<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Das Leben ist kein Ponyhof &#187; Freizeit</title>
	<atom:link href="http://www.mikado-82.de/tag/freizeit/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.mikado-82.de</link>
	<description>von Stockholm und Schwedischem</description>
	<lastBuildDate>Tue, 31 Jan 2012 12:21:29 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1</generator>
		<item>
		<title>Aus dem Leben eines Fußballstars &#8211; die Autobiografie von Zlatan I.</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/autobiografie-zlatan/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/autobiografie-zlatan/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2011 17:21:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Berühmtheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=2086</guid>
		<description><![CDATA[Nun also auch Zlatan. Personen des öffentlichen Lebens scheinen sich geradezu nach noch mehr Aufmerksamkeit zu sehnen. Anders ist wohl kaum zu erklären, warum Sportler und andere Berühmtheite bereits während ihrer aktiven Karriere mit Autobiografien um sich werfen und dabei allzu Privates vor der Öffentlichkeit entblößen. Heute erschien &#8220;Jar är Zlatan Ibrahimovic&#8221; (Ich bin Zlatan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nun also auch Zlatan. Personen des öffentlichen Lebens scheinen sich geradezu nach noch mehr Aufmerksamkeit zu sehnen. Anders ist wohl kaum zu erklären, warum Sportler und andere Berühmtheite bereits während ihrer aktiven Karriere mit Autobiografien um sich werfen und dabei allzu Privates vor der Öffentlichkeit entblößen. Heute erschien &#8220;Jar är Zlatan Ibrahimovic&#8221; (Ich bin Zlatan Ibrahimovic) in Schweden und &#8211; natürlich &#8211; sorgt das Werk für Aufregung.</p>
<p>Die nakten Zahlen: Laut Dagens Nyheter ist die erste Auflage des Werks bereits vergriffen, immerhin 100.000 Exemplare. Weitere 100.000 befinden sich im Druck. Und beim schwedischen Buchversand Bokus gab es mehr Vorbestellungen als bei Harry Potter. Das steigert sicher schon einmal das Ego des Stars. Dass sich ein Spieler, der schon beim FC Barcelona und dem AC Mailand unter Vertrag stand, die Mühe aus finanziellen Gründen macht, ist so wahrscheinlich wie Schnee im Juli (vielleicht im Gegensatz zum Musterknaben Philipp Lahm).</p>
<p>Es läuft wie es immer läuft: Man sucht sich einen Koautor, der das was man sagen will publikumswirksam verfasst (siehe Dieter Bohlen &#8211; Katja Kessler). Zlatan Ibrahimovic hat dafür die Hilfe des schwedischen Journalisten und Autors David Lagercrantz in Anspruch genommen. Der Stockholmer hat in seinen Werken bereits mehrere Biografien beschrieben. Jetzt geht es aber nicht um fiktionale Geschichten, sondern um das <a href="http://www.mikado-82.de/zlatan/">wahre Leben.</a> Das fing bei Zlatan nicht so rosig an. Seine Eltern kamen als Flüchtlinge des Balkankriegs nach Schweden und lebten mit ihren fünf Kindern in Malmö. Die Schilderung seiner Kindheit ist Zlatan scheinbar wichtig. Und sicher ist es gut, wenn die Schweden und Westeuropäer vor Augen geführt bekommen, dass Menschen auch in ihrer Gesellschaft trotz Arbeit hart an der Armutsgrenze leben.</p>
<p><span id="more-2086"></span></p>
<p>Trotzdem kann man nicht so recht glauben, dass es in dem Buch hauptsächlich um die Berichterstattung einer Kindheit in Schweden geht. Viel mehr Freude bereitet es gemeinhin den Menschen, mit denen man aktuell oder vor kurzer Zeit zu tun hatte, die Meinung zu geigen. Und dass hat Zlatan getan. Nachdem die Vorabdrucke seines Buchs in zwei schwedischen Boulevardzeitungen erschienen sind, entstand eine Diskussion um den Tenor des Buches. Angeblich hat Ibrahimovic sowohl seinen Ex-Trainer beimm FC Barcelona Josep Guardiola als auch den ehemaligen schwedischen Nationalcoach Lars Lagerbäck scharf angegriffen. Immer klug, um die Verkaufszahlen des Buches zu steigern. Ob es aus karrieretechnischen Gründen geschickt ist, sei dahingestellt. Zlatan ist 30 Jahre und kann somit noch einige Jahre Fußball spielen.</p>
<p>Interessant wäre es, ob er auch etwas zu den Behauptungen geschrieben hat, dass er schwul ist. Bin sehr gespannt auf weiteres Feedback zum Buch. In Deutschland ist allerdings offensichtlich noch keine Veröffentlichung des Werks geplant.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/autobiografie-zlatan/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schwedischer Festivalsommer</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/schweden-festival/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/schweden-festival/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 16:50:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1957</guid>
		<description><![CDATA[Letzte Woche war Rock am Ring und damit Start in die europäische Festivalsaison. Beim Ring waren Coldplay und System of a Down Headliner. Letztere haben nach fünf Jahren Pause und angeblichen Streitereien in diesem Jahr die ersten gemeinsamen Konzerte geplant und kommen z.B. auch nach Berlin und bereits am nächsten Wochenende nach Göteborg. In Göteborg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche war Rock am Ring und damit Start in die europäische Festivalsaison. Beim Ring waren Coldplay und System of a Down Headliner. Letztere haben nach fünf Jahren Pause und angeblichen Streitereien in diesem Jahr die ersten gemeinsamen Konzerte geplant und kommen z.B. auch nach Berlin und bereits am nächsten Wochenende nach Göteborg.</p>
<div id="attachment_1965" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2011/06/hultsfred_jonas_nilsson_lee.jpg"><img class="size-medium wp-image-1965" title="Hultsfred Festival (Foto: Jonas Nilsson Lee)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2011/06/hultsfred_jonas_nilsson_lee-300x199.jpg" alt="Hultsfred Festival (Foto: Jonas Nilsson Lee)" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Hultsfred Festival (Foto: Jonas Nilsson Lee)</p></div>
<p>In Göteborg treten sie beim zweitägigen Meltadown Festival auf. Entsprechend des schwedischen Musikgeschmacks ist das Meltadown ein Metal-Festival. System of a Down, die aufstrebende dänische Band Volbeat und die Veteranen von Korn sind dabei die bekanntesten Namen. Ansonsten sind eine ganze Menge schwedischer Bands auf dem Festival vertreten. Etwas ungewöhnlich ist, dass nur ein Tag vor dem Meltadown auf demselben Gelände das West Coast Riot-Festival stattfindet. Dieses Punk-Festival wurde vor 3 Jahren zum ersten Mal veranstaltet. In diesem Jahr findet es an nur einem Tag statt und zwar am Donnerstag, dem 16. Juni. In Schweden ist da scheinbar schon die Urlaubszeit gekommen&#8230; Auftreten werden The Gaslight Anthem, Gogol Bordello, Shelter, Sum 41 und <a href="http://www.mikado-82.de/millencolin/">Millencollin.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vermutlich hängt diese Terminverknüpfung aber auch mit finanziellen Aspekten zusammen. 2010 ist der Veranstalter des bis dahin größten schwedische Festivals, des Hultsfred eine Woche vor der Veranstaltung Pleite gegangen. Das Festival fand deshalb nicht statt. Aber schon schnell gab es Ersatz. Das Hamburger Unternehmen FKP Scorpio hat sich die Namensrechte an dem Festival gesichert. Damit expandiert FKP Scorpio weiter im europäischen Raum. In Deutschland sind sie die Veranstalter des Southside bzw. Hurricane-Festivals (nach dem Rock am Ring mittlerweile das zweitgrößte Festival).  Außerdem organisieren sie das Highfield (Alternative), Area4 (Punk), Mera Luna (Gothic), Plage Noir (Indoor-Festival), Chiemsee Reggae, Hamburger  Kultursommer, Elbjazz, Rolling Stone Weekender (Indoor-Festival) und das Greenfield-Festival in der Schweiz.</p>
<p><span id="more-1957"></span></p>
<p>Das Hultsfred-Festival findet in diesem Jahr vom 14. bis 16. Juli statt, was ebenfalls von Donnerstag bis Samstag ist. Etwa 90 Bands und Künstler werden auf fünf Bühnen auftreten. Headliner sind The Prodigy und der in Schweden sehr beliebte dandyhafte Engländer Morrissey. Weitere Bands sind Erasure, White Lies, Suede, Peter Björn &amp; John. Das Line-Up ist dabei von den Musikrichtungen her wesentlich breiter als in Deutschland, so dass auch Jung und Alt gemeinsam feiern können.</p>
<p>Eine witzige Idee ist der so genannte Charterzug. Dies ist ein Zug, der in Stockholm losfährt und zum Festival fährt. Der Clou ist, dass der Zug während des Festivals als Unterkunft, also quasi Zeltersatz fungiert. Das ganze gibts in Sechs-Bett-Abteilen, 4-Bett-Abteilen oder 2-Bettabteilen mit eigener Dusche und WC und kostet mit Festivalticket zwischen 2500 bis 8900 Schwedische Kronen.</p>
<p>Wer nicht so viel Geld ausgeben kann oder will, hat vom 19. bis 26. August in Malmö die Gelegenheit sich Musiker unterschiedlichster Genres anzusehen.</p>
<p>In Stockholm ist auch in diesem Jahr wieder Station des Sonisphere-Festivals. In diesem Jahr mit den Headlinern Slipknot, In Flames und Mastodon, also nicht ganz so stark besetzt <a href="http://www.mikado-82.de/sonisphere-festival/">wie 2010.</a></p>
<p>Sprich, es gibt in Kürze eine Menge schöne Musik für die langen schwedischen Sommerabende. Und live ist fast immer besser als von der Platte.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/schweden-festival/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ostseeinsel Gotland</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/ostseeinsel-gotland/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/ostseeinsel-gotland/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 May 2011 21:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Visby]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1934</guid>
		<description><![CDATA[Natürlich kann man auch in Schweden sehr gut Urlaub machen. Und die Schweden selbst verbringen den Sommer gerne im Heimatland. Zum Beispiel auf der Ostseeinsel Gotland. Diese liegt etwa 100 Kilometer östlich vom schwedischen Festland und noch etwas nördlich von der zweiten großen schwedischen Insel Öland. Damit liegt es fast in der Mitte zwischen Schweden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Natürlich kann man auch in Schweden sehr gut Urlaub machen. Und die Schweden selbst verbringen den Sommer gerne im Heimatland. Zum Beispiel auf der Ostseeinsel Gotland. Diese liegt etwa 100 Kilometer östlich vom schwedischen Festland und noch etwas nördlich von der zweiten großen schwedischen Insel Öland. Damit liegt es fast in der Mitte zwischen Schweden und Lettland.</p>
<div id="attachment_1947" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2011/05/raukar_gotland_eutrophicationhypoxia.jpg"><img class="size-medium wp-image-1947" title="Raukar auf Gotland (Foto: eutrophication&amp;hypoxia)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2011/05/raukar_gotland_eutrophicationhypoxia-300x205.jpg" alt="Raukar auf Gotland (Foto: eutrophication&amp;hypoxia)" width="300" height="205" /></a><p class="wp-caption-text">Raukar auf Gotland (Foto: eutrophication&amp;hypoxia)</p></div>
<p>Gotland ist aus mehreren Gründe speziell. Zum einen gibt es auf der Insel einen besonderen Dialekt namens Gutamål (Deutsch: Gutnisch). Einige meinen, dass es sich um eine eigene Sprache handelt. Dafür spricht, dass es auch noch einen eigenen Dialekt der Insel namens Gotländisch gibt. Außerdem soll es Gutamål gegeben haben, als sich Schwedisch gerade noch entwickelt hat. Wer einen Einblick in die Sprache bekommen möchte, wird <a href="http://www.gutamal.org/gutamal/texter/51-nygutniska-ord">hier</a> fündig.</p>
<p>Nun könnte man meinen, wenn die Insel schon Gotland heißt, wird hier Gotisch gesprochen. Heutzutage spricht aber keiner mehr diese ostgermanische Sprache. Gutamål ist außerdem eine nordgermanische Sprache. So ganz aus dem Nichts kommt der Name Gotland jedoch nicht. Laut der Gutasaga lebten die Goten auf der Insel, bevor Teile von Ihnen nach Europa zogen und große Flächen eroberten. Die Gutasaga ist allerdings nicht gerade die verlässlichste historische Quelle. Vergleichbar mit der Nibelungensage. Die Forschung hält es für eher unwahrscheinlich, dass die Goten aus Skandinavien stammen.</p>
<p><span id="more-1934"></span></p>
<p>Auf der Insel wurde lange Zeit Kalkstein abgebaut und gebrannt. Das hat in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. In Slice steht allerdings noch Schwedens größtes Zementwerk. An lokalen Spezialitäten gibt es seltene Orchideenarten (35 verschiedene in der freien Wildbahn). Außerdem das Guteschaf, eine der ältesten Haustierrassen Schwedens. Aufgrund seiner Robustheit verbreitete sich das Tier und ist heute auch in Deutschland, Dänemark und den Niederlanden zu finden. 4000 Tiere gibt es etwa von dieser Rasse.</p>
<p>Hauptort der Insel ist die ehemalige Hansestadt Visby. Bei der zentralen Lage ist es wenig verwunderlich, dass die Stadt sich als optimaler Ort für den Handel herauskristallisierte. Aber die Lage hat auch Nachteile. Mehrere Kämpfe und Kriege fanden auf und um die Insel statt. Sie war unter schwedischer, dänischer und russischer Herrschaft. Auch in Deutschland gab es Begehrlichkeiten vom Deutschen Orden. Im Laufe der Jahrhunderte und spätestens mit der Industrialisierung nahm die Bedeutung Visbys und somit der ganzen Insel ab. Der Ruf als Mittelalter-Ort blieb jedoch bestehen. Im Sommer finden regelmäßig Ritterspiele statt. Höhepunkt ist die Mittelalterwoche in Visby, dieses Jahr vom 7. bis 14. August 2011. Etwa 200.000 Besucher betrachten das Spektakel. In Stånga finden außerdem im Juli die so genannten Stångaspiele statt. Diese umfassen Wettkämpfe in alten gutnischen Sportarten.</p>
<p>Für Touristen ohne Ritterrüstung oder Magdgewand sind die so genannten Raukar interessant. Raukar sind Kalksteinsäulen am Strand, die bis zu 10 Meter hoch sind. Die Insel hat insgesamt 800 Kilometer Strand. Genug Platz für die etwa 50.000 Einwohner und einige Tausend Touristen. Auch zum Radfahren soll die Insel mit dem milden Klima gut geeignet sein. Angeblich hat die Insel auch die meisten Sonnenstunden in Schweden. Für Kinder ist sicherlich ein Besuch der Villa Kunterbunt Pflicht. Auf Gotland wurden die Pippi Langstrumpf-Filme gedreht. Das Zuhause von Pippi, Herrn Nilsson und Herrn Onkel befindet sich in Kneippbyn in der Nähe von Visby. Auch die inoffiziellen Weltmeisterschaften im Kubb-Spielen finden auf Gotland statt. Kubb ist ein Holz- und Geschicklichkeitsspiel, bei dem Holzstücke geworfen werden.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/ostseeinsel-gotland/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kulturhauptstadt 2011: Turku</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/turku/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/turku/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 May 2011 16:55:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Skandinavien]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1917</guid>
		<description><![CDATA[Der Sommer naht mit großen Schritten und wer es noch nicht getan hat, sollte sich langsam Gedanken über seinen Sommerurlaub machen. So ein solcher zeitlich und finanziell machbar ist. Nun zieht es jedes Jahr aufs Neue Zehntausende von deutschen Touristen nach Spanien, Italien und Schweden. Aber warum nicht auch mal nach Finnland reisen? Seen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Sommer naht mit großen Schritten und wer es noch nicht getan hat, sollte sich langsam Gedanken über seinen Sommerurlaub machen. So ein solcher zeitlich und finanziell machbar ist. Nun zieht es jedes Jahr aufs Neue Zehntausende von deutschen Touristen nach Spanien, Italien und Schweden. Aber warum nicht auch mal nach Finnland reisen? Seen und Wälder gibt es dort in Hülle und Fülle. Vielleicht sogar mehr als in Schweden. Klimatisch sollte es sich auch nicht allzu sehr von Schweden unterscheiden. Zumindest wenn man im Süden des Landes bleibt und es Sommer ist. Die Sprache könnte einige Touristen abschrecken, aber ich habe bisher keine fleißigeren Fremdsprachler als die Finnen kennen gelernt. Englisch und Deutsch sind weit verbreitet.</p>
<p>Gerade in diesem Jahr könnte sich eine Reise nach Finnland außerdem lohnen, da Turku (Schwedisch: Åbo) derzeit Europäische Kulturhauptstadt ist. Turku liegt im Schärengarten an der südlichen Spitze des Landes. Nach eigenen Aussagen ist sie die älteste Stadt Finnlands. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war sie außerdem die Hauptstadt des Landes. Heute leben etwa 180.000 Einwohner dort, somit ist sie die fünftgrößte Stadt der Finnen. Vor Ort gibt es zwei offizielle Sprachen: Finnisch und Schwedisch. Wobei nur jeder 20. Turkuer heutzutage noch Schwedisch als Muttersprache hat (Mitte des 19. Jahrhundert waren es ca. 50%). Die meisten Einwohner der Stadt beherrschen jedoch beide Sprachen. Die Zweisprachigkeit erklärt auch die zwei Namen der Stadt. Turku geht auf einen russischen Begriff für Marktplatz zurück. Åbo bedeutet in etwa Wohnen am Fluss. Der Fluss heißt Aurajoki und teilt die Stadt in zwei Hälften.</p>
<p>Turku war im Mittelalter eine wichtige Handelsstadt. Bereits im 13. Jahrhundert wurden hier ein Dom und eine Burg errichtet. Außerdem war die Stadt Bischofssitz. Mit der Hanse wurde reger Handel betrieben, die Stadt trat dieser Vereinigung aber nicht selbst bei. Viborg war die zweite bedeutende finnische Handelsstadt in den tiefen des Mittelalters. Während dieser Zeit gehörte Turku zum Königreich Schweden und war somit auch von den Machtkämpfen mit den Dänen und interne Streitigkeiten betroffen. Nach Abschluss dieser Phase wurde 1640 in Turku die erste Universität Finnlands eröffnet.</p>
<p><span id="more-1917"></span></p>
<p>Im 19. Jahrhundert fiel Turku zeitweilig unter russische Herrschaft. Diese Phase werden die Turkuer in schlechter Erinnerung haben, denn Zar Alexander I. entschied 1812, dass Helsinki die neue Hauptstadt werden sollte: Grund: die größere Nähe zu St. Petersburg (Helsinki liegt allerdings nur etwa 180 Kilometer weiter östlich). Diese Entscheidung manifestierte sich durch einen verheerenden Großbrand im Jahre 1827, der große Teile Turkus zerstörte. Mitte des 19. Jahrhunderts hatte Helsinki Turku auch in Sachen Einwohneranzahl überholt. Außerdem wurden die Universitätsakademien nach Helsinki verlegt.</p>
<p>Mit Beginn des 20. Jahrhunderts konnte sich die Stadt wieder berappeln. Im Gegensatz zu anderen finnischen Städten konnten sie in den Weltkriegen ihre Produktion fortführen und Produkte im- und exportieren. Außerdem wurde der Universitätsbetrieb 1918 wieder aufgenommen. Heute steht die Stadt mit allein drei Universitäten für Forschung, Schiffbau und Fährverkehr. Bis heute bestehen leichte Rivalitäten zwischen Turku und Helsinki bzw. Turku und Tampere. Helsinki wird belächelt, weil es keine so lange Geschichte wie Turku hat. Tampere wird angefeindet, weil die Stadt heute zweitgrößte finnische Stadt ist und somit Turku überholt hat. Einer der Gründe, warum die Turkuer ihren eigenen finnischen Dialekt pflegen.</p>
<p>Über eine ereignishafte Vergangenheit verfügt die Stadt schon mal. Dass die Finnen sie als Kulturhauptstadt ausgewählt haben, scheint stimmig (im Gegensatz zur deutschen Entscheidung den Ruhrpott als Kulturhauptstadt präsentieren zu wollen, was &#8211; nicht nur aufgrund der Ereignisse von Duisburg &#8211; wohl eher als Flop angesehen werden kann). Kultur heißt ja für viele auch immer alte Kirchen und Gebäude. Die kann Turku vorweisen, ist sie doch seit langem evangelischer Bischofssitz und im Besitz von Dom und Kloster. Die Stadt besitzt ein Musik-Museum, das nach dem finnischen Komponisten Jean Sibelius benannt wurde. Die Burg (gebaut um 1280) wurde leider im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und z.T. wieder rekonstruiert, was ja leider meistens den Charme des Bauwerks nicht wieder errichtet.</p>
<p>Wie es sich für eine echte Küstenstadt gehört, gibt es im Hafen historische Schiffe anzusehen. Ein Freilichtmuseum mit vom Brand 1827 verschonten Häusern zeigt außerdem, wie die Menschen zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelebt haben. Der Brand scheint die Stadt lange Zeit geprägt zu haben. Das Motto des Kulturhauptstadtjahrs lautet nämlich &#8220;Turku in Flammen&#8221;. Ziel soll es sein den Menschen zu beweisen, dass Kultur wichtig ist für das Wohlbefinden der Menschen und für die Umwelt. Ob das passt, sollte jeder selbst einschätzen.<br />
Das Programm zu den diesjährigen Veranstaltungen findet sich <a href="http://www.turku2011.fi/en">hier.</a></p>
<p>Neben Turku ist die Hauptstadt Estlands Tallinn in diesem Jahr Kulturhauptstadt. Ein Besuch der mittelalterlichen Stadt lohnt sich auf jeden Fall. Aber dazu vielleicht an anderer Stelle mehr.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/turku/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schwedisches in Berlin</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/schweden-in-berlin/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/schweden-in-berlin/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Nov 2010 21:45:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Unihockey]]></category>
		<category><![CDATA[Vorurteile]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1723</guid>
		<description><![CDATA[Schweden ist kurz nach Italien das Sehnsuchtsland  Nummer eins für uns Deutsche. Aus diesem Grunde gibt es auch hierzulande viele Möglichkeiten, sich mit Land, Leute, Kultur und Sprache auseinander zu setzen. In  Berlin ist das Angebot glücklicherweise besonders groß. Ein guter Startpunkt bei der Recherche nach Aktivitäten mit Schwedenbezug sind die Nordischen Botschaften. Zum einen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schweden ist kurz nach Italien das Sehnsuchtsland  Nummer eins für uns Deutsche. Aus diesem Grunde gibt es auch hierzulande viele Möglichkeiten, sich mit Land, Leute, Kultur und Sprache auseinander zu setzen. In  Berlin ist das Angebot glücklicherweise besonders groß.</p>
<div>Ein guter Startpunkt bei der Recherche nach Aktivitäten mit Schwedenbezug sind die Nordischen Botschaften. Zum einen der Wille nach Transparenz, zum anderen sicher der Mangel eines eigenen Kulturinstituts wie das Goethe-Institut sorgt dafür, dass die Diplomaten und Botschafter sich sehr bemühen, ihr Land vorzustellen und den etwa 1500 Schweden vor Ort einen Anlaufpunkt zu bieten. Eine gute Hilfe ist auf jeden Fall der Newsletter des Kulturhus Berlin (newsletter@kulturhus-berlin.de). Hier erfährt man von aktuellen Veranstaltungen, über Sendungen im TV mit Schwedenthemen, neuen Büchern &#8211; nicht nur von Schweden, sondern aus ganz Skandinavien.</div>
<div>Eine sehr schöne Einrichtung ist auch der Nordische Filmklub. In unregelmäßigen Abständen werden hier im Botschaftsgebäude Filme in Originalsprache (meist mit englischen Untertiteln) gezeigt. Die Filme sind alle relativ aktuell und repräsentieren die Filmbranche Islands, Norwegens, Dänemarks, Finnlands und Schwedens. Filmklub bedeutet, dass man nicht einmalig Eintritt zahlt (was auch geht), sondern dass man zum Beispiel für drei Monate Mitglied des Filmklubs wird und somit alle Filme in dieser Zeit ansehen kann.</div>
<div></div>
<div><span id="more-1723"></span></div>
<div>Im Botschaftsgebäude gibt es außerdem eine Kantine, die auch für Nicht-Botschaftsangehörige geöffnet ist. Diese bietet internationale und nordische Küche. Jeden Tag drei frische Gerichte von hoher Qualität zu einem fairen Preis (unter 10 Euro). Natürlich gibt es auch Knäcke, Käse und alkoholfreien Birnen-Cider. Zwischen 11.30 und 13.00 ist die Kantine für Botschaftsangehörige reserviert. Ansonsten können alle die möchten die Einrichtung nutzen.</div>
<div>Wer hingegen selber kochen möchte wird im <a href="http://www.sweden-shoppa.de/">schwedischen Supermarkt</a> in Wilmersdorf fündig. Die Verkaufsfläche entspricht einem Tante-Emma-Laden, bietet aber so einige Leckerei, an die es bisher schwierig war heranzukommen. So gibt es salzige Butter, Lingon-Marmelade, Aquavit, Fisch, Knäcke, mit Sirup gesüßtes Brot (wer&#8217;s mag), Süßigkeiten und ein wenig Kunsthandwerk. Jetzt zur Weihnachtszeit gibt es außerdem Zutaten für einen richtigen Julbord. Und Smörgåstårta bietet der Inhaber das ganze Jahr auf Bestellung an.</div>
<p>Zur schwedischen Kultur gehört natürlich auch das Innebandy Spielen (in Deutschland hieß der Sport bis vor kurzem Unihockey, jetzt wird es Floorball genannt &#8211; eine Hockeyart). Hierzu gibt es mittlerweile viele Möglichkeiten in Berlin. An den drei großen Universitäten Freie Universität, Humboldt Universität und Technische Universität gibt es jeweils Kurse. Wer bereits über einige Erfahrung verfügt, findet außerdem einige Unihockey/Floorball Vereine. Diese sind in einer Kleinfeld- und einer Großfeld-Liga organisiert. Auch für Kinder und Jugendliche gibt es einen Ligabetrieb. Und mit dem BAT Tempelhof verfügt Berlin sogar über ein Herrenteam in der ersten Bundesliga.</p>
<p>Eine schwedische Schule findet sich in Wilmersdorf. Die Schule arbeitet nach dem schwedischen Schulsystem mit kleineren Gruppen und Förderklassen. Der Unterricht findet auf Schwedisch und Deutsch statt. Hinzu kommen der &#8220;normale&#8221; Fremdsprachenunterricht mit Englisch. In der Landhausstraße 26-28 liegt die Schule mit Sporthalle, Bibliothek mit skandinavischen Büchern und einem kleinen Park. In direkter Nachbarschaft steht die schwedische Kirche.</p>
<p>Zusammenfassend lässt sich sagen, dass in Berlin für zugezogene Schweden gute Voraussetzungen herrschen, um sich wohlzufühlen. Und für alle Nicht-Schweden gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich mit der schwedische Kultur auseinander zu setzen. Für die wissenschaftliche Auseinandersetzung gibt es außerdem das Nordeuropa-Institut an der Humboldt-Universität. Und natürlich auch den dazugehörigen Sprachunterricht&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/schweden-in-berlin/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stockholm trägt Schwarz</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/sonisphere-festival/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/sonisphere-festival/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 10 Aug 2010 21:01:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Skandinavien]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1598</guid>
		<description><![CDATA[Am Wochenende war Stockholm in Metaller-Hand. Wo man auch hinsah in der Stadt: mindestens jeder 100 Passant war in Schwarz gekleidet, tatöwiert, trug Leder, Nieten, Bart und ein Band-T-Shirt wahlweise mit Totenkopf, Waffen, Teufel oder sonstigen Wesen. Und sie hatten guten Grund dazu: das Sonisphere-Festival lockte die Massen an. Beim Anblick des Festival-Line-Ups musste man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende war Stockholm in Metaller-Hand. Wo man auch hinsah in der Stadt: mindestens jeder 100 Passant war in Schwarz gekleidet, tatöwiert, trug Leder, Nieten, Bart und ein Band-T-Shirt wahlweise mit Totenkopf, Waffen, Teufel oder sonstigen Wesen. Und sie hatten guten Grund dazu: das Sonisphere-Festival lockte die Massen an. Beim Anblick des Festival-Line-Ups musste man sich einmal über die Augen wischen, um zu prüfen, ob man sich wirklich nicht verguckt hat. Es klang wie das Who is Who des Heavy Metal: Slayer, Hammerfall, Mötley Crüe, Anthrax, Alice Cooper und nicht zuletzt Iron Maiden. Dazu mit Iggy Pop eine weitere Rock-Ikone, wenn auch nicht ganz so hart besaitet wie der Rest der Truppen. Die Nackenschmerzen des nächsten Tages waren somit vorprogrammiert.</p>
<div id="attachment_1603" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/08/sonisphere_matteo077.jpg"><img class="size-medium wp-image-1603 " title="Sonisphere-Festival 2010 (Schweiz) Foto: matteo077" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2010/08/sonisphere_matteo077-300x225.jpg" alt="Sonisphere-Festival 2010 (Schweiz) Foto: matteo077" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Sonisphere-Festival 2010 (Schweiz) Foto: matteo77</p></div>
<p>Dass diese großen Bands sich nun ausgerechnet nach Stockholm verirrt haben, resultiert aus der Tatsache, dass die schwedische Hauptstadt eine der Stationen der Sonisphere-Tour war. In elf europäischen Ländern traten die Bands in diesem Sommer jeweils für ein Tagesfestival gemeinsam auf. Deutschland war nicht dabei, aber hier gibt es mit dem Wacken-Festival ja eh eines der größten Metal-Festivals. Außerdem lagen die Termine so, dass Iron Maiden bequem aus Norddeutschland weiter nach Schweden reisen konnte.</p>
<p>In Schweden kostete das Ticket ungefähr 90 Euro. Bei den heutigen Konzertpreisen ist das ein absolut fairer Preis. Etwas ins Schmunzeln kommt man natürlich, wenn man sich Gedanken über das Durschschnittsalter der Künstler macht. Geschätzt auf jeden Fall zwischen 50 und 60 Jahren. Werden ja alle nicht jünger die Herren. Einige begehen wie Alice Cooper (62 Jahre) schon komplett neue Wege und geben sich für die fragwürdigen Werbestrategen großer Elektronikketten her&#8230; War wohl das Geld knapp (warum man nun ausgerechnet Alice Cooper genommen hat, würde mich noch interessieren. Die gewöhnliche Zielgruppe &#8211; Menschen zwischen 15 und 40 Jahren &#8211; kennt ihn kaum noch. Da wäre eher Marilyn Manson eine Option gewesen)</p>
<p><span id="more-1598"></span></p>
<p>Das erhöhte Alter der Künstler hat natürlich auch zur Folge, dass die Zuschauer von 13 bis 70 gemischt waren. Ich habe einige Gruppen gesehen, bei denen der Vater mit Klappstuhl seine aufgeregten Söhne begleitet hat. Ungefähr 47.000 Menschen kamen insgesamt zusammen. Ausverkauft war das Festival, das in der Nähe der Uni stattgefunden hat, somit nicht. Aber gut, in Schweden sind (die schier endlosen) Sommerferien. Viele sind im Urlaub oder verdienen sich in Norwegen ihr Geld für das nächste Semester. Außerdem verursachten die vielen gotteslästerlichen T-Shirts der Besucher beim Wettergott Migräne. Ab 12 Uhr regnete es in einer Tour bis zum Main Act durch. Wer da noch guten Mutes war, muss ein wahrer Fan sein. Dabei hatten die Schweden im Gegensatz zu den Finnen noch Glück. Bei diesen brach am Sonntag Nachmittag ein Sturm los, verwüstete das Gelände zerstörte Band-Equipment und sorgte leider auch für Verletzte unter den Zuschauern. Das Mötley Crüe-Konzert musste abgesagt werden, Iggy Pop spielte nur unplugged und Iron Maiden spielte mit Verspätung. Dann lieber Dauerregen&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/sonisphere-festival/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vaxholm: Ausflugsziel vor den Toren Stockholms</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/vaxholm/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/vaxholm/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 15:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
		<category><![CDATA[Ausflug]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1577</guid>
		<description><![CDATA[Im Gegensatz zu anderen Großstädten ist Stockholm relativ grün und weniger hektisch. Trotzdem möchte die Stockholmerin oder der Stockholmer in der schönen Sommerzeit auch mal ins Grüne fahren. Und da bietet sich ein Ausflug ins nahe gelegene Vaxholm an. Vaxholm ist sowohl eine Gemeinde (11.000 Einwohner) als auch eine Stadt (knapp 5.000 Einwohner) und setzt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Gegensatz zu anderen Großstädten ist Stockholm relativ grün und weniger hektisch. Trotzdem möchte die Stockholmerin oder der Stockholmer in der schönen Sommerzeit auch mal ins Grüne fahren. Und da bietet sich ein Ausflug ins nahe gelegene Vaxholm an. Vaxholm ist sowohl eine Gemeinde (11.000 Einwohner) als auch eine Stadt (knapp 5.000 Einwohner) und setzt sich aus 70 Inseln zusammen, von denen 57 bewohnt werden.</p>
<p>Vaxholm ist ein bedeutender Vorort 35 km nördlich von Stockholm. Aufgrund seiner relativ zentralen Lage in den Schären halten hier eine Vielzahl der Fähren der Umgebung. Viele Touristen und Ausflügler nutzen die Chance in Stockholm einzusteigen und sich bequem per Boot in den Urlaubsort bringen zu lassen. Wer es günstiger möchte, kann auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Vaxholm reisen. Mit der U-Bahn bis Danderyds Sjukhus und dann in den Bus. Auch dies dauert nur eine Stunde.</p>
<p>An der Einwohnerzahl lässt sich leicht erkennen, dass Vaxholm nicht der Ort für vergnügungssüchtige Touristen ist. Kleinstadtflair bestimmt den Ort. Für Besucher gibt es Fisch in verschiedenen Variationen. Oder man kann das Kastell Vaxholm besuchen. Kastellet ist eine Festung, die es seit dem 16. Jahrhundert gibt und die in der folgenden Zeit stetig verstärkt wurde. Es galt der Verteidigung des Seeraums rund um Stockholm. Zwischenzeitlich wurde es auch als Gefängnis benutzt. Dies bietet sich insofern an, als dass Kastellet auf einer kleinen Insel liegt, die 10-20 Meter von der Vaxholmer Hauptinsel entfernt liegt. Heutzutage kann die Festung nur im Sommer besucht werden. Eine Ausstellung über die Festung und den Küstenschutz der Region ist dort zu sehen. Und vor einigen Jahren wurde die Anlage als Gefängnis-Kulisse für eine Pippi-Langstrumpf-Verfilmung genutzt.</p>
<p>Wenn es auch keinen aufwendigen Freizeitpark oder Shoppingzentren in Vaxholm gibt, so kann man doch die verschiedensten Sportarten ausprobieren: natürlich im Bereich Wassersport: Wasserski, Rudern, Kanufahren, Segeln. Ansonsten Golf oder für den kleineren Geldbeutel auch Minigolf, Reiten, Tennis, Schwimmen, Wandern und Fußball. Und natürlich gibt es die vor allem bei deutschen Touristen so beliebten Holzhäuser in roten Farben. Typisch für die Küstenregion sind jedoch eher die Pastelltöne, welche somit auch betrachtet werden können. Und wenn man sich an der Kleinstadtidylle satt gesehen hat, kann man sich in die nächste Fähre nach Stockholm setzen und den Tag bei bei leichtem Seegang angenehm ausklingen lassen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/vaxholm/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schokowerkstatt Cloetta</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/cloetta/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/cloetta/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 May 2010 21:24:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1499</guid>
		<description><![CDATA[Schweden ist ein Land mit relativ wenigen Einwohnern. Aber diese Einwohner können sich freuen, denn ihr Heimatland ist in Sachen Schokolade bestens versorgt. Im Ausland ist Marabou am bekanntesten (gehört mittlerweile allerdings zu Kraft), in Schweden selbst ist die Firma Cloetta vermutlich ebenbürtig. Und Cloetta liegt mit seinem Kex-Riegel meiner Meinung nach ganz vorne in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schweden ist ein Land mit relativ wenigen Einwohnern. Aber diese Einwohner können sich freuen, denn ihr Heimatland ist in Sachen Schokolade bestens versorgt. Im Ausland ist Marabou am bekanntesten (gehört mittlerweile allerdings zu Kraft), in Schweden selbst ist die Firma Cloetta vermutlich ebenbürtig. Und Cloetta liegt mit seinem Kex-Riegel meiner Meinung nach ganz vorne in der Konkurrenz um den weltweit oder zumindest europaweit besten Schokoriegel. Einfach (und) lecker!</p>
<p>Ein Blick in die Firmenhistorie zeigt allerdings, dass Cloettas seine Wurzeln gar nicht in Schweden hat. Drei Schweizer Brüder,  Bernhard, Christoffer und Nutin Cloetta, gründete das Unternehmen 1872 in Kopenhagen. Die Brüder haben das Süßigkeiten-Handwerk vorher in der Schweiz und in Frankreich gelernt und diese Rezepte in den Norden Europas getragen. Aber sie stellten nicht nur Schokolade her, sondern auch Konfekt, Trinkschokolade und Karamellbonbons. Die schwedischen Leckermäule fanden schnell Gefallen an den Cloetta-Produkten, so dass die drei Brüder sich entschlossen, auch in Malmö die Schokopresse anzuwerfen. Einige Jahre später, 1901, zog das Unternehmen nach Ljungsbro, in die Nähe von Linköping, wo bis heute der Hauptsitz Cloettas liegt. Die Schweizer Geschwister konnten ab 1917 vermutlich in Geld schwimmen, da sie das erfolgreiche Unternehmen an  Svenska Chokladsfabrik AB verkauften, welches zu großen Teilen der Familie Svenfelt gehörte. Der Name Cloetta blieb jedoch.</p>
<p><span id="more-1499"></span></p>
<p>In den letzten Jahren sind die Ambitionen des Unternehmens noch einmal gestiegen. 1998 kaufte Cloetta seinen Konkurrenten Candelia AB und wurde damit das größe Süßigkeitenunternehmen Skandinaviens. 2000 folgte die Fusion mit dem finnischen Unternehmen Fazer. Die Zusammenarbeit wurde allerdings 2008 wieder beendet. Heute produziert Cloetta jährlich etwa 20000 Tonnen Süßwaren.  Die Werkstätten mit etwa 450 Beschäftigten befinden sich in Ljungsbro und in Alingsås.</p>
<p>Hervorragend ist wie schon gesagt der Schokoriegel Kex. Das ist einfach nur helle (oder seit ein paar Jahren auch in dunkler) Schokolade mit einer Waffel darin. Das absolute Flagschiff von Cloetta erfreut seit 1938 schwedische Gaumen. Noch älter ist das so genannte Guldnougat. Das haben die Cloetta-Brüder scheinbar noch mit entworfen, denn es ist seit 1913 auf dem Markt. Beliebt ist auch die Süßigkeit mit dem schönen Namen Mums-Mums, welche unserem Negerkuss ähnelt und schon seit 1933 hergestellt wird. Durch seine Einkaufstour durch die schwedischen Süßigkeitsläden bekam das Unternehmen Cloetta auch die Rechte an Plopp. Plopp ist ein Riegel mit einer Toffeefüllung. Hübsch süß und klebrig. In die ähnliche Richtung geht &#8220;Center&#8221;, welcher zudem Namensgeber war für das Cloetta Center Stadion in Linköping. Aber auch das mag sehr beliebt sein. Generell gilt: Wenn man nicht zu der Randgruppe gehört, die keine Schokolade mag, findet man vermutlich irgendeine Süßigkeit, die einen regelmäßig den Tag versüßt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/cloetta/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Tummelplatz Kungsträdgården</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/kungstraedgarden/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/kungstraedgarden/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 08 Nov 2009 10:20:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stockholm]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Nationalfeiertag]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtkultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=1264</guid>
		<description><![CDATA[In dieser Woche gabs den ersten Schneeregen in Berlin. Die Temperaturen lagen in etwa auf derzeitigem schwedischen Niveau. Der tristeste Monat zeigt sich von seiner bekannten Seite. Um ihn zu überbrücken, fahren die Städte Unterhaltungsangebote für die Bevölkerung auf. Auf dem Potsdamer Platz wurde eine Winterwelt geschaffen mit einer Schneerampe, die man auf Snowtubes (etwa: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Woche gabs den ersten Schneeregen in Berlin. Die Temperaturen lagen in etwa auf derzeitigem schwedischen Niveau. Der tristeste Monat zeigt sich von seiner bekannten Seite. Um ihn zu überbrücken, fahren die Städte Unterhaltungsangebote für die Bevölkerung auf. Auf dem Potsdamer Platz wurde eine Winterwelt geschaffen mit einer Schneerampe, die man auf Snowtubes (etwa: Gummireifen) runterdüsen kann sowie einigen Buden und einer Schlittschuhfläche. In Stockholm eröffnen derzeit ebenfalls die ersten Eisbahnen, darunter diejenige an prominenter Stelle im Kungsträdgården.</p>
<div id="attachment_1270" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/11/kungstraedgarden_plassen.jpg"><img class="size-medium wp-image-1270" title="Eisbahn im Kungsträdgården (Foto: Plassen)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/11/kungstraedgarden_plassen-300x217.jpg" alt="Eisbahn im Kungsträdgarden (Foto: Plassen)" width="300" height="217" /></a><p class="wp-caption-text">Eisbahn im Kungsträdgården (Foto: Plassen)</p></div>
<p>Der Kungsträdgården liegt im Zentrum Stockholms auf der Insel Norrmalm. Gleich in der Nähe ist das große Kaufhaus NK (Nordiska Kompaniet), in dem vor einigen Jahren Anna Lindh ermordet wurde. Sergels Torg und das Königliche Schloss sind ebenfalls dicht bei. Auch das Sverigehuset mit der Touristeninformation befindet sich am Rande des Platzes. Und natürlich Maxburger, die schwedische Fastfoodkette, die Qualitätsburger anbieten möchte.</p>
<p><span id="more-1264"></span></p>
<p>Kungsträdgård bedeutet in etwa Königlicher Garten. Unter einem Garten stellen sich allerdings viele Menschen etwas anderes vor. Auch der Begriff Park trifft es meiner Meinung nach nicht so genau, da zuviel Beton im Spiel ist. Es ist eher ein Platz mit versprengten Bäumen. Trotzdem nicht unattraktiv. Sein Aussehen hat er allerdings in den über 280 Jahren seines Bestehens stark verändert. Zunächst war es ein Lustgarten für die Adeligen der Stadt und somit nicht für die Allgemeinheit geöffnet. Irgendwann wollten die Adeligen mehr Licht und ordneten die Entfernung von Bäumen an. Immerhin fielen wenig später auch die Mauern des Areals.</p>
<p>Noch heute liegt der Platz in exponierter Lage. Die großen Banken siedelten sich hier an, das Grand Hotel als eines der teuersten Hotels der Stadt liegt in Sichtweite, Oper, Schloss und Reichstag sind ebenfalls in der Nähe. Nördlich des Kungsträdgården beginnt außerdem das Viertel der Reichen, Jungen und Schönen: Östermalm. Hier finden sich teure Kleidungsstücke, Möbel, Accessoires und ein McDonalds mit Lederstühlen. Den Stadtteil beim Besuch auf keinen Fall auslassen, repräsentiert er doch einen Teil der schwedischen Bevölkerung und Kultur.</p>
<p>Der Kungsträdgården hingegen ist für alle da. Hier werden das ganze Jahr über Attraktionen und Veranstaltungen geboten. Aktuell wie bereits erwähnt die Eisbahn. Diese ist rund und umrahmt eine der beiden Karl-Statuen (die beiden Gründer des Parks). Stockholmer zieht es hier so gut wie nicht hin. Die meisten Schlittschuhläufer sind Touristen aus aller Welt. Der Anteil Südländer, die zum ersten Mal auf Schlittschuh stehen, ist relativ hoch, also wachsam fahren und nicht nervös werden, wenn sich jemand an deine Jacke hängt.</p>
<p>Ende November beginnt außerdem der Weihnachtsmarkt, wobei ich an anderer Stelle schon einmal darauf hingewiesen habe, dass man <a href="http://www.mikado-82.de/weihnachtmaerkte/">seine Erwartungen nicht zu hoch</a> stecken sollte. Weihnachtsmärkte in Stockholm sind sehr überschaubar. Im Sommer gibt es viele Festivals und Liveveranstaltungen. Rund um die Anlage finden sich Restaurants, die für gewöhnlich sehr stark frequentiert werden. Und am Nationalfeiertag, dem 6. Juni, gibt&#8217;s Gaudi und Papierflaggen in gelb-blau für alle. Kurzum: Wer in Stockholm wohnt oder es besucht, kommt an dieser Ecke nicht vorbei.</p>
<p>Nicht verpassen sollte man übrigens auch die U-Bahnstation Kungsträdgården. Die Endstation der blauen Linie gehört nämlich zu den am schönsten gestalteten Stationen der Stadt. Wer Großstadtflair haben möchte, sollte auch die eine Station bis zum Hauptbahnhof per Tunnelbana fahren und kann dann die Rollbänder bestaunen und begehen. Um den relativ weiten Weg zu den anderen U-Bahnlinien zu verkürzen, wurden hier eine Art Fließbänder mit leichter Steigung installiert. Auf denen hat man ein wenig das Gefühl zu schweben und besonders dynamisch zu gehen, bis man dann zurück auf den harten Boden geschubst wird.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/kungstraedgarden/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Stiefkind schwedischer Handball</title>
		<link>http://www.mikado-82.de/handball/</link>
		<comments>http://www.mikado-82.de/handball/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 17:15:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mikado</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schweden]]></category>
		<category><![CDATA[Freizeit]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.mikado-82.de/?p=628</guid>
		<description><![CDATA[Neben der Leichtathletik, Eishockey und in Wintersportarten verfügen die Schweden auch in einer  Disziplin über hervorragende Sportler, die gerne vernachlässigt wird: dem Handball. In der Beliebtheitsskala rangiert Handball weit hinter Fußball und beispielsweise Eishockey (Die beliebtesten Sportarten), obwohl das Handballteam in der Vergangenheit einige Erfolge für sich verbuchen konnte. Handballweltmeister waren sie 1990 und 1999, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neben der Leichtathletik, Eishockey und in Wintersportarten verfügen die Schweden auch in einer  Disziplin über hervorragende Sportler, die gerne vernachlässigt wird: dem Handball. In der Beliebtheitsskala rangiert Handball weit hinter Fußball und beispielsweise Eishockey (<a href="http://www.mikado-82.de/die-beliebtesten-sportarten/">Die beliebtesten Sportarten</a>), obwohl das Handballteam in der Vergangenheit einige Erfolge für sich verbuchen konnte. Handballweltmeister waren sie 1990 und 1999, Silber gab es zudem 2001, Bronze 1993 und 1995.  Europameister wurde Schweden 1994, 1998, 2002 und 2002.  Bei den Olympischen Spielen gab es von 1992 bis 2000 drei Mal hintereinander Silber. Eine beachtliche Bilanz. Auffällig jedoch auch, dass in den letzten Jahren die großen Erfolge ausblieben. Für die WM 2007 in Deutschland konnte sich das Team nicht qualifizieren, bei der EM 2008 waren sie Fünfter und bei der WM 2009 erlangten sie Platz sieben und waren damit einen Platz hinter dem deutschen Team.</p>
<p>Erstaunlich ist das vergleichsweise schlechte Abschneiden der letzten Jahre, wenn man sich den Kader der Mannschaft ansieht. Viele schwedische Nationalspieler spielen in der deutschen Bundesliga und sorgen dort für Furore.  Alleine der deutsche Meister und Zweitplatzierte in der Championsleague THW Kiel hat in seinem Kader sechs schwedische Spieler, darunter der Kreisläufer und Stammspieler der schwedischen Nationalmannschaft Marcus Ahlm. Sowohl bei Kiel als auch in der Nationalmannschaft eine große Stütze ist zudem Kim Andersson. Henrik Lundström und Stefan Lövgren sind ebenfalls international sehr erfahrene Spieler.</p>
<p><span id="more-628"></span></p>
<div id="attachment_823" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/06/659px-ljubomir_vranjes_01.jpg"><img class="size-medium wp-image-823" title="Ljubomir Vranjes (Foto: Armin Kübelbeck)" src="http://www.mikado-82.de/wp-content/uploads/2009/06/659px-ljubomir_vranjes_01-300x273.jpg" alt="Ljubomir Vranjes (Foto: Armin Kühlbock)" width="240" height="218" /></a><p class="wp-caption-text">Ljubomir Vranjes (Foto: Armin Kübelbeck)</p></div>
<p>Aber auch beim Lokalrivalen, der SC Flensburg-Handewitt, stehen drei schwedische Spieler unter Vertrag: Der langjährige Nationaltorwart Schwedens Dan Beutler, der Nachwuchsstar Oscar Carlén (dessen Vater seit 2009 Trainer in Flensburg ist) und ein ganz besonderer Mann: Ljubomir Vranjes. 1973 in Göteburg geboren, war er bereits an der großen Erfolgen der schwedischen Nationalmannschaft beteiligt. Der sympathische &#8220;Handballzwerg&#8221; konnte mit seiner Größe von 1,66 m  immer wieder große Akzente auf dem Spielfeld setzen. Seit 2001 spielt er in Deutschland (zunächst bei der SGH Nordhorn) und hat nun für die SC Flensburg-Handewitt sein letztes Bundesligaspiel bestritten. Aufgrund von starken Rückenproblemen musste er seiner aktiven Karriere ein Ende setzen. Glücklicherweise bleibt er dem deutschen Handball allerdings erhalten, da er nach einem kurzen Intermezzo als Assistent der ebenfalls schwedischen Trainerlegende Kent-Harry Andersson nun die Position des Teammanagers in Flensburg einnehmen wird.</p>
<p>Ein großes Problem der schwedischen Nationalmannschaft ist vermutlich, dass die Spieler fast alle im Ausland spielen und sehr verstreut über die verschiedenen Top-Clubs sind. Die schwedische Liga ist qualitativ nicht hochwertig genug, so dass es die Spieler nach Dänemark, Spanien, Deutschland und Frankreich zieht. In der schwedischen ersten Liga ist, der Elitserien, gibt es nur eine Handvoll Mannschaften, die um die Meisterschaft mitspielen können. 2009 konnte Alingsas die schwedische Meisterschaft für sich entscheiden. Von 2006 bis 2008 erlangte Hammarby drei Mal hintereinander diesen Titel. Hammarby ist eine Stockholmer Mannschaft, bei der die Handballlegende Staffan Olsson mittlerweile Trainer ist (der auch für den <a href="http://www.thw-provinzial.de/thw/sp_olsso.htm"> THW Kiel</a> aktiv war). Gemeinsam mit Ola Lindgren ist er mittlerweile auch Trainer der schwedischen Nationalmannschaft.</p>
<p>Derzeit ist die schwedische Nationalmannschaft dabei, ihre letzten Spiele in der Qualifikation für die EM 2010 zu bestreiten. Der Gruppensieg und damit die Qualifikation ist dem Team bereits sicher. Am 24. Juni werden die Vorrundengruppen für die EM in  Österreich ausgelost. Auch die Handball-Damen bestreiten zurzeit Qualifikationsspiele und können sich für die Weltmeisterschaft qualifizieren, die im Dezember in China stattfinden wird. Schweden hat noch gute Chance, dabei zu sein. Fraglich ist allerdings, ob sie bei der WM um die vorderen Plätze mitspielen können. Zumindest bei den bisherigen großen Turnieren konnten sie keine Medaillen gewinnen. Zu groß ist die Konkurrenz vor allem aus den Nachbarländern Norwegen und Dänemark. Trotzdem: Lycka till für die nächste Welt- bzw. Europameisterschaft!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.mikado-82.de/handball/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

