Random I am: Millencolin
Musikalisch ist Schweden ja eher bekannt für sorglose Popmusik à la Abba oder Roxette, so genannten Post Punk wie Mando Diao oder The Hives oder aber Elektropop. Im Kontrast dazu gibt es seit mittlerweile fast 20 Jahren eine international bekannte schwedische Punkband, Millencolin genannt. Punk ist dabei sicher ein Oberbegriff, der die Musik nicht abschließend beschreibt. Skateboard-Punk trifft es vielleicht besser, d.h. es geht mehr in Richtung amerikanischer Punk poppiger Art als in Richtung englischer Arbeiterpunk. Aber vermutlich liegt gerade darin der Erfolg begründet.
Die Band besteht aus vier Mitgliedern: Nikola Sarcevic ist Sänger und Bassist, an der Gitarre spielen Erik Ohlsson und Mathias Färm, und das Schlagzeug bearbeitet Fredrik Larzon. 1992 traf man sich in der 100.000 Einwohner großen Stadt Örebro, im Herzen Schwedens. Zunächst hatten die vier Musiker in unterschiedlichen Bands auf Schwedisch gesungen. Relativ schnell wechselte man jedoch in die Muttersprache von Pop- und Rockmusik: Englisch. Schon mit dem zweiten aufgenommen Song bekommt die Band einen Plattenvertrag beim jungen Indie-Plattenlabel Burning Heart. Das ist 1993. Schon zwei Jahre später schaffen die vier Schweden den Durchbruch mit ihrem Album Life on a Planet. Für viele Fans bis heute eines der besten Alben der Band. In Schweden erreicht man Platz vier in den Charts. Es folgt eine Tour mit der amerikanischen Punkband Pennywise. Damit nimmt alles seinen Lauf. Ein Mitglied der Punkpioniere Bad Religion, Brett Gurewitz, wird auf die Band aufmerksam und sorgt dafür, dass die Schweden ihre Musik über sein Label auch in Übersee, sprich in den USA, verkaufen können.






