Prinsessan – Süße Köstlichkeiten in Hamburg

Sonntag, 4. Dezember 2011

[leider ist die Desserterie mittlerweile geschlossen, siehe Kommentar]
Es wird früh dunkel und so (ganz) langsam auch etwas kühler und ungemütlicher. Manche lassen sich davon runterziehen, aber man sollte das Ganze positiv sehen. Winterzeit heißt Zeit für genussvolles Essen. Und Anfang Dezember ist der beste Zeitpunkt für Süßes, Sahniges, Schokoladiges, weil man das Süße noch nicht über hat. Dafür gibt es in Hamburg genau das passende Restaurant: Das Prinsessan.

Süße Köstlichkeiten (Foto: puck777)

Süße Köstlichkeiten (Foto: puck777)

Das Prinsessan ist eine Desserterie, d. h. der Schwerpunkt des Restaurants liegt auf Süßspeisen. Wir sprechen hier nicht von Kugeleis und Tiefkühltorten, sondern von Speisen auf höchstem Niveau. Die drei Inhaber Roman Witt, Matthias Althaus und Pascal Nagel wollten eine Nische in der Gastronomie schließen. Vermutlich sind sie nicht das erste Nachspeisenrestaurant der Welt, aber vielleicht in Deutschland.

Die Karte bietet Nachspeisen, bei denen einem schon beim Lesen das Wasser im Mund zusammen läuft: Flüssiger Schokoladenkuchen, Bratapfelparfait, Teemouse und gebrannte Creme von der Passionsfrucht. Wer sich vollständig verwöhnen möchte, nimmt das Drei-Gänge-Menü und bekommt als Dessert der Desserts Petits Fours. Die Karte wechselt natürlich je nach Saison und bietet im Sommer vermutlich auch leichtere Kost. Die Preise sind Hamburger Niveau, allerdings muss man ja auch bedenken, dass die Köstlichkeiten aufwändig in der Herstellung sind.

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Schwedische Weihnachts(trink)lieder

Montag, 21. Dezember 2009

Wenig überraschend sind viele der deutschen Weihnachtsliederklassiker auch in Schweden bekannt. Schnell mit schwedischem Text versehen und schon kann ein jeder über den schönen Tannebaum und seine Blätter singen und die stille Nacht preisen.

Das soll aber nicht heißen, dass die Schweden ohne eigene Ideen und Kreativität sind. Natürlich haben sie auch ihre eigenen Lieder. Witzigerweise verbinden sie teilweise Trinklieder mit Weihnachtsliedern. Da hat die Kirche ihren Zeigefinger scheinbar nicht ganz so hoch erhoben und Moral eingefordert. Ein Quartett aus Dresden griff einige dieser Lieder auf und spielt sie zur Weihnachtszeit seinem Publikum vor. Passenderweise nennen die vier Herren sich ebenfalls Julvisor. Anhören kann man sie sich auf folgender Myspaceseite: Julvisor. Dabei die Texte nicht ohne Beachtung lassen.

Wer sich selbst wappnen möchte für den Heiligen Abend mit seinen fröhlichen und weniger fröhlichen Liedern, findet im weltweiten Web natürlich auch schwedische Texte für bekannte Melodien. Viel Vergnügen beim Ausprobieren und entspannte Feiertage. God Jul och ha det trevligt!

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Schwedische Weihnachten: Jultomten

Freitag, 11. Dezember 2009

So, es ist wieder so weit. Kurz vor Weihnachten, langsam kommen die Menschen in Weihnachtsstimmung und werden irgendwie sentimental. Man denkt über die kommenden Weihnachtstage nach, sei es nun in stiller Vorfreude oder verbunden mit einer Gänsehaut ob der vielen Verwandten, die wieder so tun, als ob sie sich mögen und dann hinterrücks nur rumlästern.  Genau das ist Weihnachten! Kaum einer behauptet, dass ihm die Tage viel bedeuten, insgeheim ist man jedoch froh, dieses besondere Programm zu haben. Gibts halt nur einmal im Jahr. Und immerhin sind es Feiertage und somit freie Tage. Ach ja, und es soll Menschen geben, die den Tag feiern, weil Gottes Bote (besser: Samen) geschlüpft ist. Ja, von der Jungfrau, alles klar…

Leuchtender Weihnachtsmann, Foto: Schrottie

Leuchtender Weihnachtsmann, Foto: Schrottie

Für manche bedeutet Weihnachten auch, sich ein Zubrot zu verdienen. Einmal gibts die Tausende von Krankenschwestern, Busfahrer und Servicekräfte, die an den Weihnachtstagen arbeiten müssen, dafür aber immerhin einen Zuschlag erhalten. Und es gibt diejenigen, die sich an diesem Tag den roten Mantel umlegen und kleine Kinder erschrecken. Wer hätte es gedacht: Das passiert auch in Schweden. Im Kinderwunderland ist vermutlich jedes Kind ohne eigenen Weihnachtsmann ein Sonderling auf dem Pausenhof. Der Weihnachtsmann ist so populär wie in den meisten anderen westlichen Ländern. Dass der Weihnachtsmann rot und weiß ist aufgrund der Farben von Coca-Cola gehört längst zum Allgemeinwissen, wird jedoch in den Medien kurz vor Weihnachten immer wieder als Sensation verkauft. So gibt es also keinen christlichen Helden mehr an Heilig Abend, sondern einen kommerziellen Helden. Dem können sich dann auch die Nichtchristen schwer entziehen.

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Schwedische Weihnacht – die Feiertage

Montag, 22. Dezember 2008

Weihnachtsrituale sind in jedem Land anders und hängen von Klima, Mentalität, Religiösität, Gesetzgebung und Kulturverständnis ab. Viele der traditionellen deutschen Weihnachtsaktivitäten werde auch in Schweden verfolgt. Beispielsweise gibt es auch in Schweden Weihnachtsbäume. Ist ja auch kein Problem, da es Bäume en masse in Skandinavien gibt. Im 16. Jahrhundert kam die Tradition des Weihnachtsbaumes in Deutschland auf und verbreitete sich bis heute in eine Vielzahl von Ländern. In Schweden gibt es seit Mitte des 18. Jahrhunderts etwa geschmückte Bäume. Neben oder unter dem Weihnachtsbaum steht in Schweden jedoch häufig noch der Julbocken. Dieser Weihnachtsbock aus Stroh mit roten Bändern als Befestigungsmaterial soll der schwedischen Überlieferung nach für die Geschenke zuständig sein.

Wie auch in Deutschland ist Heilig Abend der zentrale Festtag und nennt sich Julafton (Weihnachtsabend). Dann kommen erster und zweiter Weihnachtstag. Allerdings mit der kleinen aber feinen Einschränkung, dass die Geschäfte an diesen Tagen offen sind. Somit haben sehr viele Verkäufer nicht viel vom Weihnachtsfest. Sogar Supermärkte sind geöffnet.  Der Schwede an sich ist es nicht gewohnt, nur einen Tag nicht an Lebensmittel zu kommen. Und somit hat er auch kein Problem damit, an Weihnachten erstmal großartig shoppen zu gehen.

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Schwedische Weihnacht – Julbord

Montag, 15. Dezember 2008

Was in Deutschland die Gans, ist in Schweden der Julbord. Zu dieser Jahreszeit finden sich etliche Anzeigen in schwedischen Zeitungen, welche einen Julbord anpreisen. Diese so genannte Weihnachtstafel ist vor und an den Feiertagen sehr beliebt. Auf vielen schwedischen Weihnachtsfeiern ist der Julbord Pflichtprogramm. Im Grunde handelt es sich hierbei um ein kalt-warmes Buffet. Viele der Speisen bedürfen einer längeren Zubereitungszeit, weshalb man zu früheren Zeiten den ganzen Dezember genutzt hat, um den Julbord zusammenzustellen. Die Palette an Speisen reicht dabei von Fisch, Fleisch,  Gemüse und Käse zu Schnaps und Weihnachtsbier.

Ein typischer Julbord (Foto: Anders Jonsson)

Kernelement des traditionelles Gerichts ist der Julskinka, eine Art Kasslerbraten, den man mit süßem Senf verzehrt. Außerdem gibt es Leberpastete, Köttbullar, verschiedene Würste und Sülze. Ebenfalls sehr beliebt ist Janssons Frestelse (Janssons Verführung). Dies ist eine Art Kartoffelauflauf mit Sardinen und Sahne.

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Schwedische Weihnacht – Märkte

Donnerstag, 4. Dezember 2008

Spätestens seit letzter Woche sind in jeder großen deutschen Stadt wieder Glühwein und Bratwurst aus kleinen Buden zu haben. Es ist Weihnachtsmarktzeit. Glockenleuten, Lichterspielchen und der Duft nach Feuerzangenbowle und gegrilltem Fleisch erfreuen hierzulande Tausende. Der Dresdner Striezelmarkt oder aber der Christkindlesmarkt in Nürnberg ziehen Millionen von Touristen an.

Der Weihnachtsmarkt in Gamla Stan

Der Weihnachtsmarkt in Gamla Stan

Auch in Schweden gibt es Julmarknader, welche Abwechslung in der Vorweihnachtszeit bieten. Nun denkt man sich, dass gerade in einem nordischen Land bei all dem Schnee die Stimmung noch viel besser sein müsste als in Deutschland. In diesem Fall trügt allerdings der Schein. In Stockholm zumindest ist der Besuch der Weihnachtsmärkte eher enttäuschend. Einen großen zentralen Markt gibt es nicht, dafür verschiedene kleinere beispielsweise am Kungsträdgarden und in Gamla Stan, der Altstadt. Aber diese sind wirklich sehr klein und im Falle des Kungsträdgarden eher lieblos gestaltet. Zwar gibt es auch hier Weihnachtsdekoration und Selbstgemachtes zu erstehen, an der Vielfalt mangelt es allerdings häufig. Interessant sind sicher die Produkte aus Lappland. Es gibt Rentierfälle, Geschnitztes aus Knochen oder auch Dekorationsstücke. Ebenfalls spannend ist für Nicht-Schweden der Verzehr von Elch- und Rentierfleisch, der auf diesen Märkten ermöglicht wird. Sehr gewöhnungsbedürftig hingegen der schwedische Glühwein, Glögg genannt. Dieser schmeckt als ob in den Rotwein noch drei Esslöffel Zucker gegeben wurden, außerdem sind Mandeln und Rosinen in dem Heißgetränk enthalten. Die Becher auf dem Weihnachtsmarkt fassen maximal 0,1 Liter und der Alkoholgehalt dürfte bei höchstens 2% liegen. Dann lieber Kinderpunsch.

Der Weihnachtsmarkt ist auch die Möglichkeit für die Schweden eine Art des Glücksspiels nachzugehen. Dies wird ansonsten in Schweden stark erschwert. Auf den Weihnachtsmärkten ist es aber sehr populär am Glücksrad zu drehen. Der Hauptgewinn besteht dabei meist aus einer eta 80 x 40 cm großen Schokoladenstange (Kex, Daim, etc.) und sieht beeindruckend aus.

Ein wenig bekommt man bei den Märkten das Gefühl, dass sie primär für die Touristen angelegt sind und von Schweden kaum besucht werden. Sehr bizarr zum Beispiel die Öffnungszeiten. Der Markt ist in der Woche so gut wie gar nicht auf oder nur einzelne Buden. Am Wochenende ist gegen 18 Uhr Feierabend. Da stimmen sich die Schweden scheinbar eher im privaten Rahmen auf die Festtage ein…

Abgelegt in Schweden, Stockholm