Über diesen Blog
Schweden – das sind Elche, Midsommar und entlegene Seen. Dies ist zumindest das in Deutschland weit verbreitete romantische Bild des Landes. Dabei gibt es Elche nicht nur in ganz Skandinavien, sondern auch in anderen Teilen der Welt. Zudem sind die Tiere objektiv betrachtet ziemlich hässlich und werden oft als harmlos unterschätzt. Midsommar wird vor allem gefeiert, um veraltetes schwedisches Brauchtum aufrecht zu erhalten und/oder sich mehr oder weniger gepflegt zu betrinken. Und die Freude an den schönen schwedischen Seen und der Landschaft nimmt bei vielen Menschen ganz schnell ab, wenn im Sommer Millionen von Mücken das Land heimsuchen. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Ein Land setzt sich zudem nicht nur aus Landschaft zusammen, sondern hat auch andere Vorteile zu bieten. Hinzu kommt, dass es auch im schönen Schweden einige Probleme und negative Entwicklungen gibt, die ich auf diesem Blog ansprechen werde. Die Klischees der heilen „Bullerbü-Idylle“ sollen somit ein wenig gerade gerückt werden.
Warum gerade dieses Thema?
Ganz klar halte ich Schweden für ein tolles Land. Noch viel besser gefällt mir die Stadt Stockholm. Sie hat eine angenehme Größe und fast alles zu bieten, was man von einer Hauptstadt erwartet. Gleichzeitig ist es aufgrund des vielen Wassers in der Stadt extrem ruhig und entspannt dort. Wie alle Hauptstädter sind die Stockholmer bei ihren Landesgenossen nicht sehr beliebt, gelten als arrogant und oberflächlich (Motiv in fast jedem schwedischen Film). Trotzdem kommen sie dem Medelsvensson (etwa: Thomas Müller) sehr nahe.
Zurück zum Thema: Resultat eines Schwedischkurs an der Uni waren zwei fünfmonatige Aufenthalte in Stockholm, einmal als Studentin, das andere Mal als Mitglied des schwedischen Arbeitslebens. Dabei habe ich genug Eindrücke gesammelt, um ein dickes Buch zu schreiben, versuche mich jetzt aber aufgrund einer Kombination aus natürlicher Bescheidenheit und Zeitmangel an kleinen Formaten, die den großen Vorteil haben, nicht objektiv sein zu müssen… Kommentare und Kritik sind natürlich jederzeit möglich und erwünscht.