetta-Produkten, so dass die drei Brüder sich entschlossen, auch in Malmö die Schokopresse anzuwerfen. Einige Jahre später, 1901, zog das Unternehmen nach Ljungsbro, in die Nähe von Linköping, wo bis heute der Hauptsitz Cloettas liegt. Die Schweizer Geschwister konnten ab 1917 vermutlich in Geld schwimmen, da sie das erfolgreiche Unternehmen an  Svenska Chokladsfabrik AB verkauften, welches zu großen Teilen der Familie Svenfelt gehörte. Der Name Cloetta blieb jedoch.

weiter lesen »

Abgelegt in Schweden

Tummelplatz Kungsträdgården

Sonntag, 8. November 2009

In dieser Woche gabs den ersten Schneeregen in Berlin. Die Temperaturen lagen in etwa auf derzeitigem schwedischen Niveau. Der tristeste Monat zeigt sich von seiner bekannten Seite. Um ihn zu überbrücken, fahren die Städte Unterhaltungsangebote für die Bevölkerung auf. Auf dem Potsdamer Platz wurde eine Winterwelt geschaffen mit einer Schneerampe, die man auf Snowtubes (etwa: Gummireifen) runterdüsen kann sowie einigen Buden und einer Schlittschuhfläche. In Stockholm eröffnen derzeit ebenfalls die ersten Eisbahnen, darunter diejenige an prominenter Stelle im Kungsträdgården.

Eisbahn im Kungsträdgarden (Foto: Plassen)

Eisbahn im Kungsträdgården (Foto: Plassen)

Der Kungsträdgården liegt im Zentrum Stockholms auf der Insel Norrmalm. Gleich in der Nähe ist das große Kaufhaus NK (Nordiska Kompaniet), in dem vor einigen Jahren Anna Lindh ermordet wurde. Sergels Torg und das Königliche Schloss sind ebenfalls dicht bei. Auch das Sverigehuset mit der Touristeninformation befindet sich am Rande des Platzes. Und natürlich Maxburger, die schwedische Fastfoodkette, die Qualitätsburger anbieten möchte.

weiter lesen »

Abgelegt in Stockholm

Stiefkind schwedischer Handball

Sonntag, 14. Juni 2009

Neben der Leichtathletik, Eishockey und in Wintersportarten verfügen die Schweden auch in einer  Disziplin über hervorragende Sportler, die gerne vernachlässigt wird: dem Handball. In der Beliebtheitsskala rangiert Handball weit hinter Fußball und beispielsweise Eishockey (Die beliebtesten Sportarten), obwohl das Handballteam in der Vergangenheit einige Erfolge für sich verbuchen konnte. Handballweltmeister waren sie 1990 und 1999, Silber gab es zudem 2001, Bronze 1993 und 1995.  Europameister wurde Schweden 1994, 1998, 2002 und 2002.  Bei den Olympischen Spielen gab es von 1992 bis 2000 drei Mal hintereinander Silber. Eine beachtliche Bilanz. Auffällig jedoch auch, dass in den letzten Jahren die großen Erfolge ausblieben. Für die WM 2007 in Deutschland konnte sich das Team nicht qualifizieren, bei der EM 2008 waren sie Fünfter und bei der WM 2009 erlangten sie Platz sieben und waren damit einen Platz hinter dem deutschen Team.

Erstaunlich ist das vergleichsweise schlechte Abschneiden der letzten Jahre, wenn man sich den Kader der Mannschaft ansieht. Viele schwedische Nationalspieler spielen in der deutschen Bundesliga und sorgen dort für Furore.  Alleine der deutsche Meister und Zweitplatzierte in der Championsleague THW Kiel hat in seinem Kader sechs schwedische Spieler, darunter der Kreisläufer und Stammspieler der schwedischen Nationalmannschaft Marcus Ahlm. Sowohl bei Kiel als auch in der Nationalmannschaft eine große Stütze ist zudem Kim Andersson. Henrik Lundström und Stefan Lövgren sind ebenfalls international sehr erfahrene Spieler.

weiter lesen »

Abgelegt in Schweden