August Strindberg in Berlin

Montag, 23. April 2012

2012 wird als Strindberg-Jahr tituliert, da der Todestag des Schriftstellers 100 Jahre zurückliegt. Auch wenn der Name Strindberg in Deutschland sicher bekannt ist, sind es seine Werke meist nicht. Am ehesten noch sein Drama Fräulein Julie über die – natürlich nicht geduldete – Liebe einer jungen Adeligen zu ihrem  Diener. Sein abwechslungsreiches Leben führte ihn aber auch für eine Zeit lang  nach Deutschland, ein knappes Jahr lang lebte er in Berlin.

Am 1. Oktober 1892 erreichte er Berlin mit dem Zug. Da der 43jährige wie so oft knapp bei Kasse war, legte sein Freund Ola Hansson das Geld für das Ticket aus und nahm ihn in Empfang. Hansson ist selbst Schriftsteller. Der etwa 10 Jahre jüngere Schwede lebt bereits seit 1890 in der deutschen Hauptstadt und bleibt hier bis zu seinem Lebensende. Sein Heimatland hat er aus Enttäuschung über schlechte Kritiken verlassen. In Berlin hat er sich einem Dichterkreis im östlichen Stadtteil Friedrichshagen angeschlossen. In diesem führt er Strindberg ein und stellt ihm gleichzeitig eine Wohnung zur Verfügung.

Da Friedrichshagen etwas vom Schuss ab liegt, zieht Strindberg schon bald um. Zeit seines Lebens litt Strindberg unter psychischen Problemen und neigte zu einem unsteten Leben. In den folgenden Monaten wechselt er häufiger seinen Wohnort, wohnt mal in Pensionen, mal in Wohnungen. Sein Stammlokal wird eine kleine Kneipe namens Zum Schwarzen Ferkel. Diese befindet sich in der Wilhelmstraße nahe dem Boulevard Unter den Linden. Neben Strindberg gehört auch der norwegische Maler Edvard Munch zu den Stammgästen. 1892 kam der 29jährige noch unbekannte Norweger nach Berlin und wird in den vier Jahren, die er hier verbringt, berühmt. Hier betrinken die beiden sich regelmäßig und treffen sich mit anderen Künstlern verschiedener Disziplinen wie z.B. dem schwedischen Schriftsteller Adolf Paul (der 1924 eine Biografie Strindbergs herausbrachte) oder den polnischen Dichter Stanislaw Przybyszewski. Strindberg selbst beschäftigt sich in der Berliner Zeit viel mit Malerei und Naturwissenschaften.

In Berlin lernt Strindberg Anfang des Jahres 1893 die 20jährige österreichische Journalistin Frida Uhl kennen. Eine schnelle Heirat (im Mai auf Helgoland), eine Tochter und eine ebenso schnelle Trennung folgen. Wenige Wochen im Sommer 1893 lebte das Paar in Berlin, dieses Mal im Schlosscafé Pankow. Die Hochzeit führt aber dazu, dass Strindberg recht plötzlich Berlin verlässt. Kurze Zeit pendelt er zwischen Paris und Österreich, bis er 1897 wieder in seine Heimat Schweden zurückkehrt. Nach Überwindung der Trennung folgen in der Heimat seine produktivsten Jahre und zum ersten Mal ein gutes finanzielles Auskommen und Anerkennung für seine Arbeit.

Eine Fülle an Informationen zum Strindberg-Jahr, Leben und Bücher bietet die Webseite strindberg2012.se.

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Moderne Architektur in Skandinavien

Sonntag, 4. September 2011
Oper und Ballet in Oslo, Foto: Dalbera

Oper und Ballet in Oslo, Foto: Dalbera

In den Nordischen Botschaften in Berlin ist noch bis Mittwoch eine sehr interessante Ausstellung über Bauprojekte in den skandinavischen Ländern zu sehen. Gemeinsam ist den sechs Gebäuden, dass sie für kulturelle Zwecke genutzt werden sollen und architektonisch so besonders sind, dass sie als Wahrzeichen ihrer Heimatstadt fungieren sollen. Einige sind bereits gebaut worden, andere in Planung.

Die sechs Gebäude sind im einzelnen:

- Nationaloper und Ballett in Oslo

- Nationalgalerie Grönland in Nuuk (geplant)

- Konzert, Kongress und Hotelanlage in Malmö (geplant)

- Musikzentrum in Helsinki

- Schauspielhaus in Kopenhagen

- Konzerthalle und Konferenzzentrum Harpa in Reykjavik

Harpa in Reykjavik, Foto: pjt

Harpa in Reykjavik, Foto: pjt

Zwei der Gebäude wurden in diesem Sommer eröffnet: zum einen das Musikzentrum in Helsinki und das Konzert- und Konferenzzentrum “Harpa” in Reykjavik. Harpa sticht vor allem durch seine von dem isländischen Künstler Olafur Eliasson kreierte Glasfassade hervor. Die Fassade ist wie ein Mosaik aufgebaut, in dem ein Teil der Glasstücke bunte Farben haben. Der Bau des imposanten Gebäudes wurde bereits vor der Finanzkrise beschlossen, ansonsten wäre es vermutlich nicht realisiert worden.

Sehr schön ist auch die 2008 eröffnete Oper in Oslo. Wie die meisten der sechs Gebäude ist es direkt am Wasser gebaut worden. Die so genannte Snøhetta spielt aber besonders mit ihrer Umgebung. Vor allem im Winter sieht die Oper sehr beeindruckend aus. Vom Dach des Gebäudes könnte man in der dunklen Jahreszeit mit einem Schlitten direkt auf das hoffentlich zugefrorene Meer schlittern. Der Bau war mit über 500 Millionen Euro Kosten bisher der teuerste der sechs Bauten. Aber die Norweger können sich das mit ihren großen Erdölvorkommen ja leisten. Zum Vergleich: Das deutsche Prestigeobjekt, die Hamburger Elbphilarmonie, liegt derzeit bei Kosten von etwa 350 Millionen Euro weiter lesen »

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Citybanan – Tunnel quer durch Stockholm

Sonntag, 10. April 2011
Baubeginn Citybanan 2009 (Foto: Holger Ellgaard)

Baubeginn Citybanan 2009 (Foto: Holger Ellgaard)

Nicht nur in Stuttgart wird derzeit fleißig an Eisenbahnschienen gearbeitet. In Stockholm wird seit 2009 ein Tunneln für zwei Schienenstränge gegraben, die den Zugverkehr erheblich verbessern sollen. Aktuell besteht das Problem, dass alle Züge von und nach Stockholm durch die so genannte Wespentaille müssen. Die Wespentaille ist der zweigleisige Schienen-Streckenabschnitt zwischen Gamla Stan und Riddarholmen. Wir erinnern uns: Stockholm liegt auf verschiedenen kleinen Inseln (schwedisch “holme” bedeutet etwa Inselchen). Diese Inseln müssen verkehrstechnisch verbunden werden. Das haben die findigen Schweden bereits während der Industrialisierung um 1871 getan. Allerdings haben sie sich auf zwei Gleise verständigt, die für die damaligen Anzahl an Zügen völlig ausreichten. Bis heute ist der Verkehr natürlich stark gestiegen, die Tunnelbana (U-Bahn) kam um 1930 hinzu, der Pendeltåg (S-Bahn) wurde um 1968 eingeführt. Beide Verkehrsmittel nahmen stetig an Bedeutung zu, so dass die Auslastung derzeit bei 24 Zügen pro Richtung pro Stunde liegt.

Man kann sich vorstellen, dass es einer logistischen Meisterleistung bedarf, um den täglichen reibungslosen Ablauf des Zugverkehrs zu regeln. Probleme an den Gleisen der Wespentaille können den kompletten Zugverkehr lahmlegen. Ein derart sensibler Streckenabschnitt macht natürlich viele Menschen nervös und sollte in der heutigen Zeit auch nicht mehr als gegeben hingenommen werden müssen. Also mussten Lösungen her.

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Hämmern, Sägen, Pflastern: Schwedische Bauwut

Sonntag, 29. August 2010

Bob der Baumeister muss in Schweden ein Nationalheld sein. Die Schweden lieben es, an ihren Häusern oder Ferienhütten rumzubasteln. Da wird gehämmert, gemalt, gepflastert oder die Regenrinne ausgewechselt. Zumindest im Sommer ist im schwedischen Fernsehen fast jeder zweiter Werbespot Werbung für einen Baumarkt oder – in Schweden auch möglich – ein Internetbaumarkt.

Ein Haus entsteht

Ein Haus entsteht

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn auf schwedischen Grundstücken ein Bagger oder sonstige Baufahrzeuge zu sehen sind. Merkwürdig ist nur, dass viele erst ihr Haus verschönern, dann aber den gesamten Bauschutt in ihrem Garten liegen lassen. Und das scheinbar nicht nur ein paar Tage, sondern eher mittelfristig. Die Grundstücke in Schweden sind außerhalb der Städte aber ja auch groß genug, so dass sie sich deshalb vielleicht gar nicht so sehr daran stören.

Aus deutscher Sicht sind mehrere Dinge auffällig: Zäune sind eher untypisch. Wenn es Zäune gibt, sind dies häufig Zäune mit diagonalen Holzstreben, die sehr ansehnlich sind. Wenig Verbreitung haben auch Garagen. Und das, obwohl es im Winter ja wesentlich kälter ist als in Deutschland, was nicht jedes Auto gerne hat. Geschlossene Garagen sieht man äußerst selten. Dafür sind Carpots weiter verbreitet. Vielleicht zählt das Auto in Schweden auch nicht so viel wie andere Gefährte. Die Motorboote haben in manchen Gärten immerhin Schuppen oder – auch nicht ungewöhnlich – eine Art Zelt als Unterstand. Wenn auf einem Grundstück mehrere Gebäude stehen, ist es aber wichtig, dass alle in derselben Farbe angestrichen sind.

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Tyska Kyrkan – Gamla Stans Spitze

Sonntag, 13. Juni 2010
Tyska Kyrkan, Foto: Holger Ellgaard

Tyska Kyrkan, Foto: Holger Ellgaard

Gamla Stan ist die Altstadt Stockholms. Im Sommer streifen Tausende von Touristen täglich durch die schmalen Gassen und etlichen Butiken und Geschäfte vor Ort. Was viele dabei vermutlich nicht wissen: Das höchste Gebäude der Altstadt ist mit 96 Metern wie so oft eine Kirche. Allerdings keine originär schwedische, sondern die Tyska Kyrka, die deutsche Kirche. In der auch deutsche Gottesdienste abgehalten werden. Das bedarf einer Erklärung:

Das Kirchengebäude entstand um 1570 in den Hochzeiten der Hanse. Die Hanse war damals eine der wichtigsten wirtschaftlichen und politischen Vereinigungen. Ihr Einflussgebiet erstreckte sich damals auch über Schweden. Auch wenn im schwedischen Raum eher Handel mit der Stadt Ystad auf Gotland erfolgte, war das aufstrebende Stockholm nicht zu vernachlässigen. So gründeten deutsche Kaufmänner mit Erlaubnis des damaligen schwedischen Königs Johan III. ein Gildehaus im damaligen Zentrum Stockholms. Doch noch im 16. Jahrhundert erfolgte der Umbau zur Kirche. Hier zog die 1571 gegründete St. Gertruds Versammlung ein. Im 17. Jahrhundert wurden noch einmal Baumaßnahmen ergriffen, um die Kirche zu vergrößern. Ein Großbrand in der schwedischen Hauptstadt erforderte den Neuaufbau des Turmes. Das war 1886 in Zeiten als Deutschland sich als Großmacht aufspielen wollte. Prompt wurde der Turm 96 Meter hoch und überragte alle angrenzenden schwedischen Gebäude.

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T-Centralen: Knotenpunkt Stockholms

Donnerstag, 25. März 2010
Spottkoppen Foto: Michell Zappa

Spottkoppen (Foto: Michell Zappa)

Es gibt Orte, die hasst man und liebt man zugleich. Bahnhöfe sind solche Orte. Kommt man müde von der Arbeit, gibt es nichts Nervigeres als einen trubeligen Bahnhof, in dem man sich mit Tausenden von anderen Menschen durch die schmalen Gänge schiebt und sich darüber ärgert, den direkten Anschlusszug nicht bekommen zu haben. Gleichzeitig ist ein großer Bahnhof ein fantastischer Ort, um sich seine Mitmenschen oder auch den Querschnitt der Bewohner eines anderen Landes anzusehen. Am Bahnhof treffen sich Menschen jeden Alters, jeder Weltanschauung und jeder Schicht.

In Stockholm setzt sich der Hauptbahnhof zusammen aus Stockholm Centralstation (Stockholm C) für den Zugverkehr, T-Centralen für den U-Bahnverkehr und Cityterminalen für den Busverkehr. Sie liegen aber direkt neben- und untereinander, so dass man meist nicht genau weiß, in welchem Teil des Bahnhofs man sich jetzt eigentlich befindet. Neben der Eisenbahn hält hier auch die S-Bahn (der so genannte Pendeltåg), Stadtbusse, Flughafenbusse und der Arlanda-Express (ein Schnellzug vom Flughafen Arlanda zum Hauptbahnhof, der ca. 20 Minuten für die Strecke benötigt). Da verwundert es nicht, dass man die Anlage einige Mal durchquert haben muss, um sich nicht mehr zu verlaufen und dort rauszukommen, wo man auch wirklich hinwollte. Schätzungsweise 450.000 Menschen tummeln sich Tag für Tag in den Gängen und Hallen des Hauptbahnhofs.

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Tummelplatz Kungsträdgården

Sonntag, 8. November 2009

In dieser Woche gabs den ersten Schneeregen in Berlin. Die Temperaturen lagen in etwa auf derzeitigem schwedischen Niveau. Der tristeste Monat zeigt sich von seiner bekannten Seite. Um ihn zu überbrücken, fahren die Städte Unterhaltungsangebote für die Bevölkerung auf. Auf dem Potsdamer Platz wurde eine Winterwelt geschaffen mit einer Schneerampe, die man auf Snowtubes (etwa: Gummireifen) runterdüsen kann sowie einigen Buden und einer Schlittschuhfläche. In Stockholm eröffnen derzeit ebenfalls die ersten Eisbahnen, darunter diejenige an prominenter Stelle im Kungsträdgården.

Eisbahn im Kungsträdgarden (Foto: Plassen)

Eisbahn im Kungsträdgården (Foto: Plassen)

Der Kungsträdgården liegt im Zentrum Stockholms auf der Insel Norrmalm. Gleich in der Nähe ist das große Kaufhaus NK (Nordiska Kompaniet), in dem vor einigen Jahren Anna Lindh ermordet wurde. Sergels Torg und das Königliche Schloss sind ebenfalls dicht bei. Auch das Sverigehuset mit der Touristeninformation befindet sich am Rande des Platzes. Und natürlich Maxburger, die schwedische Fastfoodkette, die Qualitätsburger anbieten möchte.

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Schwedische Weihnacht – Märkte

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Spätestens seit letzter Woche sind in jeder großen deutschen Stadt wieder Glühwein und Bratwurst aus kleinen Buden zu haben. Es ist Weihnachtsmarktzeit. Glockenleuten, Lichterspielchen und der Duft nach Feuerzangenbowle und gegrilltem Fleisch erfreuen hierzulande Tausende. Der Dresdner Striezelmarkt oder aber der Christkindlesmarkt in Nürnberg ziehen Millionen von Touristen an.

Der Weihnachtsmarkt in Gamla Stan

Der Weihnachtsmarkt in Gamla Stan

Auch in Schweden gibt es Julmarknader, welche Abwechslung in der Vorweihnachtszeit bieten. Nun denkt man sich, dass gerade in einem nordischen Land bei all dem Schnee die Stimmung noch viel besser sein müsste als in Deutschland. In diesem Fall trügt allerdings der Schein. In Stockholm zumindest ist der Besuch der Weihnachtsmärkte eher enttäuschend. Einen großen zentralen Markt gibt es nicht, dafür verschiedene kleinere beispielsweise am Kungsträdgarden und in Gamla Stan, der Altstadt. Aber diese sind wirklich sehr klein und im Falle des Kungsträdgarden eher lieblos gestaltet. Zwar gibt es auch hier Weihnachtsdekoration und Selbstgemachtes zu erstehen, an der Vielfalt mangelt es allerdings häufig. Interessant sind sicher die Produkte aus Lappland. Es gibt Rentierfälle, Geschnitztes aus Knochen oder auch Dekorationsstücke. Ebenfalls spannend ist für Nicht-Schweden der Verzehr von Elch- und Rentierfleisch, der auf diesen Märkten ermöglicht wird. Sehr gewöhnungsbedürftig hingegen der schwedische Glühwein, Glögg genannt. Dieser schmeckt als ob in den Rotwein noch drei Esslöffel Zucker gegeben wurden, außerdem sind Mandeln und Rosinen in dem Heißgetränk enthalten. Die Becher auf dem Weihnachtsmarkt fassen maximal 0,1 Liter und der Alkoholgehalt dürfte bei höchstens 2% liegen. Dann lieber Kinderpunsch.

Der Weihnachtsmarkt ist auch die Möglichkeit für die Schweden eine Art des Glücksspiels nachzugehen. Dies wird ansonsten in Schweden stark erschwert. Auf den Weihnachtsmärkten ist es aber sehr populär am Glücksrad zu drehen. Der Hauptgewinn besteht dabei meist aus einer eta 80 x 40 cm großen Schokoladenstange (Kex, Daim, etc.) und sieht beeindruckend aus.

Ein wenig bekommt man bei den Märkten das Gefühl, dass sie primär für die Touristen angelegt sind und von Schweden kaum besucht werden. Sehr bizarr zum Beispiel die Öffnungszeiten. Der Markt ist in der Woche so gut wie gar nicht auf oder nur einzelne Buden. Am Wochenende ist gegen 18 Uhr Feierabend. Da stimmen sich die Schweden scheinbar eher im privaten Rahmen auf die Festtage ein…

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Der Globen

Donnerstag, 27. November 2008

Es wird mal wieder Zeit über Stockholm im Speziellen zu schreiben. Die Vorteile der Stadt habe ich ja noch gar nicht zu genüge dargestellt. Dabei hat Stockholm noch einige Besonderheiten zu bieten. Zum Beispiel an Gebäuden. Ein sehr markantes Bauwerk steht im Süden Stockholms. Es sieht aus, als hätte jemand einen überdimensionierten Golfball in die Stadt gesetzt. Die Rede ist vom Globen. Dieser kann schon beinahe als Wahrzeichen bezeichnet werden. Neben Stadshuset, dem Schloss und einigen anderen Bauwerken schmückt er nämlich beispielsweise die Sitzbezüge vieler U-Bahn-Sitze. Aber auch auf Stadtkarten, Souvenirs und anderem Material ist er häufiges Motiv. Der Wiedererkennungseffekt ist ja auch nicht zu bestreiten.

Globen, Foto: Benoit, flickr.com

Globen, Foto: Benoit, flickr

Ein paar technische Details. Der Globen ist 85 Meter hoch und hat einen Durchmesser von 110 Metern. Eingeweiht wurde er 1989 und entworfen hat ihn das Architekturbüro Berg Arkitektkontor AB.Bei Sportveranstaltungen passen etwa 13.000 Zuschauer in die Arena, bei Konzerten bis zu 16.300. Da Stockholm in Skandinavien die größte Stadt ist, kommen alle großen Band nach Stockholm und dort meist in den Globen, weil ein vergleichbar großes Veranstaltungszentrum nicht existiert. Es gibt allerdings nicht nur die Kuppel, sondern auch noch den Annex für kleinere Konzerte.

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Très chic – Modetrends

Mittwoch, 8. Oktober 2008
H&M-Frühlingsmode in Schweden

H&M-Frühlingsmode 2008 in Schweden

Wie in jeder Großstadt ist es auch in Stockholm spannend, sich die verschiedenen Menschen anzusehen. Besonders geeignet dazu sind natürlich Plätze, die von vielen Menschen passiert werden. Somit in Stockholm T-Centralen (Hauptbahnhof) mit dem Stresstunnel (dem Weg zur Tunnelbana, der U-Bahn, der in der Rushhour wirklich von Tausenden Gestressten genutzt wird), Slussen und Södermalm.

Bei genauerer Betrachtung lassen sich gewisse Modekategorien und Trends erkennen. Es gibt alles: von extrem chic bis zum Schlabberlook. Besonders die jüngeren Schweden zeichnen sich dadurch aus, dass sie versuchen, sich einem bestimmten Stil anzupassen. Oder einen Stil prägen – je nach Sichtweise.

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